Future Perfect

Foto CC-BY-NC-ND: Nadia Mounier

Das Königreich der Marionetten liegt auf der Straße

Die junge Juristin Rania Refaat setzt Marionetten ein, um durch Theateraufführungen in den Straßen Kairos die Menschen in Ägypten über ihre gesetzlich festgelegten Rechte und Pflichten aufzuklären.Mehr ...
Der Fischer Stan Bruno (l.), Gründer und CEO von Real Good Fish Alan Lovewell und im Vordergrund der Fischer Jerry Foster | Foto (CC-BY-SA): Real Good Fish

Fang der Woche

Die Solidarische Landwirtschaft hat nun auch einen Meer-Wert: Kunden solidarischer Fischereibetriebe unterstützen die Wirtschaft vor der Haustür und genießen stets fangfrische Meeresspezialitäten.Mehr ...
Foto CC-BY-NC-SA: Tarek Marzougui

Zurück zur biologischen Landwirtschaft

Emma Ben Haouala-Bernegger hat in Tunesien eine eigene Marke von Bioprodukten etabliert, die in traditionellen Verfahren hergestellt werden.Mehr ...

Mit Tradition experimentieren

Recycling von Bauschutt und Neubelebung traditioneller Bautechniken: ShamsArd Studio zeigt, wie nachhaltige regionale Architektur in Palästina aussehen kann.Mehr ...
Guy Ryan, Gründer und CEO von Inspiring Stories | Foto (CC-BY-ND): Inspiring Stories

Die nachhaltige Energie junger Ideen

Die Organisation Inspiring Stories unterstützt junge Menschen in Neuseeland dabei, ihre Ideen für eine bessere Zukunft umzusetzen.Mehr ...
Platzgestaltung um den Maulbeerbaum nahe des Dorfes Jiala | © standardarchitects, Foto: Cheng Shu

Kultur statt Folklore

Eine neue Generation chinesischer Architekten arbeitet gegen die Massenbebauung, im und mit dem ländlichen Raum. Damit geben sie Impulse für die Aufwertung von Chinas gebauter Kulturlandschaft.Mehr ...
Bei der Veranstaltung Brot und Zirkusspiele gibt es Brot und andere Leckereien aus der örtlichen Bäckerei sowie Zirkusnummern. | Foto (CC-BY): Anna Laakkonen / Rauniokaupunki

Kultur in der Wildnis

Der Kulturverein Rauniokaupunki bringt Musik und Theater in die nordfinnische, von der Wildnis umgebene Stadt Kajaani.
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© Heschel Center for Sustainability

Die Nachhaltigkeitsbrille

Das Heschel Center for Sustainability möchte das Bewusstsein für Nachhaltigkeit in Israel stärken. Dafür setzen die Mitarbeiter auf die Förderung von Aktivisten und Multiplikatoren.Mehr ...
Foto © Sören Kittel

Mit Fahrrädern zurück ins Leben

Der Sozialarbeiter Lee Hyeong-un bringt mit seiner Fahrradwerkstatt ByCycle Obdachlosen bei, wie es sich anfühlt, Teil der Gesellschaft zu sein. Ein Besuch in der Hochhausschlucht von Seoul.Mehr ...
Foto (CC BY-SA): FreshWater

Die Demokratisierung des Wassers

Drei chilenische Ingenieure entwickelten das Haushaltsgerät FreshWater. Millionen von Lateinamerikanern könnten darüber autonomen Zugang zu Trinkwasser erlangen.Mehr ...
Foto (CC BY-SA): POLIGON

Ein Übungsfeld für kreative Gemeinschaften

Poligon ist das erste Kreativzentrum Sloweniens für die Kreativwirtschaft, soziales Unternehmertum und Kultur.Mehr ...
Die Gruppe vor dem Musikstudio | © Reporterre

Klimabewusstsein durch Rap

In einem benachteiligten Viertel in der Nordstadt von Marseille hat die Zeitschrift Reporterre Umweltbewusstsein und Alltagsprobleme zusammengebracht. Eine Brücke zwischen beiden spannt der Rap.Mehr ...
© Architect Koen Olthuis, Waterstudio.NL

Der treibende Holländer

In der Tradition seiner wasserzähmenden Nation entwirft der Niederländer Koen Olthuis schwimmende Wohn- und Lebensinseln – auch weil es im Angesicht des Klimawandels neuer Architekturen bedarf.Mehr ...
| Foto (CC BY-NC): Lenon Reis

