Residenzen

GESCHICHTE UND BEDEUTUNG

Künstler/-innen und Kulturschaffende reisten schon immer in die Ferne, um andernorts zu wirken und Inspiration zu erfahren. Kulturelle Mobilität stellt daher kein zeitgenössisches Phänomen dar, sondern eine Konstante, die jede Gesellschaft unterschiedlich erfährt.

Die Welt wird zum Dorf - Neue Gemeinschaften und Öffentlichkeiten

Schon in der Frühen Neuzeit etablieren die Hofgesellschaften gezielte Entsendepraktiken und fördern ihre Künstler/-innen mit Reisestipendien ins Ausland, "um sich stets auf der Höhe der internationalen Geschmacksentwicklung (zu) halten"(Glauser 2009, S.14). Eine Verschiebung erfährt diese Tendenz in der Moderne, als sich Künstler/-innen als Freischaffende emanzipieren und sich der Kunstmarkt entwickelt, womit sich neue Austauschmöglichkeiten auch über privilegierte Kreise hinaus eröffnen. Künstler/-innen und Intellektuelle suchen sich selbst in Reformbewegungen und Avantgarden seit der Mitte des 19. Jahrhunderts alternative Gemeinschaften, Öffentlichkeiten und Freiräume Während sich in den Metropolen die Künstlerhäuser zu Arbeits- und Wohnstätten von Künstler/-innengemeinschaften entwickeln, entstehen in abgeschiedenen ländlichen Naturlandschaften Künstlerkolonien, in die sich die Künstler/-innen zur Arbeit und zum Leben zurückziehen. Es entstehen international beachtete und hochfrequentierte Zentren, "Weltdörfer", die auch Künstler/-innen aus dem Ausland anziehen. Künstler/-innenkolonien und -häuser sind Vorläufer für die Atelierhäuser und Artists-in-Residence-Programme der Gegenwart.
Einige der Residenzhäuser im Ausland, die schon Anfang des 20. Jahrhunderts für Künstler/-innen aus dem deutschsprachigen Raum errichtet wurden, existieren bis heute - so etwa die Villa Romana in Florenz oder die Villa Massimo in Rom, die zu den renommiertesten staatlichen Kulturinstitutionen Deutschlands zählen.
Im 20. und 21. Jahrhundert erleben Residenzen einen großen Boom - besonders in Phasen gesellschaftlichen Wandels, verbunden mit Veränderungen in der künstlerischen Praxis. Die heute verbreitete Bezeichnung "Artist in Residence" für Gastkünstler/-innen in Residenzhäusern und Mobilitätsprogramme hat übrigens ihren Ursprung in den 1960er Jahren in New York City. Dort erhielten Künstler/-innen eine Sondererlaubnis zur Nutzung von Lofts zum Wohnen und Arbeiten. Ein Auskunftsschild darüber mussten sie öffentlich sichtbar anbringen, mit der Aufschrift Artist in Residence (A.I.R.) (Glauser 2009, S.15). In der Bundesrepublik entstanden in den 1960er und 1970er Jahren neben Künstlerhäusern und Entsendeprogrammen auch die ersten internationalen Artists-in-Residence-Programme, die sowohl von staatlicher Seite als auch von den Künstler/-innen selbst ins Leben gerufen wurden.
DDR und Tschechoslowakei fokussierten sich vor allem auf Arbeits- und Erholungsheime für die landeseigene Künstler/-innenschaft. Die offiziellen "Gesellschaften der Völkerfreundschaft" und Künstler/-innenagenturen vergaben Studienreisen ins Ausland. Die staatliche Kulturpolitik sah zwar Initiativen aus alternativen Künstler/-innengemeinschaften nicht vor, nichtsdestotrotz entstanden vereinzelt Plattformen parallel zu den offiziellen Strukturen und damit nicht zuletzt auch grenzüberschreitende, subkulturelle Beziehungen.
Nach der politischen Wende setzte eine neue Gründungswelle von internationalen Künstlerhäusern ein. Vor allem vakante Schlösser und Gutshöfe umgewandelt und in Gebrauch genommen.
In den letzten Jahren kommen verstärkt ehemalige Industrie-Areale und Fabriken hinzu, die zu internationalen Kunstquartieren umgewandelt werden. In jüngster Zeit entdecken auch Kulturpolitik, Kommunen und Institutionen das Artists-in-Residence-Modell und greifen damit zurück auf Erfahrungen der freien Kunst- und Kulturzene, die seit jeher ein Experimentierfeld und Motor für neue Entwicklungen und Praktiken ist. Gerade die prozessorientierte DIY-Mentalität der Off-Szene, die nicht selten auch in prekären Strukturen begründet liegt, ermöglicht unentbehrliche Alternativen für die Förderung und Mobilität neuer Künstler/-innengenerationen.
Während in Deutschland staatliche Einrichtungen für den internationalen Künstler/-innenaustausch existieren, sind die Fördermöglichkeiten für Residenzprojekte in Tschechien weniger vielfältig, was sich in der Ausschreibung von Stipendien niederschlägt. Das tschechische Kulturministerium fördert auch internationale Künstler/-innenbeiträge, gleichzeitig nehmen weltweite Kooperationsnetzwerke und ausländische Kulturinstitute wie das Goethe-Institut einen großen Stellenwert für das Fortbestehen und die Entwicklung von Residenzprojekten ein.

