Episoden


Utopien im Wald, Foto: Fernando Arias

Utopien im Wald

Kunstresidenz

Im Mittelpunkt der Residenz Utopien im Wald stehen die Träume, die Botschaften und die Informationen, die die Menschen, die im Amazonasbecken Brasiliens und Kolumbiens leben, gemeinsam haben. Die Residenz bietet einen vermeintlich „außergewöhnlichen“ Ort an, an dem sich die Teilnehmer mit ursprünglichen und einheimischen Themen befassen können, inklusive Wissensaustausch mit den Menschen aus der Region.

Das Projekt, das seinen Sitz in Kolumbien hat, wird zwischen vier und acht Wochen dauern und sich auf Chocó an der Pazifikküste sowie auf angeschlossene Orte in den Städten Cali, Medellín und Bogotá verteilen.
Die Episode ist Teil eines größeren Programms der kolumbianischen Stiftung Más Arte Más Acción mit dem Titel Intercambios Sur-Sur [Süd-Süd Austausch]. Erdacht wurde es vom Künstler und Kurator Fernando Arias. Erste Residentin der Episode Utopien im Wald war die Choreografin Lia Rodrigues. Die brasilianische Choreografin hat sich in ihren letzten Arbeiten mit der Beschaffenheit des Kollektivs und den komplexen Beziehungen zwischen der Gruppe und dem Individuum auseinander gesetzt.

Es geht hier um einen internationalen Austausch zwischen den Teilnehmern aus Afrika, Asien und Lateinamerika, mit dem Ziel, eine gemeinschaftliche Arbeit und Diskussion unter den Künstlern, Denkern, den lokalen Anführern und der Bevölkerung in Gang zu setzen, um so Reflexionsräume für Utopien und Dystopien sowie zu sozialen oder Umweltfragen zu schaffen. Das Projekt, das seinen Sitz in Kolumbien hat, wird zwischen vier und acht Wochen dauern und sich auf Chocó an der Pazifikküste sowie auf angeschlossene Orte in den Städten Cali, Medellín und Bogotá verteilen.

„Ich muss mich unter die Leute mischen, die um mich herum sind“ – der kolumbianische Künstler Fernando Arias (goethe.de)






Lia Rodrigues

Choreografin

Brasilien

Lia Rodrigues gründete und leitete über 13 Jahre das Festival Panorama da Dança in Rio de Janeiro. Im Jahre 1990 gründete sie ebenfalls in Rio de Janeiro die Lia Rodrigues Companhia de Danças. Seit 2004 realisiert die Tanzkompanie künstlerische und pädagogische Projekte im Elendsviertel Favela da Maré. Lia Rodrigues nimmt an der Episode Utopien im Regenwald teil.


Fernando Arias

Künstler, Kurator

Kolumbien / Großbritannien

Fernando Arias arbeitet zwischen Bogotá, der entlegenen kolumbianischen Pazifikküste von Chocó und London. In seiner Fotografie- und Videokunst sowie in seinen Installationen und Interventionen behandelt er Anliegen wie Konflikte, Sexualität und Religion aber auch Sozial- und Umweltthemen.


Sebastian Meschenmoser



studierte von 2001 an visuelle Kunst in Mainz. 2006 studierte er an der École nationale supérieure d’Art Dijon. Seit 2008 ist er freischaffender Künstler in Berlin.


Antonia Baehr



studierte Film und Medienkunst an der Berliner Universität der Künste bei VALIE EXPORT (1996) und absolvierte ihren Master in Performance an der School of the Art Institute of Chicago. Baehr ist Produzentin des Tänzers Werner Hirsch, des Musikers und Choreographen Henri Fleur, des Komponisten Henry Wilt, sowie des Ehemanns Henry Wilde, unter anderen.


Carola Caggiano



wurde in Italien geboren. 1997 zog sie als Hausbesetzerin nach London und lernte Zirkuskunststücke, die sie auf der Straße aufführte. 1999 ging sie zum Studium der Geologie nach Madrid. 2004 zog sie nach Berlin und lernte bei russischen Lehrern Cello und Klavier, studierte Audiowellen und arbeitete als Ton- und Lichttechnikerin am Theater.

Realisierung: Goethe-Institut | Stiftung Más Arte Más Acción
Kooperation: ARTS COLLABORATORY / Hivos y DOEN | Prince Claus Fund