Klimawandel
Die überwältigende Mehrheit der internationalen Wissenschaftler ist sich heute einig, dass menschliche Aktivitäten maßgeblich zur anwachsenden Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre beitragen. Das Risiko mittelfristiger, weltweiter und verheerender klimabedingter Schäden droht, wenn die Treibhausgasemissionen nicht durch Energieeinsparung, erhöhte Energieeffizienz und den Ausbau erneuerbarer Energiequellen dauerhaft reduziert werden können.
Angesichts dieser Bedrohung verhandeln Regierungen weltweit über langfristige Ziele und Maßnahmen zur drastischen Senkung der Treibhausgasemissionen, wie zuletzt in Kopenhagen im Dezember 2009.
Ein Schritt zur Senkung der Emissionen ist der weltweite Emissionshandel. Dieser nutzt die globale Wirksamkeit von Treibhausgasen, durch die die notwendigen Reduktionen überall durchgeführt werden können. Zurzeit wird deshalb vor allem in Projekte in kostengünstigen Regionen der Welt investiert und damit neben der Senkung der CO2-Ausstöße gleichzeitig auch der weltweite Technologietransfer gefördert.
Beim Aufbau von Projekten zur Gewinnung von erneuerbaren Energien, wie zum Beispiel Windparks, Wasserkraft- oder Solarkraftwerken, geothermischer Stromerzeugung oder Biomasse werden Emissionsreduktionen realisiert und in Emissionszertifikaten dokumentiert. Diese Zertifikate können von Unternehmen aus EU-Staaten erworben und die im Kyoto-Protokoll festgelegten Rahmenbedingungen erfüllt werden.
Das Kyoto-Protokoll ist nur der Anfang. Grundsätzlich ist eine weltweite Klimaschutzpolitik als integraler Bestandteil aller Lebens- und Wirtschaftsbereiche notwendig. Dabei werden in Zukunft nicht nur Regierungen und Organisationen, sondern auch die Zivilgesellschaft wichtige Beiträge zum Klimaschutz leisten müssen.










