Friedrich W. Schelling

Das Ich denke, Ich bin, ist, seit Cartesius, der Grundirrtum in aller Erkenntnis; das Denken ist nicht mein Denken, und das Sein nicht mein Sein, denn alles ist nur Gottes oder des Alls.
Friedrich W. J. Schelling: Ideen zu einer Philosophie der Natur

  • Am 27. Januar 1775 wird Friedrich Wilhelm Joseph Schelling in Leonberg (Württemberg) geboren. Er stammt aus einer traditionsreichen Pfarrersfamilie.
  • 1790-95 Philosophie- und Theologiestudium im Tübinger Theologischen Stift. Freundschaft mit Hölderlin und Hegel.
  • 1792 Philosophisches Magisterexamen. 1795 Theologisches Schlussexamen.
  • 1796 wird Schelling Hauslehrer der Barone von Riedesel, die er an die Universität Leipzig begleitet, wo er intensive Studien der Mathematik und Naturwissenschaften betreibt.
  • 1798 Durch die Vermittlung Goethes außerordentlicher Professor in Jena. Im romantischen Freundeskreis um Caroline Schlegel hat Schelling Kontakt mit den Brüdern Schlegel, Fichte, Novalis, Schleiermacher und Tieck.
  • 1802-03 Gemeinsam mit Hegel gibt Schelling das Kritische Journal der Philosophie heraus.
  • 1803-06 Professor in Würzburg.
  • 1805-08 Mitherausgabe der Jahrbücher der Medicin als Wissenschaft.
  • 1806-20 und 1827-41 Mitglied der Akademie der Wissenschaften in München.
  • 1807-23 Direktor der neu gegründeten Akademie der Bildenden Künste.
  • 1813 Herausgeber der Allgemeinen Zeitschrift von Deutschen für Deutsche.
  • 1820-27 Honorarprofessor in Erlangen.
  • 1827-41 Ordentlicher Professor in München.
  • 1841-46 Professor in Berlin (als Nachfolger des verstorbenen Hegel), zu seinen Hörern zählen u.a. Kierkegaard, Engels, Bakunin. 1846 zieht sich Schelling vereinsamt zurück, nachdem seine mystisch-spekulative Spätphilosophie die anfangs faszinierte Anhängerschaft kaum mehr fesseln kann.
  • Am 20. August 1854 stirbt Schelling während eines Kuraufenthaltes in Bad Ragaz (Schweiz).

Bücher, über die man spricht

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