Die Schönheit der Peripherie

Salvador de Bahia zeigt die Laje-Sammlung Arbeiten von Künstlern aus den Vororten. Damit trägt sie zur Wertschätzung der Geschichte dieser Stadtviertel bei der ansässigen Bevölkerung bei.Mehr ...
Foto (CC BY-ND): Wesley Nel

Mit Bienen hoch hinaus

Die Bienen, die auf den Dächern der australischen Stadt Melbourne leben, führen alles andere als ein Hundeleben – frei von der Varroamilbe, die den Rest der Welt heimsucht.Mehr ...
Foto (CC): Lauro Rocha

Leben und Lernen

Eine Stadt, zwei Teile, fein separiert nach arm und reich. Gentrifizierung, Entmietung, Luxussanierung: Goldgrund Immobilien macht’s möglich!Mehr ...
Saatgutaustausch in der 5. Region. © Red Semillas Libres Chile

Die Saatgutwächter

Das Netzwerk Red Semillas Libres Chile, eine integrative, horizontale und autonome Vereinigung zum Schutz des Kulturerbes Saatgut, kämpft gegen Monokulturen und genmanipulierten SamenMehr ...
Foto (CC BY-ND): Wesley Nel

Eine bessere, grünere Zukunft

Ein verlassenes Brauereigelände im Herzen von Australiens größter Stadt lebt wieder auf und ist auf dem besten Weg, zum Vorzeigeprojekt der Stadt zu werden.
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Foto CC-BY-NC-SA: Youth Decides

Demokratie vorprogammiert

Selbst ein Kind der Revolution, hilft der Verein Youth Decides der tunesischen Jugend, ihre politischen und wirtschaftlichen Geschicke in die Hand zu nehmen.Mehr ...
Bild (CC BY-NC-ND): David Borgwardt

Erpflückt Euch Eure Stadt

Pflaumenbäume, Holunderbüsche, Pilze - die Stadt bietet viel mehr Nahrungsquellen als den Supermarkt um die Ecke. Wer sucht und sich traut, dem erschließt sich eine Welt. Ein Comic.Mehr ...
© Rufwork

Zwischen Reisfeld und Golfplatz

Eine neue Generation chinesischer Architekten arbeitet gegen die Massenbebauung, im und mit dem ländlichen Raum. Damit geben sie Impulse für die Aufwertung von Chinas gebauter Kulturlandschaft.Mehr ...
© Pedro Barbosa

Gemeinschaftstourismus am Amazonas

In der nordbrasilianischen Amazonasregion Tapajós-Arapiuns engagiert sich eine private Initiative für bewussten und nachhaltigen Tourismus, zum Schutz der Umwelt und der lokalen Kulturen.Mehr ...
© Petra Pospěchová

Bücher und Senioren zurück im Spiel

Die Gruppe Kupbook verteilt in tschechischen Cafés Antiquariat-Boxen. Bestückt werden sie mit Bücherspenden von Senioren, der Erlös finanziert deren Freizeitaktivitäten.Mehr ...
Fleet Farming Marktstand | Foto (CC BY-SA): Fleet Farming

Urbane Landwirtschaft auf Rädern

Eine radelnde Truppe aus freiwilligen Helfern in Orlando, Florida, unterstützt die Einwohner dabei, Lebensmittel für den Eigenbedarf anzubauen – in ihren Vorgärten.Mehr ...
© Sweet Beginnings, LLC

Aller Anfang ist süß

Sweet Beginnings in Chicago hilft ehemaligen Häftlingen, sich mit Bienenzucht eine Existenz aufzubauen – und bewirkt damit auch ein Umdenken über Umweltschutz und Strafvollzug.Mehr ...
© Daniela Gellner

Akkordarbeit fürs Karma

Sein Projekt Hartz IV Möbel hat sein Herz für die Open-Source-Idee geöffnet. Das ist ein paar Jahre her. Inzwischen stellt Van Bo Le-Mentzel sich die ganz große Frage, wie gutes Wirtschaften aussehen kann – und findet die Antwort in der Crowd.Mehr ...
Foto (CC): Jana
Revedin/Gernot Gleiss für LOCUS Foundation

