TalentDOC

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Der bolivianische Film hat eine lange Tradition in der Avantgarde sozialpolitischer Bewegungen in Lateinamerika und ist eine Kunstform, mit der Bolivien in der internationalen Kulturszene seit langem präsent und bekannt ist. Dennoch haben junge Filmemacher heute mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen und schlagen sich durch so gut sie können - vor allem im Dokumentarfilmbereich.

Film ist das Medium schlechthin, um eigene und fremde Wahrnehmungsräume zu analysieren und das Ergebnis dieser Analyse zu kommunizieren. Kein anderes Medium ist so effizient in der Lage, Grenzen zu überwinden, Fenster zur eigenen Realität zu öffnen und zwischen Kulturen zu vermitteln. Bolivien – in gewisser Weise eine Insel im lateinamerikanischen Kontext –, verworfen in einem Spannungsfeld zwischen starken indigenen Kulturen und globaler Informationsgesellschaft, ist für eine junge Garde von Filmemacherinnen das Sujet auf der Suche nach Identität.

Das Goethe-Institut startet daher eine Maßnahme zur Förderung junger Talente im Dokumentarfilmbereich in den drei Andenländern Ecuador, Bolivien und Peru. In Bolivien wird dieses Projekt zusammen mit der Alliance Française und der Stiftung Simón I. Patiño - sowie weiteren Partnern aus der Filmszene - durchgeführt.

TalentDOC sucht junge Talente im Alter von 18 bis 35 Jahren, die an ihrem ersten Dokumentarfilm oder an einem Folgeprojekt arbeiten. Nach einem mehrstufigen Auswahlprozess sollen schließlich drei Projekte begleitet werden. Dies geschieht in Form von Beratung während der Produktion (Schwerpunkt auf Regie und Dramaturgie), Unterstützung bei der Postproduktion mit einer Summe von 10.000 USD (zehntausend US-Dollar) und bei der Applikation für deutsche und internationale Festivals.

Dieses Projekt wird gleichzeitig in Ecuador (Goethe-Zentrum Quito “ Asociación Humboldt”) und Peru (Goethe-Institut Lima) durchgeführt.

Ein großer Dank für die Zusammenarbeit geht an:

Fundación TyPA - Teoría y Práctica de las Artes
Cinemas Cine
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