Kamerunische Regisseurinnen

Goethe-Institut Kamerun
Goethe-Institut Kamerun

In Afrika wählen nur wenige Frauen den Beruf einer Regisseurin, und es existieren auf dem Gebiet der Regie noch große Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern. Nach Schätzungen wurden ungefähr vierzig  von fünfzig  Filmen im Jahr 2010 in Kamerun von Männern gedreht und nur zehn von Frauen.

Ariane Astrid Atodji und Joséphine Ndagnou sind zwei Frauen, denen es in Kamerun gelungen ist,mit Tabus und Vorurteilen zu brechen und sich als professionelle Regisseurinnen in der bisher primär von Männern dominierten afrikanischen Filmszene durchzusetzen. Mit ihnen und weiteren Filmemacherinnen kann in nächster Zukunft gerechnet werden.

Ariane Astrid Atodji

Nach einem Studium am Fachbereich für Kunst und Theater (Arts et Spectacle) der Universität Jaunde I und dem Abschluss Bachelor (Licence, 2007), gehörte Ariane Astrid Atodji zu den für das „Finale“ ausgewählten Teilnehmern an dem vom Goethe-Institut organisierten panafrikanischen Dokumentarfilmwettbewerb „Latitudes-Quests for the good life“ 2009.

Als Assistentin von Jan Tretschok (HBK Saarbrücken, Fachbereich Medienwissenschaft) ist sie zwischen 2010 und 2012 bei verschiedenen vom Goethe-Institut in den Partnerschulen PASCH organisierten Workshops zum Thema „Deutschunterricht und Film" beteiligt.

Filmverzeichnis 

2009: Latitudes Quest for the good life  

2010: Koundi et le jeudi National

2011: Therese, how do you get by?

Ihr erster dokumentarischer Spielfilm "Koundi et le jeudi National", der in Koproduktion mit dem Goethe-Institut entstanden ist, wurde auf zahlreichen Festivals in der ganzen Welt gezeigt: Durban, Leipzig, Göteborg, Hot Doc Toronto, Dok-Fest München, Cinéma du Réel in Paris, FIFF von Namur. Der Film erhielt verschiedene Preise:

  • Sonderpreis der Jury auf dem Internationalen Filmfestival in Dubai 2010.
  • Publikumspreis auf dem Internationalen Festival des Frauenfilms, Dortmund/Köln 2011.
  • Griot-Preis für den besten dokumentarischen Spielfilm, Filmfestival Africano/Tarifa, Spanien 2011.
  • Preis des besten Dokumentarfilms, MIRADASDOC/Teneriffa 2011.
  • Preis der Studenten-Jury für den besten Dokumentarfilm, Cinéma d’Afrique Apt/Frankreich 2011.
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Joséphine Ndagnou

Nach dem Abschluss eines Diploms als Regisseurin für audiovisuelle Medien an der Hochschule für Audiovisuelle Medien (ESRA) in Paris (1987) und dem Abschluss eines Magisters im Bereich filmische und audiovisuelle Studien 1989, war Josephine Ndagnou als Regisseurin und Redakteurin für Magazine, Dokumentarsendungen, Werbespots und Spielfilme beim Kameruner Fernsehen (CRTV) beschäftigt.

Im gleichen Zeitraum war sie auch als Regie-Assistentin und als Schauspielerin im Rahmen der Produktion von Fernsehfilmen tätig.

Filmverzeichnis:

1992: Le dernier voyage, Jean-Marie Teno

2004: Les saignantes, Jean-Pierre Bekolo

2006: Paris à tout prix

2006 wird sie Geschäftsführerin von Soba-Films und realisiert ihren ersten Spielfilm ("Paris à tout prix") und nimmt an zahlreichen Festivals auf der ganzen Welt teil: Festival von Cannes, Festival für Frauenfilme in Florenz, Italien, Afrika im Bild in Amsterdam, Niederlande, African Diaspora Filmfestival in New York, USA. Ndagnou hat mehrere Preise für "Paris à tout prix" erhalten:

  • Sonderpreis der Jury, Fespaco von Ouagadougou in Burkina Faso 2009;
  • Preis der Frankophonie auf dem Festival "Ansichten Afrikas von Montreal" in Kanada 2009.

 

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