HÄUSER UND PROGRAMME

Die 1960er und 1970er Jahre:
Neue Residenzhäuser und Programme


In der Bundesrepublik entsteht in den 1960er Jahren das erste staatliche Austauschprogramm: das Berliner Künstlerprogramm des DAAD, seit 1978 mit eigenem Ausstellungs- und Veranstaltungsort für die Stipendiaten, der daadgalerie. Heute ist das DAAD-Programm eines der ältesten und namhaften Artists-in-Residence-Programme in Deutschland, wofür jährlich 15 bis 20 international renommierte Künstler/-innen, Schriftsteller/-innen, Komponist/-innen und Filmemacher/-innen für ein Arbeitsstipendium nach Berlin eingeladen werden. 2015 ist unter anderem der tschechische Künstler Jiří Kovanda zu Gast. Vergleichbares ist heute in der Tschechischen Republik noch zu suchen. Der DAAD unterhält auch Entsendeprogramme in alle Welt für Künstler/-innen, Kulturschaffende und Wissenschaftler/-innen mit Lebensmittelpunkt in Deutschland.
In West-Berlin wird 1974 das Künstlerhaus Bethanien mit seinem internationalen Atelierprogramm gegründet. Heute sind im Residenzprogramm jährlich weit über 20 Nachwuchskünstler/-innen aus dem Ausland zu Gast, die vorrangig über die weltweiten Partnerinstitutionen eingeladen sind.
Das Künstlerhaus Bethanien vermittelt die Arbeit seiner Stipendiaten in Ausstellungen, Open Studios und Publikationen - seit 1994 auch in einer eigenen Fachzeitschrift für Kunst und Kritik, dem Be Magazin.
Bereits kurz zuvor, im Jahr 1971, gründen sich die Künstlerhäuser Worpswede. Sie befinden sich auf dem Areal der gleichnamigen historischen Künstler/-innenkolonie, auf einem alten Bauerngehöft im legendären Teufelsmoor bei Bremen. Jahrzehntelang lud das Residenzprogramm zeitgenössische Künstler/-innen aus aller Welt ein und entwickelte ein Vermittlungsprogramm mit Workshops, Symposien und Gesprächen. Momentan ist die Förderung der internationalen Stipendien ausgesetzt und die Räumlichkeiten stehen internationalen Projekten zur Verfügung. Auch Projektkooperationen mit Kunsthochschulen, Universitäten und Institutionen im In- und Ausland stehen heute im Fokus - was dem aktuellen Trend von Artist-in-Residence-Programmen entspricht.

Die DDR und Tschechoslowakei betreiben ebenfalls Künstler/-innenaustausch: Die Gesellschaften der Völkerfreundschaft pflegen bilaterale Beziehungen und vermitteln Künstler/-innen Studienreisen ins Ausland. Neben den Kultur- und Klubhäusern unterhalten sie Arbeits- und Erholungsheime für Künstler/-innen, Literat/-innen, Theater- und Filmschaffende. Beispiele dafür finden sich im brandenburgischen Wiepersdorf oder in Ahrenshoop, einer ehemaligen Künstler/-innenkolonie an der Ostsee. Beide Häuser werden seit der Wende als internationale Residenzhäuser betrieben.

