Die Kamera ist ein Zeitapparat. Die Entstehung jedes Fotos bildet die Spur der Geschichte. Von den Ruinen der Nachkolonialzeit aus den zwei verschiedenen historischen Perioden können wir etwas Gemeinsames herausfinden. Die Orte, wo die Ruinen liegen, haben gleiche ästhetische Merkmale aufzuweisen. Sie sind historische Ruinen, die Erinnerung an eine Zeit, ein Kulturprodukt der menschlichen Tätigkeiten. Das alles zeigt uns: An diesen Orten gab es auch einmal eine blühende Zeit, in der zigtausende Fabrikarbeiter mit hoher Produktivität an langen Produktionslinien hart arbeiteten. Aber an die damals blühenden Szenen der Produktion bleiben jetzt nur die Erinnerungen. An beiden Orten bekommt man den Eindruck der Verlassenheit und der Ausweglosigkeit. Dort herrschen jetzt nur horrende Geräumigkeit, haarsträubende Stille und verschimmelnde und stinkende Gerüche in der Luft. Kaum findet man hier noch Spuren der menschlichen Tätigkeiten. Die Gebäude stehen leer da. Alle Produktionsanlagen sind weg. Übriggeblieben ist nur ein Durcheinander. Bei dem jetzigen Anblick kann man noch den damaligen „Rückzug” in großer Eile und die rücksichtslose „Flucht” erkennen. Das alles macht einen unvergesslichen Eindruck in unserem Gedächtnis.
Auszug aus: Von Dongguan nach Patea – Jin Jiangbo
















