Savamala

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Das Spanische Haus

Braće Krsamanović 2
Das Spanische Haus ist ein historisches Zollhaus und diente später unter anderem als Museum der serbischen Schifffahrt. Nach der Einführung der freien Marktwirtschaft sollte das Gebäude von einem privaten Investor in ein Hotel umgewandelt werden. Nachdem das Gebäude entkernt und z. T. mit neuen Ausbauelementen versehen war, musste sich der Investor aufgrund finanzieller Schwierigkeiten aus dem Vorhaben zurückziehen. 2012 wurde dem Goethe-Institut Belgrad ein temporäres Nutzungsrecht übertragen. Mit Hilfe einer temporären Architektur wird das Spanische Haus nun zu einem Veranstaltungsort umgenutzt.

KC Grad

KC GRAD

Braće Krsamanović 4
Das Europäische Zentrum für Kultur und Debatte (KC Grad) ist ein Ergebnis der gemeinsamen Initiative der Kultur-Front Belgrad und der Amsterdam Felix Meritis Foundation. Neben Ausstellungen, organisiert das KC Grad auch Konferenzen, Debatten, Buchpräsentationen, Workshops, Musik-Programme, Filmvorführungen und viele andere Veranstaltungen.

www.gradbeograd.eu

Manak Haus

Manak-Haus (um 1830)

Kraljevića Marka 12
Das Manak-Haus ist eines der fünf traditionellen osmanischen Wohnhäuser, die heute noch in Belgrad zu sehen sind und die vorherrschende osmanische Architektur der Vergangenheit erkennen lassen. Es wurde Anfang des 19. Jahrhunderts als Wohngebäude und Schankwirtschaft (Kafana) des Kaufmanns Manak Mihailović errichtet. Heute gehört das Gebäude zum Ethnographischen Museum.

Geozavod

Geozavod

Karađorđeva 48
Geozavod war der Sitz der ehemaligen Belgrader Genossenschaft (Beogradska zadruga), eine Aktiengesellschaft für Bankgeschäfte und Versicherungen. Das Gebäude wurde in der Zeit von 1905-1907 nach Plänen von Andra Stevanovic und Nikola Nestorovic erbaut und war einst eines der schönsten und modernsten Bauwerke in Belgrad. Der Name "Geozavod" stammt allerdings aus der Zeit als das Gebäude vom Geodätischen Institut der Stadt Belgrad genutzt wurde.

Hotel Bristol

Hotel Bristol (1910-1912)

Karađorđeva 50
Das Hotel Bristol wurde im Jahr 1912 im Stil des Klassizismus erbaut und ist eines der ältesten Hotels in Belgrad.

Mikser Haus

Mikser Haus

Karađorđeva 46
Mikser ist eines der populärsten Festivals in Serbien und versteht sich als Plattform, um Kultur und Kreativindustrie in der Region zu stärken. Das Mikser Haus ist der zentrale Veranstaltungsort des Festivals und bietet Platz für Konferenzen, Seminare und Workshops und andere Aktivitäten.

www.mikser.rs

Bonbon Manufaktur Bosiljčić

Bonbon Manufaktur Bosiljčić

Gavrila Principa 14
Hinter dem kleinen Fenster mit den rot-weiß karierten Vorhängen wartet der authentische und charmante Bonbon-Laden Bosiljčić. Seit 1936 werden in dem Laden Süßigkeiten hergestellt. Damit ist er einer der ältesten und letzten Läden seiner Art in Belgrad. Bonbonniere, bunte Lutscher in verschiedenen Formen, Lebkuchenherzen und Gelee Bonbons lassen Besucher in eine köstliche Zuckerwelt eintauchen.

www.ratluk-bosiljcic.co.rs

NOVA ISKRA

NOVA ISKRA

Gavrila Principa 43
Der Fokus von NOVA ISKRA liegt in der Professionalisierung von Designern in Serbien und der Region, sowie im Aufbau von Verbindungen zwischen den Sektoren der Kreativwirtschaft und Fertigung.

www.novaiskra.com

NOVA ISKRA

Dampfschlepper Župa

Savsko šetalište

Die Blaue Zone

Kafana Afburger

Kafana Afburger

Hercegovačka 4

Bäckerei Crvena Zvezda

Bäckerei Crvena Zvezda

Karađorđeva 61/A

Branko Brücke

Savamala
Die Branko Brücke (Brankov most) wurde 1955 auf den Ruinen der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Alexanderbrücke (1934-1941) gebaut und erhielt den Namen Brücke der Brüderlichkeit und Einheit (Most bratstva i jedinstva). Allerdings setzte sich bei der Bevölkerung die Bezeichnung Branko Brücke (Brankov most) durch, übernommen von der Brankova-Straße (nach dem serbischen Dichter der Romantik Branko Radičević) die zur Brücke führt.

Katakomben

Savamala
Die Katakomben - ein Labyrinth von unterirdischen Gängen liegt mitten im Zentrum Belgrads. Das Katakombensystem entstand in der Römerzeit und diente lange Zeit als Munitionslager, Nahrungsdepot, Weinkeller und auch als Schutzräume und Verbandsplätze für verwundete Soldaten, zuletzt im Zweiten Weltkrieg.