Vom Gestalten lebenswerter Räume

Die Architektin, Wissenschaftlerin und Autorin Jana Revedin setzt sich für Nachhaltigkeit in Architektur und Städtebau ein. Ihre Arbeit ist ein Plädoyer gegen Hast und für bleibende Gestaltungsqualität.Mehr ...
© Studio Roosegaarde

Der Umdenker

Neue Ideen für die alte Welt – nur so lässt sich der Planet retten. Denkt der Niederländer Daan Roosegaarde, der umweltbewusste Techno-Poet unter den Designern.Mehr ...
Foto CC-BY-NC-SA: Tarik Marzougui

Jeder Tunesier ein Reiter

Trad Ben Gobrane hat sich die Bewahrung und Neubelebung der traditionellen tunesischen Pferdeberufe zum Anliegen gemacht. Bis aus einer einfachen Idee ein konkretes Projekt wurde, bedurfte es großer Beharrlichkeit.Mehr ...
Foto (CC): Tarik Marzougui

Die Frau mit den sechs Hüten

Sonia Mhamdi hat sich einer einst desolaten Oase im Süden Tunesiens angenommen und diese zu einem neuen Zentrum der Produktion und der Hoffnung gemacht.Mehr ...
© Takuya Suzuki

„Nicht zu ordentlich!“

Wie wenig Platz man benötigt, um die Energie heimischer Pflanzensamen zu spüren, erfahren Japaner in den Miniatur-Garten-Workshops von SEEDS OF LIFE.Mehr ...
© Géza Talabér

Stroh, Lehm und Hightech

Der Architekt Péter Pozsár möchte Missstände in Ost-Ungarn lindern: Sein Modulhaus-Konzept verspricht finanzierbare Wohnhäuser und ein Mittel gegen hohe Arbeitslosigkeit.Mehr ...

Soziale Kiste

Im Norden von Paris sammelt, säubert und verkauft der Verein Carton plein Umzugskartons. Menschen in prekärer Lebenslage recyceln, liefern per Fahrrad aus, helfen beim Umzug – und gewinnen Kompetenzen für Beruf und Leben.Mehr ...
Das vegane Essen der obdachlosen Köchinnen in Prag. Foto (CC): Zdeňka Hanáková

Sich in die Augen schauen

Wenn obdachlose Frauen für die Öffentlichkeit kochen, schmelzen die Vorurteile. Die Organisation Jako doma verschafft den Köchinnen viele Bühnen in Prag – und eine Stimme.Mehr ...
© Petra Pospěchová

Das Wunder von Zips

In einer Region, die bekannt ist für hohe Arbeitslosigkeit und ein konflikthaftes Zusammenleben der slowakischen Mehrheit mit der Minderheit der Roma, ist die Gemeinde Spišský Hrhov ein Beweis dafür, dass für Veränderungen manchmal guter Willen und Toleranz ausreichen.Mehr ...
Foto (CC BY-NC-ND): 2014 Daniel Delang

Von Bürgermeistern und Gorillas

Eine Stadt, zwei Teile, fein separiert nach arm und reich. Gentrifizierung, Entmietung, Luxussanierung: Goldgrund Immobilien macht’s möglich!Mehr ...
© Ruben Neugebauer / jib collective

Im Zweifel für die Frechheit

Ein Schreckgespenst geht um: Eine internationale Aktivistengruppe mit Büro in Berlin bringt jene Cliquen und Konzerne in die Bredouille, die sich bislang vor zivilem Protest in Sicherheit wähntenMehr ...
Die demografische Krise verwandelt Gaza in eine Betonwüste, an Grünflächen mangelt es. Auf den städtischen Dächern Landwirtschaft zu betreiben, ist eine kleine Antwort auf ein großes Problem.Mehr ...

Das Haus der Alten

Die junge Tunesierin Abir Rouis hat sich mit ihrem Verein Mazalet El Barka große Ziele gesetzt: Sie möchte vernachlässigten älteren Menschen neue Hoffnung geben und Brücken zwischen den Generationen bauen, in einer der ärmsten Regionen im Hinterland von Tunesien.Mehr ...
LAMM. Foto (CC): Adam Schwarz

Das Schaf im Wolfspelz

Wer nicht fragt, bleibt stumm. Weil Schweigen nichts verbessert, stellen die Redakteure des Onlinemagazins LAMM Fragen für einen nachhaltigeren Konsum. Unternehmen, seid achtsam!Mehr ...
Das Geschirr von zestawZESTAW © zestawZESTAW / Martyna Ochojska, Dominika Wysogląd und Joanna Jurga

