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Die Zukünfte der afrikanischen Diaspora - Foto: Colourbox.com

Die Zukünfte der afrikanischen Diaspora

Videokonferenz

In den Achtzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts entstand in der Kunstszene der afrikanischen Diaspora der Afro-Futurismus, eine ästhetische, literarische und kulturelle Bewegung, die Elemente aus Science-Fiction, Fantasie und magischem Realismus verband, um Themen und Fragestellungen über die Zerstreuung der Afrikaner in der Welt zu erörtern.
Indem man über eine Videokonferenz São Paulo, Johannesburg und New York verbindet, werden die Tendenzen und die Rolle des Afro-Futurismus diskutiert.
Zurzeit scheint es auf dem afrikanischen Kontinent Tendenzen zu geben, die diesen Afro-Futurismus fortsetzen oder neue Ausdrucksformen erzeugen, deren gemeinsames Merkmal die Utopie einer Welt ohne Rassismus ist.

Indem man über eine Videokenferenz São Paulo, Johannesburg und New York, also drei Städte in Ländern mit einer repräsentativen afrikanischstämmigen Bevölkerung und kultureller Produktion verbindet, werden die Tendenzen und die Rolle des Afro-Futurismus diskutiert, für die ganze Welt in Echtzeit und unter der Teilnahme lokaler Künstler, ihres Publikums und Kontexts.

Einige der zu behandelnden Fragen sind: Wie können mittels der Sprache der zeitgenössischen Kunst Zukunftsvisionen für den Kontinent und für die afrikanische Diaspora entwickelt werden? Wie stellen sich die Künstler die Zukunft vor und was sagen die Diskussionen über die Zukunft der Kunst aus? Kann eine künstlerische Sprache geschaffen werden, die mit den Fragen der Zukunft umgehen kann? Wie groß ist der Einfluss des Afro-Futurismus in der Kunstszene von heute?






Ko dwo Eshun

Künstler und Kunsttheoretiker

Großbritanien

Ko dwo Eshunist Künstler und Kunsttheoretiker. Er ist Dozent für zeitgenössische Kunsttheorie am Institut für Visuelle Kultur, Goldsmiths, an der University of London.


Rike Sitas

Forscherin am African Centre for Cities

South Africa

Rike Sitas forscht am African Centre for Cities in Südafrika. Sie hat an verschiedenen Kunstprojekten mitgearbeitet und eine Reihe von individuellen und gemeinschaftlichen Ausstellungen produziert, wie auch interaktive Kunst, Videokunst und öffentliche Performances.


Leda Martins

Dichterin, Essayistin und Dozentin

Brasilien

Promovierte Literaturwissenschaftlerin mit einer Dissertation über Theater, postgraduierte an der Universität New York über Forschung und Theorie der Performance. Professorin an der Universität des Bundesstaats Minas Gerais und dort Direktorin für kulturelle Aktivitäten.


Viny Rodrigues

Soziologe und Aktivist

Brasilien

Master in Politikwissenschaften an der PUC-SP, DJ, Kulturproduzent und Mitglied des Kollektivs „Sistema Negro“, einem Zusammenschluss von schwarzen DJs, Künstlern und Denkern.


Daniel Lima

Produzent, Verleger und Kurator

Brasilien

Mitglied der Frente 3 de Fevereiro, einer transdisziplinären Gruppe, die mit Interventionen in der Stadt, Musik und Dokumentarfilmen den Rassismus in Brasilien und in der Welt diskutiert. Das Manifest der Frente entlarvt die „Rassendemokratie“ als Maske, die die eigentliche Diskriminierung versteckt.

Realisierung: Goethe-Institut São Paulo | Goethe-Institut Johannesburg | Goethe-Institut New York