Veranstaltungen

Autorenlesung Ingo Schulze

Lesung und Gespräch
Donnerstag, 10. Oktober 2013 um 19.30 Uhr
Goethe-Institut Zypern in Nikosia
Sprache: Deutsch / Übersetzung: Griechisch und Türkisch
Eintritt: frei
Infos: 22674608
Ingo Schulze / © Jim Rakete
Ingo Schulze / © Jim Rakete
Prominenter deutscher Schriftsteller Ingo Schulze auf Einladung des Goethe-Instituts in Nikosia!

Einer der erfolgreichsten zeitgenössischen deutschen Schriftsteller, der in Berlin lebende und 1962 in Dresden geborene Ingo Schulze, kommt zu einer Lesung aus seinem Buch: „Adam und Evelyn“ (2008) ins Goethe-Institut Zypern. Ausschnitte davon werden auch in griechischer und türkischer Übersetzung vorgetragen. Im Anschluß an die Lesung sind Fragen an den Autoren möglich und ist ein kleiner Empfang vorgesehen.

Bücher von Ingo Schulze können an dem Abend in verschiedenen Übersetzungen käuflich erworben werden. Der Autor signiert sie gern.

Die Lesung wird in enger Kooperation mit dem griechisch-zyprischen und dem türkisch-zyprischen Schriftstellerverband durchgeführt.

Ingo Schulze studierte klassische Philologie in Jena und arbeitete in Altenburg (DDR) als Schauspieldramaturg und Zeitungsredakteur. Seit 1993 lebt er in Berlin. Bereits sein erstes Buch „33 Augenblicke des Glücks“ (1995) wurde vielfach ausgezeichnet. Für „Simple Stories“ (1998) erhielt er den Berliner Literaturpreis. 2005 erschien sein großer Roman „Neue Leben“, für den er mit dem Premio Grinzane geehrt wurde. Für seinen Erzählband „Handy“ bekam er 2007 den Preis der Leipziger Buchmesse. Ingo Schulze ist seit 2006 Mitglied und seit 2010 Direktor der Sektion Literatur der Akademie der Akademie der Künste Berlin und Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Seine Bücher wurden in 30 Sprachen übersetzt. Mit „Adam und Evelyn“ stand er auf der shortlist für den Deutschen Buchpreis 2008. 2012 erhielt er den Preis des „Freien Deutschen Autorenverbandes“, 2013 der Bertold-Brecht-Literaturpreis.

Über „Adam und Evelyn“:
Spätsommer 1989, Ferien am Balaton – plötzlich öffnet Ungarn die Grenze und der verbotene Westen mit all seinen Verlockungen ist zum Greifen nah. In dieser Situation entdeckt Ingo Schulze den Mythos von Adam und Eva.

Die Frauen lieben Adam, weil er ihnen Kleider schneidert, die sie schön und begehrenswert machen. Adam liebt schöne Frauen. Wenn sie erst seine Kleider tragen, begehrt er sie alle, und abgesehen davon liebt er Evelyn. Die ertappt ihn eines heißen Augusttages 1989 in flagranti mit einem seiner Geschöpfe. Statt mit Adam fährt Evelyn gemeinsam mit einer Freundin und deren Westcousin nach Ungarn an den Balaton. Adam setzt sich mit seinem alten Wartburg (DDR-Auto) dem roten Passat (West-VW) auf die Spur.

In der Ausnahmesituation jenes Spätsommers 1989 entdeckt Ingo Schulze die menschliche Urgeschichte von Verbot und Verlockung, Liebe und Erkenntnis und nicht zuletzt der Sehnsucht nach dem Paradies. Im Spiel mit dem biblischen Mythos von Adam und Eva gelingt Ingo Schulze eine grandiose Tragigkomödie. Mit seinem ironisch gebrochenen Begriff vom Sündenfall findet er eine Chiffre für den Eintritt in unsere heutige Welt.

„Es gibt heute in der deutschen Literatur nur wenige Schriftsteller, die so souverän über die Techniken und Tricks des Erzählens verfügen wie Ingo Schulze.“ Die WELT.
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