Savamalski dizajn studio



Die Gestaltung unserer Lebensumwelt hat immer auch eine soziale Dimension, denn sie bringt unterschiedliche Akteure miteinander in Beziehung: Verantwortliche und Betroffene, Experten und Laien, Befürworter und Gegner. In diesem Sinne ist Gestaltung nicht nur ein Mittel, um die ästhetischen Qualitäten unserer Umwelt zu verbessern, sondern kann zugleich einen sozialen Mehrwert erzeugen. Dies hat sich die Hochschule für bildende Künste Hamburg (HfbK) zur Aufgabe gemacht und engagiert sich mit zwei Projekten in Savamala.

Projekat Alat / The Toolkit Project

Savamala befindet sich heute in einem Zustand der Stagnation. Aber angesichts seiner attraktiven Lage und seiner historischen Bausubstanz ist es nur eine Frage der Zeit, bis neue Investitionen, neue Bewohner und neue Lebensstile den Stadtteil verändern werden. Können die alteingesessenen Lebens- und Arbeitsweisen diesen Wandel überstehen?



Projekat Alat ist der Versuch, die lokalen Alltagspraktiken aufzuspüren, zu verstehen und zu archivieren. Zu diesem Zweck werden Studierende der HfbK mit Anwohnern von Savamala in Kontakt treten, um von ihnen zu lernen: Zum Beispiel wie man Nahrungsmittel konserviert, wie man Reststoffe verwertet, oder wie bauliche Probleme an Häusern und Wohnungen gelöst werden. Das so gewonnene Wissen wird in einem „Open-Source-Manual“ festgehalten. Es soll dazu beitragen, das fragile und kaum sichtbare Alltagswissen der Bewohner sichtbar zu machen und als lokales Kulturgut zu würdigen.

Za Javni Dizajn / Public Design Support

Der „Public Design Support“ ist eine Beratungsstelle, in welcher die Anwohner von Savamala Beratung und aktive Hilfestellung in gestalterischen und baulichen Angelegenheiten erhalten können.

Zu diesem Zweck werden Studierenden den HfbK zunächst einen geeigneten Raum in Savamala ausbauen. Anschließend können hier die Anwohner von Savamala ihre gestalterischen und baulichen Probleme vorbringen. Die Studierenden der HfbK werden gemeinsam mit den Anwohnern Lösungen suchen und auf diese Weise in einen offenen und lösungsorientierten Dialog mit der Nachbarschaft treten. Der „Public Design Support“ trägt damit nicht nur zur baulichen und ästhetischen Gestaltung bei, sondern auch zur Gestaltung eines interkulturellen und nachbarschaftlichen Austauschs.

    Adresse in Savamala

    Kraljevića Marka 8

    Projektteam
    Jesko Fezer, Marjetica Potrč und Studierende

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