Episoden


 Festival do Sul

  • Festival des Südens

    Goethe-Institut und Sesc São Paulo beschließen das Projekt Episoden des Südens mit Performance-Karussell, Dokumentarfilm und einer Diskussion mit einem indischen Anthropologen.

    Performance-Karussell, eine Diskussionen über Macht und Privileg, eine Dokumentation über die senegalesische Diaspora, eine Konferenz über indigene Kunst mit Repräsentanten aus ganz Brasilien: Im November und Dezember veranstaltet das Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit dem Sesc São Paulo das Festival do Sul (Festival des Südens) als Abschluss des Projekts Episoden des Südens, das von 2015 bis 2017 neue Visionen und Beiträge des „Südens“ in Kunst, Wissenschaft und Kultur anzustoßen versuchte.

    Vom 6. bis 20. November wird als besonderer Höhepunkt des Festivalprogramms im SESC Consolação< die performatische Installation Carrossel Performático de Fyodor - De cabeça para baixo (Fyodors Performance-Karussell - Kopfüber) des russischen Künstlers Fyodor Pavlov-Andreevich zu erleben sein, das sich mit der Dynamik zwischen Künstler, Kunst und Publikum beschäftigt. Wie in einem Karussell auf einem Vergnügungspark inszenieren neun Künstler eine Performance, jeder in seinem Raum. Jede Stunde hält das von Fahrradergometern angetriebene Karussell an, und das Publikum kann eintreten und mit den Performances interagieren.
    Performance-Karussell, eine Diskussionen über Macht und Privileg, eine Dokumentation über die senegalesische Diaspora, eine Konferenz über indigene Kunst mit Repräsentanten aus ganz Brasilien.


    Es laufen Performances von Rafael Menova (Brasilien) Guta Galli (Brasilien), Clarissa Sacchelli (Brasilien) Evamaria Schaller (Deutschland), Jamie Lewis Hadley (Vereinigtes Königreich), Anguezomo Mba Bikoro (Deutschland), PASHIAS (Chipre) und von Andreevich selbst.

    Weiter auf dem Programm des Festivals des Südens stehen Gäste, die an „Urgências! Meça seus privilégios“ (Dringlichkeiten! Messe deine Privilegien) am 15. November von 14 bis 20 Uhr im Goethe-Institut teilnehmen werden. Die brasilianische Sozialpsychologin Lia Vainer Schuckmann und die Kunstpädagogin Diran Castro werden über das Verhältnis von Enteignung, Recht, Privilegien und Macht diskutieren. Die Koordination hat Amilcar Packer vom Programm für autonome kulturelle Aktionen P.A.C.A.

    Ebenfalls Teil des Programms ist die Präsentation und Aufführung des Dokumentarfilms „Teranga“ von Daniel Lima und Raquel Borges über Senegal sowie deren gedruckter Kartografie des Landes. Im ersten Halbjahr 2017 recherchierten Daniel Lima und Raquel Borges über senegalesische Einwanderer in São Paulo, besuchten die senegalesische Hauptstadt Dakar und eine Reihe von weiteren Städten im Landesinneren. Daraus entstand eine Investigation-Aktion über die jüngere Geschichte des Landes, die Kontinuität der europäischen Macht über afrikanische Länder und die sich entwickelnden neuen Migrationsströme. Editiert und übersetzt wurden die erarbeiteten Inhalte von senegalesischen Einwanderern in São Paulo. Die Präsentation im Rahmen des Projekts Neue Diasporas: Episode Senegal ist am 20. November (Tag des Schwarzen Bewusstseins) von 11 bis 13 Uhr im SESC Consolação mit einer Verkostung von kulinarischen Beiträgen aus dem Senegal.

    Das Festival des Südens endet mit einer von Pablo Lafuente und Ailton Krenak koordinierten Begegnung zu indigener Kunst im Goethe-Institut São Paulo. Diese Begegnung mit Mitgliedern indigener Gemeinschaften aus ganz Brasilien geschieht am 1. und 2. Dezember und wird am 1. Dezember von 19 bis 22 Uhr auch für das Publikum offen sein. Ziel der Veranstaltung ist die Diskussion über den Stand indigener kultureller und künstlerischer Produktion heute und ihrer möglichen Berührungspunkte, Spannungen, Kollisionen und Verbindungen mit institutionellen Kontexten der modernen und zeitgenössischen Kunst.
    Durchführung: Goethe-Institut São Paulo

    Mit Unterstützung von SESC São Paulo, Rosa-Luxemburg-Stiftung, P.A.C.A., Invisíveis Produções