Die Cellospielerin

Die CellospielerinFrankfurt am Main: Suhrkamp, 2000
- 252 Seiten
ISBN: 3-518-41171-3
Brasilianische Ausgabe:
A violoncelista
Eines Tages steht eine junge Frau vor der Tür eines Münchner Komponisten, Judit aus Budapest. Sie möchte ihrem Cellospiel den letzten Schliff geben und glaubt an die hohen Ideale der Kunst.
Der Komponist dagegen verdient sein Geld mit Erkennungsmelodien für Fernsehserien und plagt sich nebenher mit dem Projekt einer Mandelstam-Oper ab. Aber Judits irrlichterndes Wesen macht ein geregeltes Arbeiten zusehends unmöglich; und ihre gar nicht so kleine Familie, die ihr bald nachfolgt, bringt den Komponisten an den Rand eines Nervenzusammenbruchs. Ihn, der im Leben die Kunst sucht und in der Kunst das Leben nicht findet, wissen auch die Frauen nicht zu erlösen, die ihn umgeben.
Am Schluß ist die Oper noch immer nicht geschrieben; nur die Fernsehmelodien werden jetzt auch in den Ländern des Ostens ausgestrahlt.
Leseprobe
Himmelfarb
HimmelfarbFrankfurt am Main: Fischer Verlag,
1993
- 166 Seiten
ISBN: 3596123828
Brasilianische Ausgabe:
A última página
Unter all den Briefen, die Richard zum achtzigsten Geburtstag erreichen, ist einer, der ihn in Erregung versetzt: Leo Himmelfarb, den er seit fünfzig Jahren nicht mehr gesehen hat, lebt noch! Mit einemmal kommt Bewegung in seine ereignislose, bereits dem Tod verschriebene Gegenwart. Plötzlich sind da Erinnerungen, Bilder, vor allem aber: beklemmende Angst.
Ein Zufall hatte in den vierziger Jahren, als in Europa Krieg war, die beiden jungen Männer in Lateinamerika zusammengeführt. Der Ethnologe (und Rassenforscher des Dritten Reiches) Richard engagierte den jüdischen Emigranten Himmelfarb, damit der ihn in die Fremde des brasilianischen Dschungels begleitet. Auf der zweijährigen Reise, quer durch indianische Lebenswelten, verriet Richard den Freund. Erst dessen Brief aus Haifa erschüttert die Lüge, mit der es sich so gut leben ließ.
Ein Treffen der beiden alten Männer auf Korfu steht bevor...
Michael Krügers »sorgfältig durchgeformter, kunstreicher Roman« (Süddeutsche Zeitung) über die späte Erkenntnis einer Schuld thematisiert deutsch-jüdische Zeitgeschichte auf spannende, kluge Weise.









