Drvenkar, Zoran

Cengiz und Locke (ab 14 Jahren)

Cengiz und LockeZoran Drvenkar
"Cengiz und Locke"
336 Seiten
Carlsen, 2002
ISBN 3-551-58074-X


Cengiz und Locke leben in Berlin. Beide sind vierzehn Jahre alt und gehören zur selben Clique aus deutschen und türkischen Jugendlichen.

Cengiz, der Mongole, kommt aus einem traditionellen Elternhaus, in dem sein despotischer Vater das Sagen hat. Locke, eigentlich Matthias, lebt bei seiner depressiven Mutter, die Abend für Abend darauf wartet, dass Lockes Vater sich wieder bei ihr meldet. Bei einem missglückten Einbruch kommen die beiden sich näher. An nur einem Wochenende eskaliert die immer schon angespannte Situation mit der verfeindeten Clique - den verhassten Yugos . Alles beginnt mit einer Schießerei, Cengiz und Locke sind mittendrin - in Berlin und in einer Spirale der Gewalt, der sie sich nicht entziehen können...

In der Laudatio auf den Preisträger beschreiben die jugendlichen Jury-Mitglieder des Hansjörg-Martin-Preises ihren Eindruck:" ... dein Buch hat uns glatt umgehauen. Wir alle haben es in kurzer Zeit verschlungen und dabei die Welt um uns herum vergessen. Noch nie waren wir so tief in den Köpfen von Buchcharakteren drin. Die Du-Form, bei der du die handelnden Figuren jeweils abwechselnd anredest, funktioniert fantastisch. Dadurch verwandelst du den Leser in die jeweils agierende Person und konfrontierst ihn mit einer harten, kalten Realität. Man hat das Gefühl, die Geschichte selbst mit zu erleben, anstatt sie nur von außen zu betrachten."

Für seinen Roman „Cengiz & Locke“ erhielt Zoran Drvenkar im Jahr 2003 den Hansjörg Martin Preis - Kinder- und Jugendkrimipreis des SYNDIKATES und 2004 den Hans-im-Glück-Preis der Kreisstadt Limburg a.d. Lahn für Jugendliteratur.



Zoran DrvenkarZoran Drvenkar
Zoran Drvenkar wurde 1967 in Krizevci, Kroatien, geboren und zog als Dreijähriger mit seinen Eltern nach Berlin. Seit 1989 arbeitet Zoran Drvenkar als freier Schriftsteller. Für seine Romane, Gedichte und Kurzgeschichten erhielt er mehrere Literaturstipendien. 1999 erhielt er den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis für seinen Roman "Niemand so stark wie wir", den Science-Fiction-Preis der Berliner Festspiele für seine Erzählung "Die Alte Stadt" und 2001 wurde er mit "Im Regen stehen" für den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Jugendbuch nominiert.

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