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Geboren 1967 in Basel, Schweiz studierte Thomas Isler zuerst Philosophie, Geschichte und Soziologie an der Universität Basel. Später besuchte er die Hochschule für Gestaltung und Kunst im Bereich Film/Video in Zürich. Seit 2007 ist er Dozent an der Filmklasse der F+F Schule für Kunst und Design in Zürich. In seinem Schaffen nimmt er oft Themen mit kritischem Bezug auf. In Prag stellt Thomas Isler seinen Film Die Demokratie ist los! vor.
    Fredi M. Murer ist 1940 in Beckenried in der Schweiz geboren. Er absolvierte eine Ausbildung an der Fachklasse für Fotografie an der Schule für Gestaltung Zürich. Seit 1967 Arbeit als freischaffender Filmemacher und Produzent in Zürich. Im Jahr 2007 erhielt er den Schweizer Filmpreis für den Besten Spielfilm „Vitus“ (2006). 2008-10 Präsident der Schweizer Filmakademie. Murers Filme überzeugen mit ihrer Zurückhaltung, Einfachheit und Schlichtheit. In Prag stellt Fredi M. Murer seinen Film Höhenfeuer vor.
      Götz Spielmann zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen österreichischen Autorenfilmern. Er wurde 1961 in Wels geboren und wuchs in Wien auf. Bereits während der Schulzeit begann er mit dem Schreiben und Inszenieren, sein erster Spielfilm lief 1978 im Fernsehen. Von 1980 bis 1987 studierte er Drehbuch und Regie an der Filmakademie Wien und gewann erste internationale Filmpreise. Nach mehreren Filmen für Kino und Fernsehen zog er sich 1994 für mehrere Jahre vom Filmemachen zurück, 1999 setzte er die Filmarbeit fort, mit „Die Fremde“, „Spiel im Morgengrauen“ und „Antares“, der weltweit auf über dreißig Festivals gezeigt wurde. Seit 2005 arbeitet Götz Spielmann auch für das Theater als Regisseur und Autor. 2006 gründete er zusammen mit Sandra Bohle seine eigene Produktionsfirma „Spielmannfilm“. 2007 schrieb, inszenierte und produzierte er den Spielfilm „Revanche“, der 2009 für den Auslandsoscar nominiert wurde und insgesamt 14 Preise auf internationalen Festivals gewann. 2013 folgte sein Spielfilm „Oktober November“, der auf zahlreichen internationalen Festivals lief. Seit 2011 leitet Götz Spielmann die Drehbuchklasse an der Filmakademie Wien. In Prag stellt Götz Spielmann im Rahmen der Sektion TOP 10 seinen Film Revanche persönlich vor, im Zusammenarbeit mit der Prager Filmhochschule FAMU wird außerdem eine Masterclass mit Götz Spielmann angeboten.
        Oliver Haffner wurde 1974 in München geboren, studierte Politikwissenschaft und Theaterregie und arbeitete an mehreren deutschen Bühnen. Im Jahr 2000 wechselte er erneut das Fach und begann sein Studium der Filmregie an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Nach mehreren Kurzfilmen drehte er im Jahr 2010 seinem Abschlussfilm „Mein Leben im Off“. In Prag präsentiert Haffner seinen neuesten Film Ein Geschenk der Götter, in dem er als Autor und Regisseur seine Theater-Erfahrungen verarbeitete.
          Jochen Alexander Freydank wurde 1967 in Ost-Berlin geboren. Freydank begann seine Karriere als Aushilfe beim Film und drehte TV- und Kurzfilme. Im Jahr 2009 gewann er den Oscar für den Kurzfilm „Spielzeugland“ über den Holocaust und das Verhalten des durchschnittlichen Deutschen währenddessen. Freydank drehte zudem zwei erfolgreiche Tatorte und die Tragikomödie „Und weg bist Du“. In Prag präsentiert Jochen Alexander Freydank seinen ersten Langspielfilm Kafkas Der Bau.
            Dustin Loose wurde 1986 in Bonn geboren. Er ist Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg im Fach Regie und drehte dort bereits mehrere Kurzfilme. Im September 2015 erhielt er den Student Oscar für seinen Kurzfilm Erledigung einer Sache . In Prag präsentiert er diesen preisgekrönten Film.
              Julius Nitschkoff, Jahrgang 1995, sammelte bereits früh Erfahrungen in Film und Fernsehen. Im Alter von 15 Jahren war er in dem Dokumentar-Spielfilm „Die Kinder von Blankenese“ als Holocaust-Überlebender zu sehen. Neben dem Schauspiel interessiert er sich für Musik und Sport, vor allem für Klettern, Kampfsport und Breakdance. Er lebt und arbeitet in Berlin. In Prag stellt er den Eröffnungsfilm Als wir träumten vor, in dem er eine der Hauptrollen - Rico - spielte.
                Stephanie Fürstenberg wurde 1961 im München geboren. Sie studierte Schauspiel an der Otto-Falckenberg-Schule in München und am International Theatre New York, parallel zu ihrer Ausbildung als Goldschmiedin. Sie lebt im österreichischen Waldviertel und macht dort Schloß Weitra im Rahmen von Kulturveranstaltung einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich. Parallel dazu spielt sie in zahlreichen Theater-, Fernseh- und Kinoproduktionen. Zuletzt war sie z. B. in den erfolgreichen österreichischen Kinofilmen „Soldate Jeannette“ (2012) von Daniel Hösl und „High Performance“ (2013) von Johanna Moder zu sehen. Sie arbeite mehrfach mit dem Regisseur Peter Kern zusammen, dem enfant terrible der österreichischen Filmlandschaft, der im August 2015 verstorben ist. In Prag stellt sie ihre letzte Zusammenarbeit mit Peter Kern in seinem kontroversen letzten Film Der letzte Sommer der Reichen vor, der seine Premiere auf der Berlinale feierte.
                  Wolfgang Murnberger gilt als einer der erfolgreichsten Regisseure Österreichs. Er wurde 1960 in Wiener Neustadt geboren. Er studierte Regie, Drehbuch und Schnitt an der Wiener Filmakademie und gewann bereits mit seinem Abschlussfilm „Himmel oder Hölle“ (1990) zahlreiche internationale Filmpreise. Seit den 1990er Jahren dreht er für Kino und Fernsehen, u. a. einige der erfolgreichsten ORF-Produktionen des „Tatort“. Mit „Komm, süßer Tod“ begann im Jahre 2000 die Zusammenarbeit an den Verfilmungen der Bestseller von Wolf Haas, es folgten „Silentium!“ (2005) und „Der Knochenmann“ (2009), die beide im Rahmen der Berlinale präsentiert wurden. 2011 war Wolfgang Murnberger dort auch mit seinem Film „Mein bester Feind“ (2011) mit Moritz Bleibtreu und Georg Friedrich in den Hauptrollen zu Gast. In seinem aktuellen Film Das ewige Leben, den er in Prag persönlich vorstellen wird, lässt er Josef Hader zum vierten Mal in die Rolle des lakonischen Privatdetektivs Simon Brenner schlüpfen, das Drehbuch hat das Kulttrio Hader-Murnberger-Haas erneut gemeinsam verfasst. Seit 2013 ist Wolfgang Murnberger auch Professor im Fach Regie an der Filmakademie Wien.

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