Episoden des Südens



EPISODEN DES SÜDENS – NEUE SICHTWEISEN

Das Projekt des Goethe-Instituts umfasst Debatten, Forschungsarbeiten, Austauschprogramme, künstlerische und wissenschaftliche Produktionen mit neuen Sicht- und Denkweisen über Deutschland, Europa und die Welt. Mehr...


    28.07.2017



    The other way around: Dialoge mit Objekten/Musik/Perspektiven

    Eine Arena der Welterkundung: ​Mit „Episoden des Südens“ unternimmt PACT gemeinsam mit dem Goethe-Institut an drei Abenden mit wechselnden Gästen den Versuch eines Perspektivwandels​.

    Ein Blick auf die Landkarte reicht nicht aus, um den „globalen Süden“ auszumachen; ein Süden der sich weder geografisch noch ökonomisch bestimmen lässt, der Viele ist, der andere Denk- und Sichtweisen bereit hält und gleichzeitig traditionell als alles das gedacht wird, was in jeglicher Hinsicht unterhalb des Nordens liegt. Mit „Episoden des Südens“ unternimmt PACT gemeinsam mit dem Goethe Institut an drei Abenden mit wechselnden Gästen den Versuch eines Perspektivwandels: In einem als Arena angeordneten Sitzarrangement ist das Publikum dazu eingeladen, über unbekannte Objekte aus renommierten Museumssammlungen zu spekulieren, musikalische Traditionen aus Grönland, Südafrika und dem arabischen Raum zu entdecken oder globale Geschichtserzählung gemeinsam mit internationalen KünstlerInnen, SoziologInnen, KunsthistorikerInnen und AktivistInnen neu zu verhandeln. „Episoden des Südens — the other way around“ begibt sich auf eine Reise „südlich der Theorie“, wie der indische Ethnologe Arjun Appadurai vorschlägt, wo eine andere Architektur der globalen Kultur entstehen kann, auf deren Basis wir gemeinsam den drängenden Fragen unserer Zeit begegnen.

    Freitag, 15.09.2017
    18:00 Dialoge mit Objekten
    Kelly Gillespie, Grada Kilomba, Neo Muyanga, Christoph Bieber u.a.
    19:00 Lecture Konzert
    Neo Muyanga
    20:30 Perspektiven
    Kelly Gillespie und Grada Kilomba


    Samstag, 16.09.2017
    18:00 Dialoge mit Objekten
    Arjun Appadurai, Laymert Garcia, EOMAC u.a.
    19:00 Lecture Konzert
    EOMAC
    20:30 Perspektiven
    Arjun Appadurai und Laymert Garcia

    Sonntag, 17.09.2017
    18:00 Dialoge mit Objekten
    Daiara Tukano, Fernando Arias, Arnbjörg Maria Danielsen u.a.
    19:00 Lecture Konzert
    Varna Marianne Nielsen Apaloo, Arnbjörg María Danielsen, Kimmernaq Kjeldsen, Miké Thomsen
    20:30 Perspektiven
    Daiara Tukano und Fernando Arias

    Mit Varna Marianne Nielsen Apaloo, Arjun Appadurai, Fernando Arias, Christoph Bieber, Ambjörg María Danielsen, Eomac, Kelly Gillespie, Grada Kilomba, Kimmernaq Kjieldsen, Neo Muyanga, Laymert Garcia dos Santos, Miké Thomsen, Daiara Tukano, u. a.

    Eine Produktion von PACT Zollverein für die Ruhrtriennale nach einem Projekt des Goethe Institut São Paulo in Kooperation mit Goethe-Institut São Paulo, Lehmbruck Museum Duisburg, Museum Folkwang Essen und Ruhrmuseum Essen. Weitere Informationen: www.goethe.de Gefördert im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

      03.07.2017

      Copyright: Goethe-Institut São Paulo


      Eine Begegnung bringt Silvia Federici und führende Feministinnen in Rio de Janeiro zusammen

      Im Rahmen der Episode “Urgências” (Dringlichkeiten) organisieren Goethe-Institut, Rosa-Luxemburg-Stiftung und die Zeitschrift DR in Gamboa, Zentrum von Rio de Janeiro, ein Event über Feminismus.

