Episoden


Foto: Goethe-Institut São Paulo

URGÊNCIAS! - DRINGLICHKEITEN!

Begegnungen
Mai 2016 bis Dezember 2017

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Audio Dringlichkeiten! Erde. Goethe-Institut, São Paulo, 11.03.2017

Wir müssen (uns) begegnen.
Wir leben in Zeiten der Dringlichkeiten.
Informationsflüsse übercodieren den Fluxus der Körper.
Argumentieren ist nicht mehr genug.
Zeigen ist nicht mehr genug.
Sehen ist nicht mehr genug.
Posten, liken, teilen, blockieren.
Argumentieren ist nicht mehr genug.
Zeigen ist nicht mehr genug.
Sehen ist nicht mehr genug.
Posten, liken, teilen, blockieren.
Begehren zusammengefasst, zielgerichtet, gefangen?
Individuelles Begehren, individualistisch,
moralisch, dual.
Freunde finden, verlinkt bleiben;
verfügbar sein; 24/7
Der Kapitalismus richtet sich neu aus, aber nicht ein.
Instrumentelle, imperialistische, neoliberale Vernunft.
Kapitalistische Vernunft. Klassenvernunft. Rassistische Vernunft.
Kolonial-sklavokratisches Unterbewusstsein.
Algorithmen und Diagramme.
Es geht um Produzieren, unwichtig, was.
Die Katastrophen generieren Gewinn,
Die Massaker generieren Statistik; oder nicht einmal mehr das.
Sättigungspunkte.
Wendepunkte?
Wir sind hartnäckig, hartnäckig, hartnäckig …
Werden wir immer zu spät sein?
Wir reagieren mehr, als dass wir agieren,
Sind wir Reaktionäre geworden? Konservativ?
Haben wir vergessen, dass erhaltungswürdig allein Leben und seine Bedingungen sind?
Wir müssen mit der Zeit denken.
Wir müssen uns organisieren.
Wir brauchen eine neue Linke.
Oder ein Jenseits der Linken?
Widerstand auf anderen Ebenen.
Brauchen wir das?
Wer wir?
Keimzellen von Welt, die aus dem nicht Hinnehmbaren entstehen.
Keimzeit unterstützen.
Politische Vorstellungskraft
“Kämpfe wie ein Mädchen”.

Das Programm Autonomer Kultureller Aktionen (P.A.C.A.) bietet gemeinsam mit dem Goethe-Institut São Paulo im Lauf des Jahres 2016 eine Reihe von sechs Begegnungen unter dem Titel „Urgências!“ (Dringlichkeiten) an. Die Begegnungen versuchen einen Raum für direkte Diskussion von Ereignissen und Fragen zu bieten, die alltäglich als Ausnahme, Neuigkeit, Unfall oder Nachricht präsentiert werden und als solche die Gesellschaft zu überfallen scheinen. Doch im genaueren, ausfürlichen Ausblick erkennen wir, dass solche Ereignisse sich systematisch als fundamental für das Verständnis Brasiliens erweisen.



REVISTA DR | www.revistadr.com.br
DR ist eine Zeitschrift von Frauen für Politik und Kultur. Sie ist ein auf den Ton bedachtes Gesprächsangebot, in dem es möglich ist, eine Stimme zu haben, ohne die Sprache und Gesten der „Wahrheitsregime“ anzunehmen. Ihre Herausgeberinnen sind: Anna Kiffer, Fernanda Bruno, Mariana Patrício, Oiara Bonilla, Tatiana Roque und Thamyra Tamara.

P.A.C.A. – PROGRAMA DE AÇÕES CULTURAIS AUTÔNOMAS
Das Programm für autonome kulturelle Aktionen P.A.C.A. äußert sich über regelmäßige, öffentliche und kostenlose Aktivitäten, offene Seminare, Textproduktion, Arbeitsgruppen und andere Formate der Darstellung sowie in Form kollektiver Dynamiken der Diskussion und Produktion. Das P.A.C.A. wurde 2014 gegründet und wird organisiert von der Psychoanalystin und Kulturkritikerin Suely Rolnik, dem Künstler Amilcar Packer, der Mathematikerin und Philosophin Tatiana Roque sowie dem Kulturkritiker Max Jorge Hinderer Cruz.



