Hundert Tage bis Lhasa (ab 12 Jahren)

Christa-Maria Zimmermann
"Hundert Tage bis Lhasa"
304 Seiten
Arena, 2004
ISBN 3-401-05420-1
Im Jahre 1923 überquert die 13-jährige Pemu den Himalaja auf ihrer Flucht vor den Bürgerkriegswirren in China, in denen sie ihre Eltern verloren hat. Sie hofft, die unbekannte Familie ihrer tibetischen Mutter in Lhasa zu finden. Den Weg allein zu bewältigen, scheint fast aussichtslos. Doch da begegnet Pemu zwei seltsamen Wanderern: einer alten bettelnden Pilgerin, die mit einem jungen Lama unterwegs ist - und zwar nach Lhasa! Pemu überredet die beiden, sie mitzunehmen, und entdeckt schon bald das Geheimnis, das sie umgibt. Die Pilgerin ist gar keine Tibeterin - in Wahrheit ist sie die mutige Europäerin Alexandra David-Néel, die verkleidet als erste Weiße in die verbotene Stadt und vor den Dalai Lama gelangen will. Der Roman basiert auf den wahren Erlebnissen von Alexandra David-Néel, der ersten Europäerin, die Lhasa betreten hat.
Am 18. November 2005 erhielt Christa-Maria Zimmermann für ihren Roman „Hundert Tage bis Lhasa" den Friedrich-Gerstäcker-Preis für Jugendliteratur der Stadt Braunschweig
Die Jury schreibt in ihrer Begündung: "In einer dem Thema angemessenen und von hoher sprachlicher Qualität gekennzeichneten, ansprechenden Form gestaltet sie die Reise des 13-jährigen Waisenmädchens Pema nach Tibet als Annäherung an eine fremde Kultur, gleichzeitig aber auch als Rahmenhandlung der authentischen Tibetreise der Französin Alexandra David-Néel, die als erste Frau und erste Europäerin überhaupt in die verbotene Stadt Lhasa reiste und ihre Erlebnisse als Forscherin bekannt machte. In der Gestalt des Mädchens Pema gelingt Christa-Maria Zimmermann durch eine doppelte Brechung der Perspektive die unvoreingenommene Wahrnehmung und Aneignung der fremden Kultur Tibets, ohne dass eigene Sichtweisen und Einstellungen verloren gehen: Pema blickt mit den Augen der Chinesin auf das Land und die Menschen Tibets, gleichzeitig ist sie das Medium für die Annäherung des Lesers mit seinen an der europäischen Kultur und Geschichte orientierten Vorstellungen. Der Autorin gelingt es, den Spannungsbogen der Geschichte mit erzählerischer Stringenz über alle Stationen der Reise bis nach Lhasa und dort unter Entwicklung einer zarten Liebesgeschichte um Pema und Dschigme aufrecht zu erhalten."
Christa-Maria Zimmermann
Christa-Maria Zimmermann wurde 1943 in Wels/Oberösterreich geboren. Sie studierte Kunstgeschichte und Geschichte in Innsbruck, Wien und Köln und war Redakteurin einer Düsseldorfer Tageszeitung. Heute lebt sie als freie Autorin mit ihrer Familie in Österreich.










