Claire Waffel & Miriam Visaczki

Miriam Visaczki und Claire Waffel erkunden in ihren Arbeiten Entstehung und Wirken von Erinnerungen, subjektiv und persönlich, gleichzeitig abstrakt und historisch.

Auf unterschiedlichste Weisen untersucht Claire Waffel die (Un-)Möglichkeit, einen Moment aus dem Fluss der Zeit zu entreißen. Sie verweist auf Parallelen, Brüche und Verbindungen zwischen Raum und Zeit, zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Zu Instrumenten der Exploration von Raum und Zeit werden in ihren Werken Medien wie Fotografie, Video und Audio, Installationen und Bleistiftzeichnungen.

Miriam Visaczki stellt in Dokumentarfilmen, Installationen und Fotografien subjektive Erinnerungen objektiver Geschichtsschreibung gegenüber. Zeitzeugenberichte, Fiktion und persönliche Rekonstruktionsversuche kontrastiert sie mit historischen Gegenständen und Archivalien. Visaczki erforscht dabei unter anderem das deutsch-tschechische Grenzgebiet – Heimat ihrer Eltern und Großeltern – und rekonstruiert so über familiäre Geschichte kollektive Erinnerungen.

Miriam Visaczki und Claire Waffel waren von Juni bis September 2009 als Residency-Künstler des Goethe-Instituts Prag an der MeetFactory tätig. In ihrem Projekt beschäftigten sie sich mit der Geschichte des Ortes Poběžovice, nahe der deutsch-tschechischen Grenze, und deren Verbindungen mit der Geschichte ihrer eigenen Familien. Ergebnis ihrer dreimonatigen Residency war die Installation Dancing with tears in my eyes.

 

© Goethe-Institut

CLAIRE WAFFEL
und
MIRIAM VISACZKI

Residents an der MeetFactory

Juni bis September 2009

www.clairewaffel.com

www.miriamvisaczki.de