Flavia Marreiro

Journalistin

Brasilien

Flávia Marreiro ist stellvertretende Chefredakteurin der spanischen Zeitung El País in Brasilien. Für mehr als ein Jahrzehnt war sie Journalistin der brasilianischen Tageszeitung Folha de São Paulo, etwa als Korrespondentin in Caracas und Buenos Aires. Im Jahr 2014 war sie Stipendiatin des Reuters Institute for the Study of Journalism an der Universität Oxford.


Jens Glüsing

Jornalist

Deutschland

Nascido em Hamburgo, é correspondente da revista alemã “Der Spiegel” para a América Latina. Vive desde 1991 no Rio de Janeiro. É autor de “Das Guayana-Projekt” e "Brasilien - eine Landeskunde".


Djamila Ribeiro

Forscherin und Philosophin

Brasilien

Djamila Ribeiro ist Kolumnistin des brasilianischen Magazins Carta Capital, hat an der Unifesp politische Philosophie studiert und forscht in den Bereichen Feminismus und politische Philosophie.


Paula Miraglia

Cellistin und Komponistin

Brasilien

Ihre Arbeiten reichen von der brasilianischen Instrumentalmusik über die Música Popular bis hin zur experimentellen Musik. Sie hat an der Universität von São Paulo (USP) Musik studiert und engagiert sich am Zentrum für kinematografischen Tanz, in der Gruppe Esparrama, der Kompanie der Unruhigen, dem Sinfonietta-Orchester Tucca Fortíssima – Schüler des Dirigenten und dem Jugendorchester des Bundesstaates São Paulo. Sie ist bereits im zweiten Jahr in Folge Teil der Episode Revoltierende Masse.


Holmes Wilson

Digitaler Aktivist

USA

Mitbegründer und Leiter von Fight for the Future, einer in den USA ansässigen Organisation zum Schutz digitaler Rechte. Seit 2003 entwickelt er Kampagnen, Organisationen und Applikationen für sozialen Wandel.


Hailey Kaas

Schriftstellerin, Übersetzerin

Brasilien

Hailey Kaas ist Schriftstellerin, Übersetzerin, militante Transfeministin und Leiterin des Kollektivs Transfeminismus.​


Lilith Passos

Studentin und Aktivistin

Brasilien

Im Alter von 15 Jahren nahm Lilith Passos an der "Schulbesetzung im November 2015" teil, einer breiten Bewegung, die mehrere öffentliche Schulen in der Stadt São Paulo besetzt hielt. Als Tochter von Journalisten und Aktivisten beteiligte Sie sich schon sehr früh an Aktionen, vor allem im Kampf um die Rechte schwarzer Frauen und Bewohnerinnen der Randzonen der Stadt.


Suely Rolnik

Psychoanalytikerin, Kuratorin, Kunst- und Kulturkritikerin

Brasilien

Als Professorin an der PUC-SP koordiniert sie u.a. das Zentrum für Studien und Forschungen der Subjektivität.


Kelly Gillespie

Anthropologin

Südafrika

Kelly Gillespie ist Dozentin an der Abteilung für Anthropologie der Universität von Witwatersrand. Ihr Forschungsinteresse gilt den Themen Strafrecht, Rechtsanthropologie und den Auffassungen von Geschichte, Rasse und Sexualität in Südafrika. Ihre aktuelle Arbeit handelt von der intimen Gewalt und deren Widerhall in den Beziehungen von Öffentlichem und Privatem und bei Strafgerichtsverhandlungen. Kelly Gillespie ist Teilnehmerin der Episode Observatorium des Südens.


Neo Muyanga

Musiker und Komponist

Südafrika

Neo Muyanga arbeitet als Dirigent und tourt mit verschiedenen Produktionen der Royal Shakespeare Company, Handspring Puppet Company, Paco Pena's Flamenco Ensemble und Produktionen von William Kentridge. Als „Composer in Residence“ am Wits Institute for Social and Economic Research (WISER) an der Witwatersrand Universität, Südafrika, und dem Humanities Research Institute (HRI) an der University of California, forscht er zu Ästhetik und beschäftigt sich mit der schwarzen Oper.


