Studieren und Forschen in Deutschland

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Die deutschen Universitäten stehen jedem Studenten offen, der eine allgemeine Hochschulreife bzw. das Abitur sowie deutsche Sprachkenntnisse nachweisen kann.

Informationen über die Zulassung erteilt das Akademische Auslandsamt an jeder Universität. Die Mehrzahl der deutschen Universitäten ist staatlich. Um mit einem brasilianischen Schulabschluss eine deutsche Hochschule zu besuchen, ist es nötig, zuvor einen vorbereitenden Kurs bei einem Studienkolleg zu besuchen; Studienkollegs gibt es in den meisten Universitätsstädten. Das Kursjahr beim Studienkolleg endet mit einer Feststellungsprüfung, die die Grundkenntnisse in Hauptfächern und in Deutsch als Eintrittvoraussetzung für eine deutsche Hochschule abdeckt.

Um Medizin, Zahnmedizin und benachbarte Disziplinen zu studieren, ist es erforderlich, direkt mit der Universität in Kontakt zu treten, um spezifische Informationen zu erhalten. Kunst-, Musik- und Sportstudenten müssen sich in der Regel eigenen Tests und Interviews an den entsprechenden Hochschulen unterziehen.

Wer schon vier Semester an einer brasilianischen Universität studiert hat, kann den Antrag auf Wechsel an eine deutsche Universität stellen. Für den Antrag auf Wechsel braucht man den Nachweis aller üblichen Zeugnisse sowie einen Test zum Nachweis deutscher Sprachkenntnisse, wie zum Beispiel die DSH (Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerber), die an der jeweiligen Universität abgelegt wird, oder den Test-DaF, der zum Beispiel vom weltweiten Netz der Goethe-Institute durchgeführt wird.

Darüber hinaus gibt es Angebote an Deutschintensivkursen mit der Option auf ein Stipendium an den Universitäten Essen, Freiburg, Leipzig und Berlin/FUBIS sowie für Sommerkurse an Universitäten, Fachhochschulen und hochschulnahen Institutionen für nahezu alle Fächergruppen.

Für einen Studienaufenthalt in Deutschland kann man sich um ein Stipendium beim Deutschen Akademischen Austauschdienst, bei politischen Stiftungen aus Deutschland oder  bei brasilianischen Einrichtungen wie der Coordenação de Aperfeiçoamento de Pessoal de Nível Superior (Capes)  oder der Stiftung zur Förderung der Forschung in den jeweiligen Bundesstaaten bewerben.

Auf dem Gebiet der naturwissenschaftlichen und geisteswissenschaftlichen Forschung gibt es in Deutschland 18 Exzellenzzentren, die international bekannt sind, zum Beispiel die Max-Planck-Gesellschaft, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, das Forschungszentrum Karlsruhe und die Fraunhofer-Gesellschaft, die führende Organisation für angewandte Forschung in Europa. Mit dieser hat die brasilianische Regierung 2004 ein Abkommen geschlossen. Zur Zeit werden über 20.000 ausländische Forscher und Forscherinnen von deutschen Organisationen gefördert.
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