Geschirr zum Mitmachen

Drei Studentinnen zeigen im Rahmen des Projekts zestawZestaw, wie man essbares Geschirr selbst herstellen kann.Mehr ...
Praça da Nascente, São Paulo © Leonard Castro

Den öffentlichen Raum besetzen und umarmen

Durch das Engagement aktiver Bürger wird in der Westzone von São Paulo ein Platz wiederbelebt und eine kleine Oase mitten in der Stadt geschaffen.Mehr ...
© Mary O'Brien

Kunst, die sich in der Welt bewegt

Zwei kalifornische Künstler erschaffen Skulpturen im öffentlichen Raum, die zur Regeneration geschädigter Ökosysteme beitragen und schließlich eins werden mit der Natur.
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EMIS-Schüler mit der deutschen Upcycling-Designerin Lisa Prantner © EMIS

Schule des Wandels

Jugendliche von verfeindeten Seiten des Nahen Ostens leben und lernen in Israel zusammen an der Eastern Mediterranean International School. „Gegenseitiges Verständnis“ lautet die erste Lektion bei der Vorbereitung auf das Leben in einer komplexen und vernetzten Welt.Mehr ...
Foto (CC BY-NC-SA): Ägidius Wellenzohn

Das Wunder von Mals

Die Südtiroler Geminde Mals hat sich in einer Volksabstimmung für eine pestizidfreie Heimat entschieden und ist deshalb auf dem Wege, weltberühmt zu werden. Der Konflikt ist damit aber noch nicht ausgestanden.Mehr ...
© Verena Brüning

Möbelbau für Menschenrechte

Bei CUCULA, der Refugees Company for Crafts and Design, erarbeiten sich fünf junge Asylsuchende durch Produktion und Verkauf von Designmöbeln eine tragfähige Lebensgrundlage.Mehr ...
© Community Land Trust BXL

Zukunftsmodell visionäres Wohnen

Community Land Trust BXL kauft in Brüssel Grundstücke und baut darauf bezahlbaren Wohnraum. Die Häuser werden verkauft, der Boden nicht.Mehr ...
© Stiftung Urgenda

Dringende Warnung

Weil das Klima auf die Politik nicht wartet, verändert Marjan Minnesma die Welt eben selbst. Mit ihrer Stiftung Urgenda drängt sie auf die Energierevolution.Mehr ...
© Goethe-Institut Tunis

Das Glück auf der Wiese

Im tunesischen Dorf Sidi Thabet nimmt ein Therapie-Bauernhof junge Behinderte aus sozial benachteiligten Familien auf. Die Jugendlichen bekommen dort die Chance auf eine Berufsausbildung. Und lernen nebenbei auch die Kunst des Pferdeflüsterns.Mehr ...

Städtischer Schandfleck wird Park

Einen Spielplatz bauen. Geld sammeln. Bäume pflanzen. Die Aktionsgruppe CanalPark BXL nutzt alle Mittel, um eine No-Go-Zone in einen lebendigen Nachbarschaftspark zu verwandeln. Mehr ...
Amaninsche Kühe. Foto (CC BY-SA): Daniel Schürer

Kooperation im Zeichen des Kolibri

Das agroökologische Zentrum Les Amanins lädt seit einem Jahrzehnt dazu ein, sich in Kooperation, Bildung, Autonomie und ressourcenschonendem Wirtschaften auszuprobieren.Mehr ...
Lesung bei Cooperifa, São Paulo. Foto (CC): João Wainer

Literatur am Stadtrand

Die Kulturkooperative der Peripherie bringt Gedichte in eines der gewalttätigsten Viertel von São Paulo.Mehr ...
Freiwillige sind dabei, den Boden zu düngen. Foto Copyright: Torekes De Site

Gent glänzt mit Torekes

In einem gering entwickelten Viertel des belgischen Städtchens Gent zeigt die lokale Münze Toreke, wie groß die transformative Kraft alternativer Währungssysteme sein kann.Mehr ...
Schwebende Kleingärten, Espacio G. Projekte mit offenen Codes, 2011-2012. Foto (CC): Espacio G