Die 1990er Jahre:
Neue Gründungswelle und
erweitertes Spektrum für Kunst, Forschung und Praxis


Im Zuge der politischen Wende fanden wegweisende Umgestaltungsprozesse auch im Bereich der Kunst und Kultur statt, wobei auch der Aufbau von Artists-in-Residence-Projekten die internationale Anbindung der lokalen Szenen entschieden mitprägte. Besonders alte Schlossanlagen und vakante Gutshäuser werden zu beliebten Standorten für Künstlerhäuser. Für diese Entwicklung stehen in Deutschland das Künstlerhaus Schloss Plüschow in Mecklenburg-Vorpommern (seit 1990), die Akademie Schloss Solitude nahe Stuttgart (seit 1990) oder das Künstlerhaus Schloss Balmoral in Bad Ems in Rheinland-Pfalz (seit 1995). Vergleichbares besteht in Tschechien mit dem Schloss Třebešice in Kutná Hora (2003-2010). Die Akademie Schloss Solitude unterhält eines der avanciertesten Artists-in-Residence-Programme in Deutschland und beherbergt mit 45 Ateliers im Turnus von zwei Jahren 40 bis 70 Künstler/-innen, Wissenschaftler/-innen und Praktiker/-innen aus unterschiedlichen Bereichen. Neben bildenden Künsten und neuen Medien, Literatur, Musik/Klang, Theater, Design und sogar Schach sind auch Akteure aus dem Kulturmanagement, aus Wirtschaft, Recht und Sozialwissenschaften eingeladen. Jüngst ist ein Bereich für Webdesign und Digitalen Journalismus hinzugekommen.
In den 1990er Jahren wird auch die Idee der Künstler/-innenkolonie wieder aufgegriffen, beispielsweise im nahe Münster gelegenen Künstlerdorf Schöppingen und im Künstlerhaus Lukas im Künstlerdorf Ahrenshoop an der mecklenburgischen Ostsee. In Tschechien entsteht mit Milkwood eine Künstler/-innenkolonie, die heute in Český Krumlov angesiedelt ist. In der böhmischen Kleinstadt Tábor betreibt das Kunst- und Kulturzentrum CESTA (Cultural Exchange Station) ein eigenes Artist-in-Residence-Programm. Die internationalen Künstlerhäuser stehen in permanentem Erneuerungs- und Spezialisierungsprozess. Sie öffnen sich zunehmend neuen medialen und interdisziplinären Ansätzen und experimentellen Vermittlungspraktiken und binden Akteure aus anderen professionellen Feldern ein. Gleichzeitig gewinnen projektbezogene Residenzen und kurzzeitige Arbeits- und Recherche-Aufenthalte als integraler Bestandteil im Programm vieler Ausstellungsorte, Netzwerke und Festivals an Bedeutung.

In Deutschland setzt beispielsweise das internationale Atelierprogramm der ACC Galerie Weimar, 1995 von der Stadt ins Leben gerufen, auf Jahresthemen für seine Ausstellungsprojekte. Das Edith-Russ-Haus für Medienkunst im niedersächsischen Oldenburg vergibt seit 2000 Arbeitsstipendien an internationale Medienkünstler/-innen. Die unabhängige Werkleitz Gesellschaft in Halle/Saale bietet Stipendien und Produktionszuschüsse für Dokumentarfilmer, Medien- und Videokünstler/-innen an. In Kooperation mit dem Vilém Flusser Archiv der Universität der Künste in Berlin schreibt die transmediale, das Festival für Kunst und digitale Kultur in Berlin, jährlich Stipendien für künstlerische Forschungsprojekte zu "transmedialen und transdisziplinären Situationen" aus, deren Ideen auch die Festivalthemen inspirieren.
In Tschechien bereichern die unabhängigen Plattformen CIANT und Tranzitdisplay seit den 1990er Jahren mit der Einladung von internationalen Künstler/-innen und Wissenschaftler/-innen die Kunstszene Prags. CIANT ist eine wichtige Plattform für audiovisuelle und digitale Künste und Technologien, während sich Tranzitdisplay dem kritischen Diskurs zur post-sozialistischen Situation und zu internationalen Entwicklungen in Kunst und Gesellschaft verschreibt. Gezielte projektbezogene Residenzaufenthalte in der tschechischen Hauptstadt bietet seit 2006 der Off-Space Školská 28 mit Schwerpunkt auf experimentelle Musik, Kunst und Performance an. Die Stiftung für Zeitgenössische Künste Prag (Foundation and Center for Contemporary Arts – F&CCA) widmet sich der Dokumentation der tschechischen Künstler/-innenszene und betreibt nicht nur die richtungsweisende Galerie Jelení, sondern seit 1993 auch den internationalen Künstler/-innenaustausch, um die Präsenz der lokalen Szene im Ausland zu erhöhen. Die Stiftung ist außerdem auch Gründungsmitglied von Res Artis, dem internationalen Netzwerk für Künstlerhäuser und Artists-in-Residence-Programme.

