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    Digitale Agenda
    Aus der Reihe „Digitaler Wandel“

    © arte

    Filmvorführung und Diskussion
    25. September 2016
    Goethe-Institut Peking

    Mit Christian von Borries, Dirigent, Komponist, Produzent und Filmemacher und Wang Hui, Professor am Department of Chinese Language and Literature der Tsinghua University in Peking, Schwerpunkt zeitgenössische chinesische Literatur.

    Vergleichen wir Apple und China. Apple ist das weltweit größte Unternehmen, China ist das bevölkerungsreichste Land der Welt. „Stellen wir uns vor, Apple wäre ein Staat – würde man lieber in Apple oder lieber in China leben?“
    Diese Frage stellt der in Berlin lebende Musiker und Künstler Christian von Borries. In seiner Videokollage erzählt er vom transnationalen Hightech-Kapitalismus und untersucht die Parallelen zwischen modernen Staaten und global agierenden Unternehmen. Zehn Prozent seines Umsatzes macht Apple allein in China.

    Vielleicht haben die IPhones für Chinesen die Zitatsammlungen von Mao Tsetung bereits ersetzt. Die beruhigende Fantasie über die ideologiefreie digitale Welt mit ihrem benutzerfreundlichen Interface scheint zum globalen Phänomen geworden zu sein. Die Realität hinter den farbigen Screenshots scheint aber noch dem 20. Jahrhundert anzugehören: „Hochtechnologien, niedrige Produktionskosten“.

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