Zwischen Barock und Moderne – Architekturspaziergang Dresden

„Dresden habe ich mehrfach verloren. Nicht nur, als es vor meinen Augen zerstört wurde, sondern auch, als ich seinen ‚Wiederaufbau‘, der es noch einmal sinnlos entstellte, mit ansehen musste.“ Diese Worte des Schriftstellers Heinz Czechowski machen deutlich, wie schwierig Bauen in Dresden war und ist.
Ein Bonmot behauptet, dass von den 525.108 Einwohnern Dresdens die eine Hälfte Architekten seien – und die andere Hälfte Architekturkritiker. Und in der Tat: Jede Planung, jeder Entwurf wird leidenschaftlich diskutiert, mit Unterschriftensammlungen pro und contra begleitet oder vor Gericht gebracht. Freilich zeigt ein Blick in alte Ratsakten, dass dieses Gebaren kein Zeichen unserer Zeit ist.
Dennoch hat sich das Gesicht der Stadt seit der politischen Wende stark gewandelt. Zahlreiche moderne Solitäre entstanden, der Wiederaufbau der barocken Frauenkirche fand weltweit Beachtung. Die ganz großen Bau- und Sanierungsvorhaben wurden in den letzten 20 Jahren vollendet. Jetzt konzentriert man sich darauf, letzte Lücken zu schließen und Vorhandenes zu ergänzen. Dieser Prozess wird noch einige Jahre anhalten – Dresden ist eine prosperierende Großstadt mit wachsender Bevölkerung.
Die zehn Stationen
Holger Oertel
kommt aus Dresden und ist Freier Journalist und Autor. Zu seiner Stadt hat er ein durchaus ambivalentes Verhältnis. Als Seemann, Journalist, Buchautor und Verleger hat er zahlreiche, teils ausgedehnte Reisen zurückgelegt. Heute lebt er wieder in seiner Heimatstadt Dresden.
Copyright: Goethe-Institut e. V., Internet-Redaktion
August 2013
Haben Sie noch Fragen zu diesem Artikel? Schreiben Sie uns!
internet-redaktion@goethe.de
kommt aus Dresden und ist Freier Journalist und Autor. Zu seiner Stadt hat er ein durchaus ambivalentes Verhältnis. Als Seemann, Journalist, Buchautor und Verleger hat er zahlreiche, teils ausgedehnte Reisen zurückgelegt. Heute lebt er wieder in seiner Heimatstadt Dresden.
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