      Teilnehmerinnen sind die Feministin Silvia Federici vom International Feminist Collective, Giovana Xavier, Dozentin der Universität UFRJ und Koordinatorin der Gruppe Intelectuais Negras und Sandra Benites, Guarani Nhandeva und Masterstudentin der Antropologie an der UFRJ. Die Moderation übernehmen die Zeitschrift DR und das Programm autonomer kultureller Aktionen P.A.C.A.

      Neben der Diskussion wird es eine Vorpremiere des Buchs „Calibã e a Bruxa: mulheres, corpo e acumulação primitiva (Dt.: Caliban und die Hexe. Frauen, der Körper und die ursprüngliche Akkumulation. Aus dem Engl. v. Max Henninger. Mandelbaum Verlag, Wien 2012), ins Portugiesische übersetzt vom Kollektiv Sycorax (Editora Elefante), geben. Das Buch unternimmt eine Neubewertung der Geschichte des Kapitalismus aus einer feministischen Perspektive mit besonderem Augenmerk auf das Verhältnis der Hexenjagd im 16. und 17. Jahrhundert zur Arbeitsteilung nach Geschlechtern, die Frauen auf Reproduktionsarbeit reduziert. Die Idee ist eine Wiederaufnahme der Geschichte der Hexen für den Umgang mit in der Gegenwart andauernden Herrschaftsverhältnissen.

      In Federicis Worten: „Warum werden nach 500 Jahren Herrschaft des Kapitals, am Beginn des dritten Jahrtausends, Massenarbeiter noch immer als Arme, Hexen und Vagabunden definiert? In welchem Verhältnis stehen Expropriation und Verarmung zu den permanenten Angriffen auf Frauen? Was können wir lernen über die Entfaltung des Kapitalismus in Vergangenheit und Gegenwart, wenn wir sie aus einer feministischen Perspektive betrachten?

      Die Begegnungen unter dem Titel Urgências! mit einer Dauer von etwa 8 Stunden sind Diskussionsplattformen über Fragen der Gegenwart. Zu jeder Ausgabe werden Personen eingeladen, die sich auf nationaler oder internationaler Ebene besonders auf den Themenbereichen der vorgeschlagenen Diskussionen hervorgetan haben. Die Begegnung ist Teil des Projekts Episoden des Südens des Goethe-Instituts, das nach Visionen und Beiträgen des Südens in Kunst, Wissenschaft und Kultur sucht (www.goethe.de/brasil/episódios)

      2017 werden die Urgências!-Begegnungen vom Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung durchgeführt.

      Urgências! Feminismo
      Sonntag, 16. Juli 2017
      11h bis 18h
      Grande Cia Brasileira de Mysterios e Novidades
      Rua Pedro Ernesto, 21, Gamboa, Rio de Janeiro
      Kapazität: 90 Personen (nach Reihenfolge des Eintreffens)

      PROGRAMM
      11h - 13h

      Vorpremiere des Buchs „Calibã e a Bruxa: mulheres, corpo e acumulação primitiva” | Editora Elefante

      13h - 18h
      Urgências! Feminismo
      Mit Silvia Federici, Giovana Xavier und Sandra Benites.

      Teilnehmerinnen

      SILVIA FEDERICI
      Geboren in Italien, lebt seit den 1960er Jahren in den USA, wo sie als Feministin und in Zusammenarbeit mit der Schwarzenbewegung aktiv ist. Als Mitbegründerin des International Feminist Collective war sie beteiligt an der Kampagne für „Lohn für Hausarbeit“ und war Teil des Kollektivs Midnight Notes. In den 1980er Jahren lebte und lehrte sie für einige Jahre in Nigeria, wo sie mit Frauenorganisationen und gegen Strukturanpassungsmaßnahmen in Afrika aktiv war. Ihre jüngsten Veröffentlichungen sind Calibã e a Bruxa: mulheres, corpo e acumulação primitiva (Übers.: Sycorax, Editora Elefante 2017 / Dt.: Caliban und die Hexe. Frauen, der Körper und die ursprüngliche Akkumulation. Aus dem Engl. v. Max Henninger. Mandelbaum Verlag, Wien 2012) und Revolución en punto cero. Trabajo doméstico, reproducción y luchas feministas (Traficantes de Sueños, 2013. Engl. Original: Revolution at Point Zero: Housework, Reproduction and Feminist Struggle. Aufsätze von 1975 bis 2010. Brooklyn/Oakland: Common Notions/PM Press, 2012).

