Und was kommt nach tausend? (ab 4 Jahren)

Anette Bley "Und was kommt nach tausend?
Eine Bilderbuchgeschichte vom Tod"
Bilderbuch, 32 Seiten
2. Auflage
Ravensburger Buchverlag, 2006
ISBN 3-473-33070-1
"Und was kommt nach tausend?" fragt die kleine Lisa in Anette Bleys liebevoll erzähltem gleichnamigem Buch den greisen Otto, ihren liebsten Freund. Mit dem zählt sie. Bis 16 sind die beiden schon gekommen, als Lisa die Sterne am Himmel entdeckt. Tausend sind es, mindestens. Sagt Otto. Und baut ihr, wenn er nicht zählt, zwischendurch eine Schleuder, erzählt ihr alles über den Garten, tanzt den großen Indianer-Siegestanz mit ihr oder gibt ihr von seinen geliebten Notkeksen ab. Otto, lernt Lisa, weiß alles. Doch dann wird der alte Herr sehr krank und kann nicht mehr zu Lisa in den Garten kommen. Er liegt mit schneeweißem Gesicht im Bett. Weiß, daß seine Zeit gekommen ist und sagt Lisa, daß er sterben muß. Lisa bleibt bei ihm - und muß ihn eines Tages doch gehen lassen. Der Abschied fällt schwer - das kleine Mädchen fühlt sich nach Ottos Tod mächtig alleingelassen. Sie ist mal zornig, mal still, sie weint mit Ottos Frau Olga - und begreift schließlich, daß jemand, den man nicht mehr sehen kann, trotzdem noch da ist. Tief in unserem Herzen. Einfühlsam erzählt Anette Bley von der ersten Begegnung eines Kindes mit dem Tod und von den aufwühlenden Emotionen, die das Erlebnis bei ihm auslöst. Ottos Witwe Olga, die trotz des großen Kummers offen mit dem Thema umgeht, ist ihr dabei ein liebevoller Beistand. Besonders wichtig: Nichts wird zum Tabu, das Kind fühlt sich ernst genommen. Großartige, anrührende Bilder der Autorin und witzige Kinderzeichnungen am Bildrand tragen auf ihre Weise dazu bei, dem Tod den Schrecken zu nehmen.
Silke Böttcher "Omalotte darf nicht sterben",
Die Literarische Welt, Heft 227/2005
"Die Silberne Feder", der Kinder- und Jugendbuchpreis des deutschen Ärztinnenbundes e.V., nimmt "Und was kommt nach tausend?" in die Empfehlungen des Jahres 2005 auf.
Anette Bley Anette Bley, geboren 1967, erklärte sich als Kind die Welt über das Zeichnen, ähnlich wie ihre Hauptfigur Lisa. Die Freude am zeichnerischen Vermitteln von Gedanken hat sie in ihrem Studium der Grafik und Malerei in den USA, Mannheim und München vertieft. Sie absolvierte 1996 ihren Abschluss als Meisterschülerin von Robin Page. Danach begann sie eine Ausbildung über aktives und passives Lernen/ Montessoribasis am Institut für ganzheitliches Lernen. Heute arbeitet Anette Bley als Illustratorin, Autorin und Dozentin in München.










