Dresden: Konzentrierte Streifen von Gerhard Richter


Gerhard Richter interpretiert seine abstrakte Malerei neu und schafft mittels eines computergesteuerten Bildverfahrens meterlange Streifen-Bilder. Diese überwiegend für die Ausstellung konzipierten Werke werden nun im Albertinum in Dresden ausgestellt.
Seine Werkgruppe Stripes (Streifen) entstand erst im Jahre 2011, doch steht sie in direkter Verbindung mit dem Abstrakten Bild aus dem Jahr 1990.
Mit Hilfe des Bildverfahrens, teilte er diese Komposition in immer kleinere Segmente, zog sie durch Achsenspiegelung in die Länge und ordnete die Teilstücke neu. So schafft Richter seinen so geliebten Zufall mit einer Art von Ordnung.
Neben seiner Streifenserie sind auch einige seiner Glaswerke zu sehen, wie das Objekt Kartenhaus und neun großformatige Hinterglasbilder. Das Kartenhaus ist die zentrale Arbeit der Ausstellung, da es durch seine Durchblicke, Spiegelungen und Reflexionen einen noch komplexeren Blick auf die anderen Arbeiten ermöglicht.
Richters Hinterglasbilder zeigen das Ergebnis von beobachtetem und geplantem Zufall. Hierfür überließ er die aufgetragenen Lackfarben sich selbst, ließ sie ineinander laufen, sich vermischen und überzog sie dann mit einer Glasscheibe. Der damit festgehaltene Farbmoment wird zu einem beeindruckenden Kunstwerk.

Eine Ausstellung der Galerie Neue Meister der Staatlichen Kunstsammlung Dresden
im Albertinum
Tzschirnerplatz 2
01067 Dresden
Öffnungszeiten:
Dienstags bis Sonntags 10 – 18 Uhr
bis 05. Januar 2014
Tatyana Synková
Copyright: Goethe-Institut Prag
September 2013