      GIOVANA XAVIER

      Giovana Xavier lehrt an der Universität UFRJ und ist Koordinatorin der Gruppe „Intelectuais Negras“.

      SANDRA BENITES

      SANDRA BENITES Guarani Nhandewa, geboren im Dorf Porto Lindo im Landkreis Japorã (Mato Grosso do Sul). Nach der Ausbildung im Programm Licenciatura Intercultural Indígena do Sul da Mata Atlântica der Universidade Federal Santa Catarina wurde sie von der Guarani-Gemeinschaft von Rio de Janeiro zur pädagogischen Koordinatorin des Bildungsdezernats im Landkreis Maricá (Bundesstaat Rio de Janeiro) bestimmt. Derzeit ist sie Masterstudentin in Sozialanthropologie am Nationalmuseum. Sie ist Mitglied des Instituts für das Wissen der ursprünglichen Völker – Aldeia Jacutinga.

      REVISTA DR | www.revistadr.com.br
      DR ist eine Zeitschrift von Frauen für Politik und Kultur. Sie ist ein auf den Ton bedachtes Gesprächsangebot, in dem es möglich ist, eine Stimme zu haben, ohne die Sprache und Gesten der „Wahrheitsregime“ anzunehmen. Ihre Herausgeberinnen sind: Anna Kiffer, Fernanda Bruno, Mariana Patrício, Oiara Bonilla, Tatiana Roque und Thamyra Tamara.

      P.A.C.A. – PROGRAMA DE AÇÕES CULTURAIS AUTÔNOMAS
      Das Programm für autonome kulturelle Aktionen P.A.C.A. äußert sich über regelmäßige, öffentliche und kostenlose Aktivitäten, offene Seminare, Textproduktion, Arbeitsgruppen und andere Formate der Darstellung sowie in Form kollektiver Dynamiken der Diskussion und Produktion. Das P.A.C.A. wurde 2014 gegründet und wird organisiert von der Psychoanalystin und Kulturkritikerin Suely Rolnik, dem Künstler Amilcar Packer, der Mathematikerin und Philosophin Tatiana Roque sowie dem Kulturkritiker Max Jorge Hinderer Cruz.

      „Beeindruckende Mobilisierung“ Gibt es so etwas wie einen globalen Feminismus? Welche Themen bewegen Frauen in unterschiedlichen Weltgegenden? Und wie ist das Verhältnis zwischen Aktivistinnen verschiedener Generationen? Ein Interview mit der italienisch-amerikanischen Philosophin Silvia Federici.

        10.6.2017



        „Neue Diasporas“ untersucht die Süd-Süd-(Im)migration mit dem Fokus auf Senegal

        Das Projekt des Goethe-Instituts sucht die Reflexion über Migrationsbewegungen zwischen den Ländern der Südhalbkugel

        Im Rahmen eines verstärkten Nachdenkens über die in den vergangenen Jahrzehnten entstandenen Migrationen zwischen Ländern der Südhalbkugel wirft das Projekt Neue Diasporas in seiner neuen Ausgabe 2017 einen vertiefenden Blick auf den Senegal.

        Die senegalesische Einwanderung nach Brasilien ist neu. Obwohl es im Senegal, anders als in vielen afrikanischen Ländern, keine Binnenkonflikte gibt, ist es eines der ärmsten Länder der Welt (nach dem Human Development Index unter den letzten 25), was viele Senegalesen dazu bewegt, ihr Land auf der Suche nach einem besseren Leben zu verlassen. Brasilien ist mit zunehmender Wahrnehmung im Ausland ab den 2000er Jahren für Senegalesen zu einem attraktiven Einwanderungsziel geworden. Sie machen heute nach den Haitianern die zweitgrößte ethnische Gruppe unter den Asylbewerbern in Brasilien aus.