Andreza Delgado

Studentin und Aktivistin

Brasilien

Literaturstudentin, Feministin, Aktivistin der Schwarzenbewegung, Mitglied des Kollektivs „Ocupação Preta“ von Studenten der Universität São Paulo, die sich dort für mehr Inklusion von jungen Schwarzen und Armen einsetzen.


Daiara Tukano 

Dozentin, Künstlerin, indigene, feministische Aktivistin

Brasilien

Verteidigerin der Menschenrechte vom indigenen Volk der Tukano aus Amazonien ist zurzeit politische Korrespondentin für Rádio Yandé, das erste indigene Radio Brasiliens. Sie forscht am Masterstudiengang Menschenrechte über das Recht auf Wahrheit und indigene Geschichte im brasilianischen Bildungssystem. Sie lebt in Brasilia.


Flávio Donizete da Costa

Lehrer

Brasilien

Portugiesischlehrer im städtischen Bildungsdienst von São Paulo und Priester des Umbanda Bàbákekere am Ilê Aşè Alaketú Oba Ofá Omi. 


Ruth Camacho

Rechtsanwältin

Bolivien-Brasilien

1993 bis 2003 war sie juristische Beraterin am Pastoralzentrum für Migration / Friedensmission. Sie ist Mitbegründerin des Presença América Latina (PAL) und der brasilianischen Vereinigung für Folklorekultur Brasilien - Bolivien. Zurzeit ist sie in der Vereinigung der bolivianischen Kommunikatoren in Brasilien (Ascombolbra) aktiv. 


Hasan Zarif

Aktivist

Brasilien-Palestina

Vertreter der „Bewegung Palästina für alle“ (MOP@AT). 


Erica Malunguinho

Pädagogin, Kunstpädagogin und Kulturagentin

Brasilien

Arbeitet in der Ausbildung von Lehrer*innen und Kunstpädagog*innen, gründete und leitet den schwarzen Kunst- und Kulturraum „Aparelha Luzia“. Sie ist Mitarbeiterin des „Núcleo Amanar“ der „Casa das Áfricas“ sowie der schwarzen politischen Artikulationsgruppe „Grupo de Articulação Política Preta“ (GAPP). Sie ist Master in Ästhetik und Kunstgeschichte der Universität São Paulo.


Giovana Xavier

Historikerin

Brasilien

Giovana Xavier lehrt an der Universität UFRJ und ist Koordinatorin der Gruppe „Intelectuais Negras“.


Silvia Federici

Schriftstellerin

Italien / USA

Geboren in Italien, lebt seit den 1960er Jahren in den USA, wo sie als Feministin und in Zusammenarbeit mit der Schwarzenbewegung aktiv ist. In den 1980er Jahren lebte und lehrte sie für einige Jahre in Nigeria, wo sie mit Frauenorganisationen und gegen Strukturanpassungsmaßnahmen in Afrika aktiv war.


Sandra Benites

Pädagogin

Brasilien

Nach der Ausbildung im Programm Licenciatura Intercultural Indígena do Sul da Mata Atlântica wurde sie von der Guarani-Gemeinschaft von Rio de Janeiro zur pädagogischen Koordinatorin des Bildungsdezernats im Landkreis Maricá (Bundesstaat Rio de Janeiro) bestimmt. Derzeit ist sie Masterstudentin in


Revista DR

Brasilien

DR ist eine Zeitschrift von Frauen für Politik und Kultur. Sie ist ein auf den Ton bedachtes Gesprächsangebot, in dem es möglich ist, eine Stimme zu haben, ohne die Sprache und Gesten der „Wahrheitsregime“ anzunehmen. Ihre Herausgeberinnen sind: Anna Kiffer, Fernanda Bruno, Mariana Patrício, Oiara Bonilla, Tatiana Roque und Thamyra Tamara.


P.A.C.A.

Brasilien

Das Programm für autonome kulturelle Aktionen P.A.C.A. äußert sich über regelmäßige, öffentliche und kostenlose Aktivitäten, offene Seminare, Textproduktion, Arbeitsgruppen und andere Formate der Darstellung sowie in Form kollektiver Dynamiken der Diskussion und Produktion.

Realisierung: Goethe-Institut und Programa de Ações Culturais Autônomas (P.A.C.A.)