Selbstverwaltung und Aktivismus im postindustriellen Zeitalter

Espacio G steht für Kunst jenseits des akademischen Umfelds. Hier wird die freie Verbreitung von Wissen praktiziert und mit dem Etablierten gebrochen.Mehr ...
Schulkinder auf dem Schulhof der normannischen Schule, die dank EP nun Solarstrom auf ihrem Dach produziert. Foto (CC BY-SA): Energie Partagée

Gemeinsam die Energie von morgen wählen

Über den Verein und Bürgerinvestitionsfonds Énergie Partagée kann sich jeder für die Energiewende engagieren – etwa für Solarstrom aus der Normandie.Mehr ...
Beim Absieben von Kefir. Foto (CC BY-SA): Lou Preston

Den Wandel zum Gären bringen

Um das alte kulinarische Handwerk der Fermentation brodelt es wieder. In einer vom Klimawandel geprägten Zukunft könnte die Fermentation uns erlauben, eine abwechslungsreiche Ernährung ebenso zu bewahren wie die kulturelle Vielfalt.Mehr ...
Niels van Lingen, Geschäftsführer Thermiq. Foto (CC BY-NC-ND): ThermIQ

Dem ein Licht aufgeht

Mit Infrarotpaneelen lässt sich gezielt und energiesparend heizen. Für ihre Verbreitung brennt Unternehmer Niels van Lingen.Mehr ...
Henry Mentink. Foto: MyWheels

Weniger Besitz, bessere Nutzung

Henry Mentink wollte Fairtrade-Geschäfte ansprechender aussehen lassen – und hat nebenbei das Carsharing in die Niederlande gebracht.Mehr ...
Zum Verkauf angebotene örtliche Produkte. Foto (CC BY-SA): Bálint Bajomi

Ein Wochenende auf dem Land

Beim Paraszt-Wellness schnuppern Freiwillige im ungarischen Dorf Gömörszőlős in die nachhaltige Landwirtschaft und ökologische Lebensweisen.Mehr ...
Einheimische Kinder nehmen den Wäschetrockner von Bódvalenke in Besitz. Foto (CC BY-SA): Márton Botond - Sziget Festival Official

Die Dorfbeschützer

Ein architektonisches Geschenk verleiht der von Armut und Zwist geprägten Dorfgemeinschaft im ostungarischen Szakácsi Kraft zum gemeinsamen Handeln.Mehr ...
Der Arcadia Mobile Market beim Aufbauen, um Obst und Gemüse in LeDroit Park, Washington DC, zu verkaufen. Foto (CC BY-SA): Tegan Gregory

Eine Oase in der Lebensmittelwüste

Lücken in der Lebensmittelversorgung schließt in Washington D.C. der mobile Markt Arcadia. Fehlen zur Ernährungssicherheit nur ein paar Busse?Mehr ...
Ben Kneppers (links) und Kevin Ahearn zeigen, wieviel Netz sie für ein Skateboard brauchen. Foto (CC BY-SA): Kevin Ahearn

Altes Netz im neuen Gewand

Gegen die Verschmutzung der Meere und zur Unterstützung chilenischer Fischer fertigt das US-amerikanische Start-up Bureo Skateboards aus alten Fangnetzen.Mehr ...

Nahrungsmittelsystem der Zukunft

Essen Sie die lokale Herausforderung. Foto (CC): BAMCO

Nahrungsmittelsystem der Zukunft

Das Catering-Unternehmen BAMCO verändert den Nahrungsmittelsektor der USA und stärkt die Nachhaltigkeit mit jedem neuen Zulieferer.

In der Verarbeitungshalle eines Fischlieferanten in Alaska fielen einer Einkäuferin Lachsstückchen auf, die nach dem Entgräten und Filetieren der für den Verkauf bestimmten Ware an der Fischhaut hängenblieben. „Was machen sie damit?“, wollte sie von dem Angestellten wissen, der ihr daraufhin mitteilte, dass die Abfälle zerkleinert und anschließend in den Prinz-William-Sund geworfen würden. Die Einkäuferin erkannte das Potential der vermeintlich wertlosen Lachsreste und bot an, sie dem Fischhändler abzunehmen, wenn er sie nach San Francisco lieferte. Bei der Einkäuferin handelte es sich um die Direktorin für Einkaufsstrategie der Bon Appétit Management Company BAMCO. Und so gelangten die Lachsüberbleibsel nach ihrer Ankunft in San Francisco in die Hände der Chefköche des kalifornischen Gastronomieunternehmens. Sie sahen sich vor der Herausforderung, daraus etwas Neues zu kreieren und warteten mit Burgern, Pad Thai, Tacos und einer Vielzahl anderer Gerichte aus Lachs auf.