G12HUB

G12HUB

Karađorđeva 59
Die Galerie12 HUB ist ein Kunst- und Technologie-Zentrum für die Förderung und Entwicklung der Intermedia-Kunst und Performance. Es bietet modernste Werkzeuge für die digitale Forschung und Produktion, Initiierung und Förderung des Experimentierens an der Grenze von Kunst, Wissenschaft und Live-Performance.

www.g12hub.com

Galerie Magacin

Kraljevića Marka 1
Die Galerie Magacin befindet sich im ehemaligen Lagerhaus des NOLIT-Verlages in der Nähe des Busbahnhofs und ist ein Zentrum der unabhängigen Kulturszene in Belgrad. In der Galerie Magacin finden Ausstellungen, Konzerte, Podiumsdiskussionen, Filmvorführungen und andere kulturelle und künstlerische Programme statt.

Karadjordjeva-Straße

Karadjordjeva-Straße

Savamala
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts galt die Karadjordjeva-Straße als die prächtigste Straße Belgrads. Benannt ist sie nach dem Anführer des Ersten Serbischen Aufstandes (1804 bis 1813) gegen die Osmanen, Karadjordje, der die Aufständischen auf diesem Wege zum Sturm auf die Stadtmauern führte.

    Das Savamala-Viertel

    Savamala liegt am rechten Ufer des Flusses Sava und ist das erste Stadtquartier, welches im 19. Jahrhundert außerhalb der historischen Festung Kalemegdan und nach europäischem Vorbild errichtet wurde. Der Name des Quartiers ist mehrdeutig und verweist auf die multikulturelle Vergangenheit der Stadt: Er setzt sich zusammen aus dem Namen des Flusses Sava und dem türkischen Wort Mahale, was so viel heißt wie Nachbarschaft oder Stadtquartier. Im Serbischen lässt sich Savamala übersetzen mit „kleine Sava“.

    Savamala liegt nur einen Kilometer entfernt von Belgrads Innenstadt. Es blickt auf eine traditionsreiche Geschichte als Hafen und Handelszentrum zurück und war einst das modernste und weltläufigste Quartier der Stadt. Noch heute verfügt es über einen bemerkenswerten Baubestand aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Einige wenige bauliche Zeugnisse aus osmanischer Zeit sind ebenfalls erhalten. Viele historischen Bauwerke gingen im Zweiten Weltkrieg verloren, als Savamala gleich zwei Mal bombardiert wurde – zuerst von den Deutschen und später von den Alleierten.

    Savamala das ist sehr gut erschlossen, durch den nahegelegenen Hauptbahnhof, den Busbahnhof sowie durch zwei Brücken, die Savamala mit dem anderen Ufer der Save verbinden. Trotz dieser guten Ausgangsbedingungen ist Savamala wirtschaftlich unterentwickelt und sozial benachteiligt. Es gilt als Ort von Randständigen, Rotlichtmilieu und Kriminalität. Viele Gebäude stehen leer und sind baufällig. Der Hafen an der Sava wird als Schrottplatz für ausgediente Frachtschiffe genutzt. Die Karadjordjeva-Straße, die einst als die prächtigste Straße Belgrads galt, ist heute eine stark befahrene Durchgangsstraße - insbesondere für den LKW-Verkehr zum neuen Hafen an der Donau - mit einer enormen Lärmbelastung.

    Die Ursachen für den schlechten Zustand Savamalas reichen zurück in die Zeit des sozialistischen Jugoslawiens, als das Quartier als bauliches Vermächtnis einer feudalen und kapitalistischen Gesellschaftsordnung diskreditiert wurde.

    Das Quartier wurde systematisch vernachlässigt, während auf der anderen Uferseite der Sava Novi Beograd gebaut wurde, das größte und prestigeträchtigste städtebauliche Projekt Jugoslawiens. Architektonische Zeugnisse aus sozialistischer Zeit sind darum rar.

    Aber auch heute, mehr als dreißig Jahre nach dem Ende des sozialistischen Jugoslawiens unter Marschall Tito und mehr als zehn Jahre nach dem Ende der Kriege auf dem Westbalkan, hat sich der Zustand Savamalas kaum verbessert. Zwar sind sich öffentliche Hand und private Investoren über das Potential von Savamala bewusst. Es soll das zukünftige Kunst- und Kreativquartier Belgrads werden und als solches ein wirtschaftlicher und touristischer Anziehungspunkt in der Stadt. Einzelne Initiativen, wie das Kulturzentrum Grad, das Mikser Festival oder der Design Incubator, sind bereits Vorboten einer solchen Entwicklung.

    Aber die gegenwärtige wirtschaftliche und politische Lage machen eine großmaßstäbliche Entwicklung des Quartiers bis auf weiteres unmöglich. Viele Eigentumsverhältnisse sind ungeklärt und Gegenstand widersprüchlicher Rechtsprechung. Der Stadt fehlt es an finanziellen Mitteln für die dringend erforderlichen Investitionen in Infrastrukturen und öffentliche Räume. Dies und die gegenwärtige Wirtschaftskrise haben den Immobilienmarkt praktisch zum Erliegen gebracht.

    Damit ist die Zukunft Savamalas weiterhin unklar. Die Erfahrung der Nachkriegsjahre lässt aber befürchten, dass die Schwäche der öffentlichen Institutionen sowie der Einfluss finanzstarker Tycoone dazu führen wird, dass Savamala keine sozial und kulturell nachhaltige Entwicklung bevorsteht. Die Krise bietet aber auch Chancen. Denn frei von den wirtschaftlichen und bürokratischen Zwängen eines prosperierenden Immobilienmarktes bietet Savamala derzeit ideale Voraussetzungen, um alternative Formen der Quartiersentwicklung zu erproben.

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