Jitka Jílková


1) Was ist für Sie „typisch deutsch“?
Sich seiner Fehler bewusst werden und im Theater über sie nachzudenken.
2) Was ist für Sie „typisch tschechisch“?Nicht über seine Fehler nachzudenken und ins Theater zu gehen um sich zu vergnügen.
3) Welchen Einfluss übt Deutschland auf Ihr Schaffen oder Leben aus?Mit Deutschland verbindet mich der Großteil meiner Arbeit, dank der ich ein sehr schönes Leben führe.
4) Mit wem in Deutschland würden Sie gerne einen Tag tauschen?Vielleicht mit der Chefin des Berliner Festivals „Theatertreffen“, aber ich glaube nach einem Tag hätte ich dann wieder genug.
5) Was verbindet Ihrer Meinung nach Deutsche und Tschechen?Die Grenze, Geschichte, aber wahrscheinlich auch das, das wir ab und an neugierig gegenüber dem Anderen sind.
6) Was war Ihr schönstes Erlebnis in Deutschland?Am besten ist es, wenn unsere schönen Erlebnisse auf den deutschen Theatervorführungen für das Prager Publikum wiederholt werden.
7) Was war Ihr unerfreulichstes Erlebnis in Deutschland?Ein Sturz mit dem Fahrrad in eine Pfütze, irgendwo bei Wismar. Da war ich 13 Jahre alt.
8) Haben Sie einen Lieblingsort in Deutschland?Berlin. Oder Hamburg?
9) Auf was könnten Sie in Tschechien gerne verzichten?Das kann ich gar nicht wirklich sagen.
10) Welche Gewohnheit oder Idee aus Deutschland würden Sie gerne in Tschechien übernehmen?Mehr von Nummer 1.)
Jitka Jílková im Porträt:
Das Prager Theaterfestival deutscher Sprache wäre ohne Jitka Jílková nicht dasselbe. Seit 16 Jahren bringt sie Innovationen, Experimente und neue Trends der deutschsprachigen Theaterszene auf die tschechische Bühne.
Die studierte Kulturwissenschaftlerin kam 1954 in Pilsen auf die Welt und wuchs in Prag auf, wo sie seit ihrem zwölften Lebensjahr an der Grundschule mit erweitertem Fremdsprachenunterricht Deutsch lernte. Sie übersetzt deutschsprachige Belletristik, vor allem Werke Elfriede Jelineks. 1996 fing sie beim Prager Theaterfestival deutscher Sprache an. Seit 16 Jahren ist sie nun die Direktorin: „Durch das Festival wird die Aufmerksamkeit auf die deutsche Sprache gelenkt und das ist wichtig. Auch wenn sie nicht mehr so verpönt ist wie noch vor einigen Jahrzehnten, so beobachte ich immer mehr, dass selbst in deutschen Firmen in Prag Englisch gesprochen wird. Das Interesse an der Nachbarsprache muss wieder geweckt werden und dafür ist Kultur der beste Vermittler.“
Zurzeit bereitet sich Frau Jílková auf das 18. Theaterfestival vor, das ab Anfang November wieder das Beste des deutschen Theaters zeigen wird.
Copyright: Goethe-Institut, Prag
Januar 2013
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