BAMCO versorgt Angestellte, Universitätsstudenten und Museumsbesucher in 32 Bundesstaaten mit 150 Millionen Mahlzeiten jährlich und ist in seiner 26-jährigen Geschichte seit langem Vorreiter für nachhaltige Unternehmenspraktiken. Dabei ist die Verwertung von Lebensmittelresten wie Fischabfällen nur ein Beispiel. Jeder der 500 Standorte wird von einem Chefkoch geleitet, der mindestens 20 Prozent der Lebensmittel von Lieferanten aus einem Umkreis von 250 Kilometern beziehen muss. Diese Auflage reicht ins Jahr 1999 zurück, als die Vizepräsidentin für Unternehmensstrategie Maisie Ganzler BAMCOs Farm-to Fork-Programm (Vom Bauernhof auf die Gabel) aus der Taufe hob. Zudem weist der Low-Carbon-Diet-Plan zur Reduzierung der CO2-Bilanz die Chefköche an, firmenweit die Verarbeitung von Rindfleisch um 33 Prozent und die von Käse um zehn Prozent zu senken sowie auf Ware aus Luftfracht zu verzichten. Und BAMCO wandte sich als eines der ersten Gastronomieunternehmen gegen den exzessiven Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung, befürwortete nachhaltige Fischerei, verwendete Fleisch und Eier von Tieren aus artgerechter Haltung und unterstützte Landwirte.

Alle sind gefordert

Indem man die Chefköche dazu ermutigt, sich eigenständig für Nachhaltigkeit einzusetzen, will BAMCO von der üblichen industriellen Nahrungsmittelverarbeitung abweichen und ein Versorgungssystem aufbauen, das Vorbildfunktion für das ganze Land hat. „Wie können wir mit jedem Teil unseres Unternehmens dazu beitragen, ein solches System zu etablieren?“, fragt Ganzler.

Die Gastronomiebranche legt insgesamt steigenden Wert auf Nachhaltigkeit. Wolfgang Puck Worldwide, Franchise-Restaurantkette und Nahrungsmittelunternehmen, bietet eine Auswahl an Bioprodukten, vegetarischen Mahlzeiten und kauft nur Meerestiere aus nachhaltiger Fischerei, Eier von Hühnern und Fleisch von Kälbern aus Freilandhaltung sowie Fleisch von Schweinen, die nicht in Kastenständen gezüchtet werden. Ebenso erwirbt die Fastfood-Restaurantkette Chipotle Mexican Grill neben anderen Maßnahmen Schweinefleisch ausschließlich von Lieferanten, bei denen weder Kastenstände noch Antibiotika zum Einsatz kommen. Die große Supermarktkette Whole Foods kauft Produkte aus der Region, bezieht den Großteil des Fleischs aus artgerechter Haltung und sorgt in Zusammenarbeit mit dem Marine Stewardship Council, dem Blue Ocean Institute und dem Monterey Bay Aquarium dafür, dass die verkauften Meerestiere soweit wie möglich aus nachhaltiger Fischerei stammen. Selbst Burger King ist auf den Zug aufgesprungen und hat Veggie-Burger und den fleischfreien Montag im Angebot.

Doch durch die langjährige Erfahrung steht BAMCO an der Spitze solcher Bemühungen. „Kein Gastronomieunternehmen kann es in Sachen Tierschutz auch nur annähernd mit Bon Appétit aufnehmen“, meint Josh Balk, Director of Food Policy im Bereich Nutztierschutz der Tierschutzorganisation Humane Society of the United States. „Besonders durch ihre Verpflichtung, ausschließlich Eier aus Freilandhaltung und Fleisch aus kastenstandfreier Aufzucht … sowie Tierprodukte von Bauernhöfen einzusetzen, die von unabhängigen und glaubwürdigen Tierschutzorganisationen zertifiziert sind.“ Bis 2015 sollen mindestens 25 Prozent der verarbeiteten Fleisch- und Eierzeugnisse des Unternehmens von Lieferanten stammen, deren artgerechte Produktionsmethoden von vier solcher Organisationen beglaubigt worden sind.