        Das Projekt Neue Diásporas: Episode Senegal beinhaltet eine Forschungsreise des Künstlers Daniel Lima (Frente 3 de Fevereiro) und der Produzentin Raquel Borges nach Dakar sowie eine Videowerkstatt mit einer Gruppe Senegalesen. Als Ergebnis der Recherchen wird es am 10. Juni von 16 Uhr an im Goethe-Institut (Rua Lisboa, 974 - Pinheiros) eine offene Veranstaltung geben mit Musik, landestypischer Gastronomie, audiovisuellen Vorführungen und Performances. Sowohl an den Vorstellungen als auch an den Diskussionen werden sich Protagonisten der Migration beteiligen.

        Die erste Episode des Projekts Neue Diasporas des Goethe-Instituts in Zusammenarbeit mit Invisíveis Produções und mit Unterstützung der Heinrich-Böll-Stiftung beschäftigte sich im Juni 2016 mit Haiti. Das Projekt ist Teil des Projekts Episoden des Südens, das sich dem Nachdenken über andere Arten der Betrachtung von Kunst, Wissenschaft und Kultur unter nicht-eurozentristischen Gesichtspunkten widmet.

        NEUE DIASPORAS: EPISODE SENEGAL
        10. Juni 2017 (Samstag)
        16 bis 22 Uhr
        Goethe-Institut São Paulo - Rua Lisboa, 974 – Pinheiros
        Eintritt frei
        Keine Anmeldung erforderlich.



        Durchführung: Goethe-Institut | In Kooperation mit: Invisíveis Produções

          12.05.2017



          Gespräch über Ernesto Netos „A Sacred Place“: Huni Kuin: Existenz als Kunstwerk?

          Das Goethe-Institut freut sich, am 12. Mai, 12 Uhr, im Arsenale, auf der Eröffnungswoche der 57. Internationalen Kunstausstellung La Biennale di Venezia, Teil des Kunstwerks „A Sacred Place“ von Ernesto Neto zu sein. Der brasilianische Künstler Ernesto Neto und sechs Txanas der indigenen Huni Kuin begegnen Experten, Projektpartnern der Episoden des Südens und dem Publikum. Es wird unter anderem um den Status der modernen Kunst, Exotismus, Appropriation und Kommerzialisierung indigener Kulturen und Praktiken, die komplexe Fusion von Leben und Kunst und die Überschneidung von Ritual und Performance gehen.

          Kann Existenz an sich und aus sich selbst Kunstwerk sein? Diese Frage stellt sich in der Arbeit von Ernesto Neto. In Zusammenarbeit mit dem indigenen Volk Huni Kuin bringt der brasilianische Künstler ein indigenes Ritual aus der Amazonasregion auf die 57. Internationale Kunstausstellung La Biennale di Venezia. Das Werk, ein hybrider Mix aus Installation, Skulptur und Performance, versucht die Kraft einer in magischem Denken verankerten Ontologie und Epistemologie ins Hier und Jetzt, Zeit und Raum der Ausstellung zu bringen.

          Seit den Anfängen der modernen Kunst pflegt westliche Kunst eine Faszination für das Primitive. Nun, in der postmodernen Zeit, scheint zeitgenössische Kunst sich der Notwendigkeit bewusst geworden zu sein, ihre eigenen Rahmenbedingungen über Paradigmen anderer Erkenntnissysteme zu hinterfragen, die ebenfalls zeitgenössisch sind, insofern als sie auch Teil unserer Zeit sind. Dialog und/oder die Unmöglichkeit des Dialogs zwischen solch unterschiedlichen Ontologien und Epistemologien durchziehen Ernesto Netos Œuvre und das Leben der Huni Kuin. Das wirft viele Fragen auf: Mit welchen Maßstäben ist es zu konfrontieren? Wie lässt es sich jenseits von Stereotypen und ohne die Angst vor unvermeidlichen Missverständnissen verstehen? In welchem Maß ist das Werk Teil des Systems Kunst? Wie ist es ästhetisch zu beurteilen? Wie „löst“ das Kunstwerk das Paradox, dass es weder als Ausdrucksform autonom existiert, noch getrennt von dem Leben der Huni Kuin? Können wir es als einzigartigen Beitrag des Südens betrachten?

