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Luise Brinkmann, 1985 in Nordrhein-Westfahlen geboren, drehte schon in ihrer Schulzeit Kurzfilme. Nach einer Ausbildung zur Mediengestalterin und zusätzlichen Schauspiel- und Improvisationstheaterkursen realisierte sie eigene Filmprojekte. Ihr Film Nebenan (2010) lief erfolgreich auf LGBT-Festivals weltweit. Nach einem Studienjahr an der University for the Creative Arts in England studiert sie seit 2012 Regie an der Internationalen Filmschule (IFS) Köln. In ihrem Abschlussfilm Beat Beat Heart (2016), der mit dem Spezialpreis der Jury des Förderpreises Neues Deutsches Kino ausgezeichnet wurde, bringt sie verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Einstellungen zur Liebe an einem fiktiven Ort zusammen, um herauszufinden, wie Beziehungen heute überhaupt noch funktionieren können.

Beat Beat Heart l Kino Atlas, 19.10.2017 (20:30)

    Tim Fehlbaum, geboren 1982 in Basel, gilt als Ausnahmetalent. Von 2002 bis 2009 studierte er Regie an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Während seines Studiums realisierte er mehrere Kurzfilme, darunter den Thriller Für Julian, der 2004 bei den Shocking Shorts Awards den Hauptpreis gewann. Zudem inszenierte er Musikvideos und arbeitete als Kameramann.
    2011 gab er sein Debüt mit Hell (2016), einer überbelichteten Endzeitvision. Der Film erhielt zahlreiche positive Kritiken, gewann den Förderpreis Deutscher Film in der Kategorie Regie und wurde in sechs Kategorien für den Deutschen Filmpreis nominiert. Er lief außerdem im Wettbewerb des Internationalen Filmfestivals von Locarno und wurde 2012 mit dem New Faces Award für den besten Debütfilm ausgezeichnet.

    Hell l Kino Atlas, 19.10.2017 (18:15)

      Adrian Goiginger, geboren 1991 in Salzburg, gründete 2012 mit zwei Kollegen die Filmproduktionsfirma 2010 Entertainment OG, bei der er als Regisseur und Drehbuchautor tätig ist. Seit 2013 studiert er szenische Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg. Seine Kurzfilme Klang der Stille und Milliardenmarsch liefen auf zahlreichen Festivals weltweit und wurden mehrfach prämiert.
      Sein Kinodebüt Die beste aller Welten feierte seine Uraufführung auf der Berlinale 2017 und wurde dort mit dem Kompass-Perspektive-Preis für den besten Film der Sektion "Perspektive Deutsches Kino" ausgezeichnet. Es folgten weitere Preise bei der Diagonale (Publikumspreis), dem Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern (Publikumspreis, NDR-Regiepreis), sowie der Viennale 2017 (Best Young Director). Aktuell arbeitet Adrian an seinem zweiten Kinofilm.

      Die beste aller Welten l Kino Lucerna, 18.10.2017 (20:15)

        Valentin Hitz wurde in Stuttgart geboren, wuchs in Zürich auf und absolvierte sein Regiestudium an der Filmakademie Wien bei Axel Corti und Peter Patzak. Mehrere Kurzfilme, sein Diplomfilm Ratrace und das Langfilmdebüt Kaltfront zu denen er auch das Drehbuch schrieb, liefen erfolgreich auf zahlreichen internationalen Festivals. Valentin Hitz arbeitete mit zahlreichen namhaften RegisseurInnen zusammen (Jessica Hausner, Barbara Albert, Franz Novotny, Peter Patzak u. a.) und war als Dozent an der Bruckner Universität Linz tätig.
        Sein neuester Film Stille Reserven lief auf zahlreichen internationalen Filmfestivals und wurde vielfach preisgekrönt, u. a. beim Zurich Film Festival 2016 mit dem Golden Eye Award in der Sektion Fokus Schweiz, Deutschland, Österreich. Momentan arbeitet Valentin Hitz mit Marvin Kren und Erwin Wagenhofer an zwei neuen Filmprojekten.

        Stille Reserven l Kino Lucerna, 20.10.2017 (18:00)

          Johannes Naber, 1971 in Baden-Baden geboren, studierte an der Filmakademie Baden-Württemberg und schloss das Studium 1999 mit dem Diplom im Fachbereich Regie Dokumentarfilm ab. Sein Spielfilmdebüt Der Albaner (2010) wurde mit dem Max-Ophüls-Preis sowie dem Silver George des Internationalen Filmfestivals in Moskau ausgezeichnet. Für Zeit der Kannibalen (2015) erhielt er den Deutschen Filmpreis in Bronze in der Kategorie Bester Spielfilm sowie Auszeichnungen für das Beste Drehbuch und den Besten Spielfilm vom Verband der deutschen Filmkritik. Sein dritter Spielfilm Das kalte Herz ist eine prominent besetzte Adaption von Wilhelm Hauffs Märchenklassiker. Das Filmteam um Johannes Naber erschuf eine eigene Welt mit einem außergewöhnlichen Look, ohne historisch korrekt sein zu wollen.

          Das kalte Herz l Kino Lucerna, 20.10.2017 (20:30)

            Simon Verhoeven, 1972 in München geboren, studierte zunächst Jazzkomposition und Filmmusik. Die Aufnahme an der Tisch School of Arts der New York University ermöglichte es ihm später als Drehbuchautor und Regisseur zu arbeiten. Nach seinem ersten Spielfilm 100 Pro war Verhoeven auch als Schauspieler in Spielfilmen und im TV zu sehen. Mit dem Kinofilm Männerherzen nach seinem eigenen Drehbuch wurde Verhoeven schließlich auch wieder als Regisseur aktiv. Die Komödie war mit über zwei Millionen Zuschauern ein großer Kinohit in Deutschland, das Drehbuch wurde mit dem Bayerischen Filmpreis 2009 ausgezeichnet. In den folgenden Jahren war Simon Verhoeven als Werberegisseur für die Lufthansa, Nutella und die Telekom tätig. 2016 kam Verhoevens Komödie Willkommen bei den Hartmanns in die Kinos und wurde zum erfolgreichsten deutschen Kinofilm des Jahres. Im Januar 2017 wurde er dafür beim Bayerischen Filmpreis mit dem Produzentenpreis ausgezeichnet und gewann außerdem den Publikumspreis.

            Willkommen bei den Hartmanns l Kino Lucerna, 19.10.2017 (18:00)

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