Trends 2000:
Stadtentwicklung, Gemeinschaftsbildung und Diskurs


Ein wichtiges Motiv für den Aufbau von Residenzhäusern spielt die Revitalisierung stillgelegter Industrie-Areale In Prag entsteht 2001 mit der MeetFactory das größte internationale und unabhängige Künstlerhaus Tschechiens. Nachdem das Moldau-Hochwasser 2002 das ursprüngliche Gebäude in Holešovice zerstörte, fand sich ein neuer Standort in einer ehemaligen Glasfabrik, direkt am Gleisbett zum Smíchover Bahnhof. Dort konnten 2007 die Aktivitäten als Zentrum für zeitgenössische Künste mit Galerien, Theaterkompanien und Club wieder aufgenommen werden. Das Artists-in-Residence-Programm der MeetFactory brachte bislang vor allem bildende Künstler/-innen unterschiedlichster Herkunft nach Prag. In den letzten Jahren sind auch Musiker/-innen, Theater- und Filmemacher/-innen sowie Kurator/-innen, Kunstkritiker/-innen und Kulturmanager/-innen hinzugekommen. Jährlich sind über 30 Stipendiat/-innen eingeladen. Auch lokale Künstler/-innen beziehen regelmäßig eines der 15 Studios. Die Gäste des Residenzprogramms sind in das kuratierte Ausstellungsprogramm in den Galerien bzw. in das laufende Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm der MeetFactory eingebunden, wo ihre Arbeit in Open Studios präsentiert wird.
Auf dem Gelände einer ehemaligen Maschinen- und Fahrzeugfabrik im Prager Stadtteil Karlín befindet sich heute das internationale Residenz- und Austauschprogramm Karlín Studios des Zentrums für Gegenwartskunst FUTURA mit 17 Ateliers und Galerien In Brooklyn, New York, unterhalten die Karlín Studios ein Residenzstudio für tschechische Künstler/-innen.
In Berlin wurde 2012 das ZK/U - Zentrum für Kunst und Urbanistik mit 13 Atelierwohnungen und Veranstaltungsräumen sowie einer kommunalen Küche und einem Garten eröffnet, auf dem Gelände eines alten Güterbahnhofs in Moabit. Initiiert als Kulturzentrum im Kiez wurde es von der Künstler/-innengruppe KUNSTrePUBLIK, die ihren eigenen Fokus zum Programm macht: Kunst im öffentlichen Raum. In den letzten Jahren kamen jeweils zwischen 40 und 50 Künstler/-innen über eine offene Ausschreibung zum Leben und Arbeiten ans ZK/U.
Auch temporäre Kooperationen und Austauschprojekte bereichern zunehmend die Kunstszene.
Beispielsweise initiiert der Berliner Off-Space Autocenter eine Gallery Residency, in dessen Rahmen die Prager Galerie SVIT 2014 und 2015 Künstler/-innen aus Tschechien in mehreren Ausstellungen präsentierte.
In der Tradition von Pleinairs und Bildhauer-Symposien finden heute vielerorts Sommerschulen, Workshops und Symposien, als besondere Form des Kulturaustauschs, statt. Immer öfter suchen auch Akademien und Kunsthochschulen nach Möglichkeiten, internationale Gastprofessuren für den internationalen Austausch einzurichten. Beispielsweise beruft die Prager Akademie der Bildenden Künste (AVU) seit 2007 ausländische Künstler/-innen und Kurator/-innen für einen Semesterauftrag in das Studio Šaloun. Aus Deutschland waren zuletzt der Künstler Simon Wachsmuth und die Ausstellungsmacherin Ruth Noack zu Gast.
Um die Gemeinschaftsarbeit, den Austausch und Diskurs und gezielt die Nachwuchsgeneration an Kunstschaffenden zu fördern, etablierte 2009 auch die Akademie der Künste in Berlin eine Junge Akademie und knüpft damit an die aktuellen Artists-in-Residence-Entwicklungen an. Die Akademie-Mitglieder, die in Würdigung ihres Werks und zur Repräsentation der deutschen Kunstszenen an die Akademie berufen werden, vergeben Empfehlungen für die 12 bis 13 Berlin-Stipendien an der Jungen Akademie. 2014 war u.a. der tschechische Künstler Dominik Lang zu Gast. Ein vergleichbares Beispiel in Deutschland ist seit 2012 die freie Akademie der Künste der Welt in Köln. Als Austausch- und Produktionsplattform sucht sie den postkolonialistischen Diskurs und unterhält auch ein Residenzprogramm für zeitgenössische Künstler/-innen, Theoretiker/-innen und Kurator/-innen aus außereuropäischen Ländern.
In den letzten Jahren entdecken auch Kommunen das Artists-in-Residence-Format als integralen Bestandteil ihrer Kulturförderung. In Tschechien entsteht beispielsweise im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt Pilsen 2015 eine internationale Künstler/-innenresidenz - das OPEN A.i.R. Pilsen - im Konzept vergleichbar mit dem KAIR-Programm im slowakischen Košice, das 2013 Kulturhauptstadt war.

