Salvador/Hamburg: Frühe und späte Globalisierung

Symposium

Salvador/Hamburg: Frühe und späte Globalisierung und urbane Umgebungen

Das Symposium analysiert die Globalisierungsprozesse in Salvador und Hamburg ebenso wie die sozialen Beziehungen in diesen beiden Städten, anhand ihrer Architektur und ihrer physischen Strukturen unter Rückgriff auf Methoden der Raumsoziologie.

© Goethe-Institut

Städte sind in unserem Verständnis Konvergenz- und Kristallisationspunkte der Globalisierung. Aus diesem Blickwinkel repräsentiert Salvador die frühe Globalisierung, als Stadt Resultat der europäischen Expansionswelle im 16. Jahrhundert, während Hamburg als Beispiel für die späte Globalisierung dient, ein Begriff, der auf die zunehmende Vernetzung der Weltwirtschaft durch Direktinvestitionen seit den 1960er-Jahren zielt.

Salvador, gegründet im Kontext globaler Interessen im 16. Jahrhundert, wuchs schnell und wurde als Umschlagplatz bald Hauptstadt der portugiesischen Kolonie, die Zucker produzierte und nach Europa aus- und versklavte Arbeitskräfte aus Afrika einführte. Bis heute ist das Stadtbild zu einem großen Teil von den Strukturen geprägt, die damals entstanden sind.

Hamburg, dessen Hafen momentan in Folge der Globalisierung internationaler Eliten und des Seehandels mit Containerschiffen radikal umgebaut wird, ist im aktuellen Deutschland das Beispiel für späte Globalisierung und deren Konsequenzen für den städtischen Raum.
Organisiert vom PPG-AU (UFBA), der ABEBA (Bahianische Vereinigung der ehemaligen Stipendiaten in Deutschland) und dem Goethe-Institut.
Links zum Thema