          Aus dem Arsenale heraus fordert Ernesto Neto sein Publikum heraus. Indem er die Huni Kuin „ausstellt“, ihre traditionelle Kultur, ihre einzigartige Beziehung zum Regenwald, scheint der Künstler ihre Existenzweise in die Kategorie Kunst zu übertragen. Es ist an uns, diese Herausforderung anzunehmen.

          Wo?
          57. Internationale Kunstausstellung La Biennale di Venezia, Arsenale, Venedig, Italien
          Wann?
          12. Mai, 12 Uhr

            04.05.2017



            Konversationen mit Objekten
            Museo de Arte Precolombino Casa del Alabado

            Die Veranstaltung lädt Stimmen aus verschiedenen Bereichen ein, anhand eines Überraschungsobjekts über Kunstgeschichte und materielle Kultur nachzudenken.

            Warum muss die Kunstgeschichte immer aus einem eurozentristischen Blickwinkel erzählt werden? Wie sähe eine Kunstgeschichte aus, die zum Beispiel von den afrikanischen oder den brasilianischen Kulturen erzählt würde?

            Um auf dem Gebiet der Kunstgeschichte andere Diskurse anzuregen und die symbolischen Beziehungen zu untersuchen, die wir zur materiellen Kultur aufbauen, organisiert das Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit dem Museo Casa del Alabado die fünfte Ausgabe der Begegnung „Konversationen mit Objekten“.

            Personen aus verschiedenen Feldern, Disziplinen und Wissensbereichen sind dazu eingeladen, über ein Exponat nichtwestlicher Kunst zu sprechen. Ziel ist es, dieses für andere Lesarten und Reflexionen zu öffnen. Das behandelte Objekt gehört zur Sammlung des Museo del Alabado und wird bis zur Veranstaltung nicht verraten.

            Die Besonderheit des Gesprächs liegt in dem Überraschungsmoment in der Begegnung mit dem Objekt: Ohne Vorbereitung sind Teilnehmer und Publikum eingeladen, denselben Stellung als Produzenten von Wissen über das Exponat einzunehmen, und demontieren auf diese Weise die Hierarchie des kunstgeschichtlichen Diskurses.

            Das Format der Veranstaltung sucht auch den Aufbruch: Stühle werden kreisförmig um den Gegenstand gestellt, damit das anwesende Publikum den Platz des „Experten“ einnehmen kann.

            Diese fünfte Ausgabe der Konversationen mit Objekten findet am Donnerstag, den 4. Mai, um 18.00 Uhr, im Teatro Prometeo de la Casa de la Cultura Ecuatoriana (Avenida 6 de Diciembre y Tarqui) in Quito, statt. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei und offen für das allgemeine Publikum.

            Die Teilnehmer des von Claudia Mattos Avolese, Professorin für Kunstgeschichte an der Universidade Estatal de Campinas (Brasilien), kuratierten Projekts sind Juana Paillalef C., Direktorin des Museo Mapuche de Cañete (Chile), Pablo Lafuente, unabhängiger Kurator (Spanien), Susana Torres, bildende Künstlerin, künstlerische Leiterin und Mitglied des Micromuseo (Peru) und Patricia Von Buchwald Hanze, Keramikkünstlerin und Anführerin der spirituellen Organisation Fuego Sagrado de Itzachilatlan (Ecuador).

