Hans-im-Glück-Preis

Hans-im-Glück-Preis der Kreisstadt Limburg a.d. Lahn für Jugendliteratur

Der Hans-im-Glück-Preis wurde im Jahre 1977 von dem Schriftsteller Hans-Christian Kirsch zusammen mit seiner Frau als Jugendbuchpreis gestiftet. Der Preis, der vom Jahr 1978 an jährlich vergeben werden sollte, wurde zunächst den Autoren und Autorinnen gewidmet, die mit ihrem ersten oder zweiten Buch auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendliteratur an die Öffentlichkeit getreten sind. Auch Manuskripte konnten für den Preis eingereicht werden, der für umfangreichere Erzählungen, Jugendromane und Sachbücher ausgeschrieben wurde.

Die Initiative für die erste Ausschreibung des Hans-im-Glück-Preises entsprang der Erfahrung, wie schwer es im Literaturbetrieb gerade jungen bzw. unbekannten Autoren gemacht wird, sich mit ihren ersten Veröffentlichungen durchzusetzen. Die Verlage bevorzugen die Zusammenarbeit mit arrivierten Stammautoren, die allein schon durch ihre bekannten Namen einen gewissen Absatz der Bücher garantieren.

1987 wurde der Hans-im-Glück-Preis von der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn als Förderpreis für Jugendbuchautoren und -autorinnen übernommen. Seit 1990 findet die Vergabe des Hans-im-Glück-Preises alle zwei Jahre statt.
Gefördert bzw. mit dem Hans-im-Glück-Preis ausgezeichnet werden sprachlich und formal anspruchsvolle Romane und Erzählungen aus dem deutschen Sprachraum für jugendliche Leser und Leserinnen, die durch neue Themen und Erzählweisen auffallen. Die Jury ermuntert die Einsender ausdrücklich zu Experimenten und Wagnissen.
Mindestumfang des Manuskriptes ca. 100 Seiten. Keine Kurzgeschichten, keine Bilderbuchtexte, Fantasyliteratur, Historische Romane, Gedichte oder Übersetzungen in die deutsche Sprache.
Es können unveröffentlichte Manuskripte durch die Autoren selbst oder Bücher - nur Neuerscheinungen der letzten beiden Jahre vor der Preisverleihung durch die Verlage eingereicht werden.
Autoren, die bereits mit einem bedeutenden Preis im Jugendliteraturbereich ausgezeichnet wurden, können nicht berücksichtigt werden.

Der Preis ist mit 2.500,00 € und einer Kugel mit 24-karätiger Blattvergoldung der Limburger Gold- und Silberschmiedin Annette Zey dotiert. Die Kugel symbolisiert die Glücksgüter, die "Hans im Glück" bedenkenlos und glücklich verschenkte.

Preisträger 2012:
Der "Hans-im-Glück-Preis" 2012 geht an Thorsten Nesch für sein Taschenbuch "Joyride Ost".

Preisträger 2010:
Der "Hans-im-Glück-Preis" 2010 geht an Beate Teresa Hanika für ihr Jugendbuch "Rotkäppchen muss weinen".

Preisträger 2008:
Der "Hans-im-Glück-Preis" 2008 geht an Gabi Kreslehner für ihr bis dahin unveröffentlichtes Manuskript "Ringlotten im Erdbeerbaum".

Preisträger 2006:
Der "Hans-im-Glück-Preis" 2006 geht an Marlene Röder für ihr bis dahin unveröffentlichtes Manuskript "Im Fluss". Veröffentlicht 2007.

Preisträger 2004:
Zoran Drvenkar erhält für seinen Berlin-Roman "Cengiz & Locke" den "Hans-im-Glück-Preis" 2004.

Preisträger 2002:
Aus 141 eingereichten Büchern und Manuskripten wurde von den Juroren das Buch "Kipppunkt" von Björn Kern für den "Hans-im-Glück-Preis" 2002 ausgewählt.

Kontakt:
Magistrat der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn
- Kulturamt -
Ute Mueller
Fischmarkt 21
65549 Limburg a. d. Lahn
Tel.: +49 6431 203913
ute.mueller@stadt.limburg.de

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