Walter Benjamin

Je unabsehbarer und kühner die Entfaltung der kommenden Philosophie sich ankündigt, desto tiefer muß sie nach Gewißheit ringen deren Kriterium die systematische Einheit oder Wahrheit ist.
Walter Benjamin
  • Geboren am 15. Juli 1892 in Berlin als erster Sohn eines jüdischen Kunsthändlers.
  • Ab 1912 Studium der Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Freiburg, Berlin und später Bern.
  • 1915 Freundschaft mit dem Philosophen und Judaist Gershom Scholem.
  • 1918 Bekanntschaft mit Ernst Bloch.
  • 1919 Promotion in Bern mit der literaturphilosophischen Arbeit Begriff der Kunstkritik in der deutschen Romantik.
  • Ab 1923 Arbeit an seiner Habilitation an der Universität Frankfurt/Main. Gleichzeitig Bekanntschaft mit Theodor W. Adorno.
  • 1924 Beginn der Freundschaft mit Bertolt Brecht.
  • 1925 wird seine Habilitationsschrift Ursprung des deutschen Trauerspiels mit der Begründung seiner für akademische Normen unüblichen Arbeitsweise abgelehnt.
  • Nach dem Scheitern einer germanistischen Universitätskarriere arbeitet Benjamin bis zu seiner Flucht vor den Nationalsozialisten im Juni 1933 als Essayist und Übersetzer.
  • 1926/27 mehrmonatiger Aufenthalt in Moskau.
  • Nach der Machtergreifung Hitlers 1933, verlässt Benjamin Deutschland und lebt fortan in Paris in sehr ärmlichen Verhältnissen.
  • 1934-40 Mitautor der Zeitschrift für Sozialforschung.
  • Nach der Besetzung Paris durch die Deutschen, beschließt Benjamin in die USA zu emigrieren. Da ihm die Vichy-Regierung die Ausreisepapiere verweigert, versucht er über die Pyrenäen nach Spanien zu fliehen. Am 26 September 1940 wird ihm und anderen Flüchtlingen der Grenzübertritt verweigert. Aus Angst vor der Gestapo nimmt sich Benjamin noch am gleichen Tag das Leben.

Bücher, über die man spricht

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