            Konversationen mit Objekten ist Teil des vom Goethe-Institut konzipierten Projekts Episoden des Südens, das Debatten, Forschungsarbeiten und Austauschprogramme umfasst, sowie künstlerische und wissenschaftliche Produktionen mit neuen Sicht- und Denkweisen für die Perspektiven und Beiträge des Südens in der Kunst, der Wissenschaft und der Kultur im Kontext zunehmender Globalisierung.
            www.goethe.de/brasil/episodios

            Das Museo Casa del Alabado beherbergt eine Sammlung von Museumstücken, die aus den meisten prähispanischen Gesellschaften auf dem heutigen ecuadorianischem Staatsgebiet stammen. Das Museum verfolgt einen innovativen museologischen Ansatz, der den ästhetischen Reichtum der Exponate und deren spirituelle Dimension hervorhebt, die das Gesellschaftsleben der uralten Kulturen artikuliert.

            Teilnehmer*innen:

            Juana Paillalef C.
            Museumdirektorin

            Paillalef C., Mapuche-Mutter und Großmutter, stammt aus dem Gebiet Maquehue, Región de la Araucanía, der heute Comuna de Padre las Casas heißt. Sie absolvierte einen Master in Interkultureller Bildung an der Universidad San Simón in Cochabamba, Bolivien. Danach übernahm sie die Leitung des Museo Mapuche de Cañete (MMC), in dem sie mit Museumskundespezialisten etwa zum Thema der Mapuche zusammenarbeitet. Es ist ihr gelungen, bei der Modernisierung und Entkolonisierung des MMC die konkrete Geschichte des indigenen Territoriums neu zu interpretieren.

            Pablo Lafuente
            Kurator

            Lafuente stieß 2014 zum Kuratorenteams der 31. Biennale von São Paulo. Zuvor war er Herausgeber des Afterall Journal und der Exhibition Histories Series (Verlag Afterall). Zurzeit lebt er in São Paulo und Porto Seguro, Brasilien, wo er Gastdozent an der Universidade Federal do Sul da Bahia ist. Von 2008 bis 2013 war er Co-Kurator des Office for Contemporary Art Norway in Oslo. Lafuente ist einer der Teilnehmer am Projekt Museale Episode, einem Bestandteil der Episoden des Südens.

            Susana Torres
            Kuratorin, Kunsthistorikerin

            Torres ist Dozentin für den Studiengang Artdirektor an der Universidad Peruana de Ciencias Aplicadas (UPC). Sie studierte Kunstgeschichte an der Universidad Nacional Mayor de San Marcos, sowie Ästhetik und Kosmetologie in Toulouse und Modedesign in Lima. Torres hat sich bei ihrer Arbeit für Micromuseo auf die Konzeption und Kuratierung von Kunstausstellungen spezialisiert. Micromuseo ist ein Projekt alternativer Musealisierung, an dem sie auch selbst teilnimmt. Von ihren Arbeiten sticht ihr Museo Neo Inka hervor, eine alternative Sammlung von Alltags- und Konsumgegenständen, die auf das Inkaische Erbe in der Aktualität verweisen.

            Patricia Von Buchwald Hanze
            Psychologin, Museumswissenschaftlerin

            Von Buchwald Hanze hat an der Escuela de Bellas Artes Juan José Plaza in Guayaquil Kunst studiert. Sie leitete Museen und Kulturzentren in Quito und war Dozentin für Museumswissenschaft der Universidad Tecnológica Equinoccial und für Kunstgeschichte an der Universidad de las Américas. Danach studierte sie die traditionellen Wissenschaften und humanistische Psychologie und näherte sich persönlich den Traditionen der Urbevölkerung Amerikas an.

            Konversationen mit Objekten
            4. Mai | Donnerstag | 18.00 Uhr
            Teatro Prometeo CCE
            Avenida 6 de Diciembre y Tarqui
            Eintritt frei | Offen für das allgemeine Publikum
            Veranstalter | Goethe-Institut São Paulo y Museo Casa del Alabado
            Ünterstützt von | Teatro Prometeo y Asociación Casa Humboldt


            Mehr Informationen unter:

            Luisa Ambrosi educacion@alabado.org
            02-2280940 ext. 19