Zahlreiche Künstler/-inneninitiativen prägen die Dynamik der freien Szene: eine neue Do-It-Yourself-Generation mit Artists-in-Residence-Programmen, oftmals auch in Form temporärer Projekte.
In Tschechien steht dafür das Jatka Project in Český Krumlov, das seit 2004 Künstler/-innen und Kurator/-innen einlädt. In Brünn befindet sich die Initiative 4AM - Forum for Architecture and Media, die in unregelmäßigen Abständen ausländische Künstler/-innen für projektbezogene Gastaufenthalte in die Stadt bringt. Die Prager Galerie Ferdinanda Baumanna, die auf zeitgenössische Kunst, Performance, Architektur und Design fokussiert ist, unterhält ein Residenzprogramm für Künstler/-innen, um vor Ort Ausstellungsprojekte zu entwickeln.





LITERATUR:


Re-Tooling Residencies. A Closer Look at the Mobility of Art Professionals, hrsg. von Anna Ptak, CCA Ujazdowski Castle 2011: http://www.re-tooling-residencies.org/media/upload/img/ReToolingResidencies_INT.pdf

ON-AiR: Reflecting on the mobility of artists in Europe, hrsg. von TransArtists 2012: http://www.transartists.org/sites/default/files/attachments/ON-AIR_Publication_2012_full.pdf
http://www.transartists.org/sites/default/files/attachments/On-AiR_Manual_Workshops.pdf

Andrea Glauser: Verordnete Entgrenzung. Kulturpolitik, Artist-in-Residence-Programme und die Praxis der Kunst, Bielefeld 2009.

Peter J. Schneemann: Das Atelier in der Fremde, in: Topos Atelier: Werkstatt und Wissensform, (Hamburger Forschungen zur Kunstgeschichte, 7), hrsg. von Michael Diers und Monika Wagner, Berlin 2010, S. 175-189.

Joaquín Barriendos Rodríguez: Global Art and the Politics of Mobility: (Trans)Cultural Shifts in the International Contemporary Art-System, in: Thamyris/Intersecting: Place, Sex and Race, Art and Visibility in Migratory Culture. Conflict, Resistance, and Agency, hrsg. von Mieke Bal uns Miguel Á. Hernández-Navarro, S. 313-334.

Wolfgang Ruppert: Zur Sozial- und Kulturgeschichte der kreativen Individualität in der kulturellen Moderne im 19. und frühen 20. Jahrhundert, Frankfurt/Main 1998.

Martin Warnke: Hofkünstler. Zur Vorgeschichte des modernen Künstlers, Ostfildern 1991.

Wolfgang Welsch: Transculturality - the Puzzling Form of Cultures Today, in: Space of Culture: City, Nation, World, hrsg. von Mike Featherstone and Scott Lash, London 1999, S. 194-213.

Homi K. Bhabha: Die Verortung der Kultur (übers. von Michael Schiffmann und Jürgen Freudl), Tübingen 2000.

Claire Doherty: Situation (Documents of Contemporary Art), London 2009.

    Künstlerhäuser

    Überblick über diese Form der Künstlerförderung in Deutschland