„Wir haben unsere Absichten formuliert und wollen unsere Versprechen auch in die Tat umsetzen“, sagt Ganzler und fügt hinzu, dass es noch einiger Anstrengungen bedarf, um das für 2015 gesteckte Ziel zu erreichen, Schwein ausschließlich aus kastenstandfreier Haltung zu beziehen. „Das Problem ist, dass es dafür nicht genügend Lieferanten gibt“, erklärt sie. „Die Produzenten können mit unseren Anforderungen nicht mithalten, und dabei sind wir sogar gewillt, mehr dafür zu bezahlen!“

In großem Maßstab denken

Obwohl die meisten Initiativen lokalen Produzenten zugutekommen, denkt BAMCO auch global. Als die Chefköche den Fisch Tilapia anforderten, fand der Caterer mithilfe der Verbraucher-Informationsplattform Seafood Watch des Monterey Bay Aquarium das einzige Unternehmen in China, das nachhaltige Tilapiazucht betreibt (weniger als fünf Prozent der weltweit gezüchteten Tilapias stammen aus den USA). Obwohl chinesischer Tilapia damals als nicht empfehlenswert galt, befürwortete Seafood Watch den Einkauf. Warum? „Weil damit ein Signal an China gesendet wurde, dass eine Umstellung der Zuchtmethoden sich in höheren Verkaufszahlen niederschlagen kann“, erläutert Ganzler. „Wir kaufen von diesem bestimmten Hersteller in China, um einen Anreiz für andere Produzenten zu schaffen, umweltfreundlicher vorzugehen.“ Insgesamt hat sich die Tilapiazucht in China verbessert, seit BAMCO den Fisch von ihrem nachhaltigen Lieferanten bezieht. Heute steht Tilapia aus China nicht länger auf der roten Liste, sondern wird von Seafood Watch als „gute Alternative“ eingestuft.

Nun wendet sich der Caterer industriellen Viehzuchtbetrieben zu. „Wir haben immer kleine, regionale Hersteller unterstützt, aber wie können wir das Verhalten der Großproduzenten ändern?“, will Ganzler wissen. „Sie haben sich bis jetzt viel erlauben können, weil die meisten Verbraucher gar nicht wissen, wer oder was dahinter steht.“ Obwohl BAMCO gar kein so großes Gastronomieunternehmen ist, will man über sich hinauswachsen und zur Veränderung beitragen. „Wir versuchen stets Mittel zu finden, unseren guten Namen wirksam einzusetzen und beim Einkaufen mehr Druck auszuüben, als unsere Firmengröße eigentlich erlaubt, um einen Wandel in der Lieferkette herbeizuführen“, meint Ganzler. Und trotzdem weiß sie, dass ein Lebensmittel sich nur erfolgreich verkaufen lässt, wenn die Verbraucher es auch konsumieren wollen. „Das müssen wir berücksichtigen, auch wenn uns die Nachhaltigkeit noch so sehr am Herzen liegt“, sagt sie abschließend.

    Ammon Thomas' Samen keimen bald. Foto (CC BY-SA): Sarah Jacobson

    Wenn Fische Pflanzen gießen

    In Reading, der zweitärmsten Stadt der USA, propagiert und praktiziert die Bürgerinitiative Permacultivate den lokalen Lebensmittelanbau.Mehr ...
    Brot Backen. Foto (CC BY-SA): La conquête du pain

    Das Brot der Anarchisten

    Die Bäcker von La conquête du pain beglücken ihren Stadtteil in Montreuil mit Baguettes – und leben dabei den Anarchismus.Mehr ...
    La Collecterie. Foto (CC BY-SA): Florence Vallot

    Neues Leben für alte Gegenstände

    Die Collecterie in Montreuil kämpft gegen Verschwendung, indem sie Abfälle recycelt. Und schafft dabei noch Arbeitsplätze.Mehr ...
    Eine Romni enfernt das Unkraut aus den gepflanzten Samen im Gewächshaus. Foto (CC BY-SA): Ecodrom

    Auf dem Weg zur Verwurzelung

    Ecodrom93 hilft Roma-Familien in der Pariser Banlieue, sich ein Zuhause zu schaffen, samt selbst angebautem Gemüse und Nachbarschaftskontakten.Mehr ...
    Jardin Cocagne. Foto (CC BY-SA): PHOTO CLUB de St Hilarion

    Weit mehr als Gemüse

    In den Gärten Jardins de Cocagne finden Arbeits- und Wohnungslose Selbstvertrauen und Hilfe bei der beruflichen Orientierung.Mehr ...

