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Foto: Pedro Victor Brandão

Humboldts Papagei

Ausstellung

In Lateinamerika konzentrieren sich zehn Prozent der weltweit gesprochenen Sprachen. Allein in Brasilien gibt es noch etwa 160, jedoch schätzt man, dass mehr als 85 Prozent der im Jahre 1500 noch lebenden indigenen Sprachen ausgestorben sind. Einige der bedrohten Sprachen werden von 15 Künstlern in der Ausstellung Humboldts Papagei vor dem Verschwinden bewahrt.

Für den Titel der Ausstellung ließ man sich vom Mythos um den Papagei inspirieren, den einst der deutsche Entdecker und Naturalist Alexander von Humboldt von dem indigenen Volk der Kariben im Urwald des Orinocos auf einer seiner Reisen erwarb.
Für den Titel der Ausstellung ließ man sich vom Mythos um den Papagei inspirieren, den einst der deutsche Entdecker und Naturalist Alexander von Humboldt von dem indigenen Volk der Kariben im Urwald des Orinocos auf einer seiner Reisen erwarb, die ihn zwischen 1799 und 1804 in die Länder Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Peru, Kuba und Mexiko führten.

Durch die Beschäftigung mit 15 Sprachen aus Südamerika trug eine Gruppe von Künstlern zur Erstellung der Installation Arbeiten bei, die einen Bezug zum indigenen sprachlichen Erbe aufweisen. Bei der Auswahl dieser Sprachen kam es nicht nur auf die historische und kulturelle Bedeutung der Sprache und ethnischen Gruppe an, sondern auch auf den Grad ihrer Gefährdung sowie ihren ästhetischen Reiz.

Die Ausstellung wird sowohl in Rio de Janeiro, São Paulo, Buenos Aires, Santiago, Caracas, Lima, La Paz und Montevideo zu sehen sein, als auch in Venedig, im Mousonturm Frankfurt am Main, im Ethnologischen Museum Berlin und im Goethe-Institut New York.

Künstler

Brasilien: Adriana Barreto, Paulo Nazareth – Uruguay: Gustavo Tabares – Argentinien: Sofia Medici & Laura Kalauz – Chile: Rainer Krause – Bolivien: Sonia Falcone & José Laura Yapita – Peru: José Huamán Turpo – Venezuela: Muu Blanco – Paraguay: Javier López / Erika Meza – Ecuador: Fabiano Kueva – Guatemala: Sandra Monterroso – Costa Rica: Priscilla Monge – Nicaragua: Raul Quintanilla – Panama: Orgun Wagua – Deutschland/Brasilien: Ellen Slegers

Venedig | 9.5. bis 22.11. 2015 | Biennale von Venedig
Porto Alegre | August 2015 | Goethe-Institut Porto Alegre
São Paulo | 04.08. bis 04.10. 2015 | Oca, Cúpula, Parque do Ibirapuera, São Paulo
Dresden | Oktober 2016 | Dresden-Hellerau
Realisierung: Goethe-Institut