    Gemüse aus dem Stadtpark


    Gemüse aus dem Stadtpark

    Die Stadt Andernach zieht Bohnen auf Brachflächen, pflanzt Quitten vors Parkhaus und verwandelt Pinkelecken in Kartoffeläcker. Die Bürger staunen – und ernten.

    Eine Parkbank, ein Stück Rasenfläche, ein Verbotsschild – fertig ist die öffentliche Grünanlage. Oft tut es auch schon eine Mülltonne, dazu immergrüne Bodendecker wie Efeu oder Kriechspindel. „Friedhofsgrün“, sagt Lutz Kosack, gelernter Geoökologe und Landespfleger der Stadt Andernach, „sieht bescheiden aus, ist ökologisch sinnfrei und macht trotzdem Arbeit.“

    Aber wie kann es sein, dass in nahezu jeder deutschen Stadt das immergleiche Einheitsgrün wächst? Dass Radieschen im Stiefmütterchenbeet verpönt sind – obwohl deren Anbau direkt vor der Haustür lange Transportwege überflüssig machen könnte? Vergessen die Nachkriegszeit, als noch jede freie Grünfläche für den Anbau von Obst und Gemüse genutzt wurde. Als Lutz Kosack und seine vier, fünf Kollegen aus dem Andernacher Rathaus im Frühjahr 2010 beschlossen, ihre Stadt (wieder) essbar zu machen, hielt die Öffentlichkeit das für einen Aprilscherz. In der rheinland-pfälzischen Stadt sollten alle Bürger ernten und pflücken können, was die Verwaltung pflanzen ließe, von der Kartoffel bis zur Kornblume. Und das gratis.

    Bedenken und Normalitätsvorstellungen

    Auf verwundertes Kopfschütteln folgten die Einwände unzähliger Bedenkenträger: Gemüsebeete im Park? Zu anfällig für Zerstörung. Eine Wildblumenwiese auf der Verkehrsinsel? Zu unordentlich. Tomatenstauden an der Stadtmauer? Zu teuer. Mickrige 100 Pflanzen à 1,50 Euro boten in Andernach Stoff für eine Diskussion über potentiellen Vandalismus auf öffentlichen Grünflächen, erzählt Kosack. Zur selben Zeit gab die Stadt 500 Euro dafür aus, dass in den Rheinauen eine Parkbank zerlegt und wieder aufgebaut wurde – „was nicht mal einen Dreizeiler in der Lokalzeitung gegeben hat, denn das gilt als normal.“

    Eine Wildblumenwiese am Straßenrand kommt die Stadt sogar kostengünstiger als die üblichen Tulpenbeete. Denn Stauden und Gräser müssen – wenn der Boden mit Mulch bedeckt ist – nicht gewässert werden. Vor allem aber kommen sie jedes Jahr wieder, müssen also nicht, wie die klassischen Wechselbeete, ständig erneuert werden. „Mit Nachhaltigkeit haben Wechselbeete nichts zu tun“, findet Lutz Kosack. „Im Frühjahr kommen die Tulpen rein, bis der Baubetriebshof sie auf den Müll schmeißt, dann die Sonnenblumen, die fliegen Ende des Sommers auch wieder raus für die Stiefmütterchen“, kritisiert er. Und während ein Quadratmeter Wechselbeet mit 60 Euro pro Jahr veranschlagt werden muss, kostet ein Staudenbeet die Stadt gerade mal zehn Euro.

    Kommunale Aufgaben und Ehrfurcht

    Gemüsebeete sind da schon aufwendiger. Für ihre Pflege und Bewässerung hat die Stadt sechs Bürgerarbeiter – also mit Bundesmitteln bezuschusste Langzeitarbeitslose – eingestellt. Keine besonders nachhaltige Lösung, das weiß auch Lutz Kosack. Aber die Stadt kann oder will es sich nicht leisten, einen eigenen Gemüsegärtner anzustellen. „Bohnenranken sind eben keine originäre kommunale Aufgabe“, gibt der Andernacher Landespfleger zu bedenken. „Noch nicht.“

    Davon unbeirrt setzten Kosack und seine Mitstreiter noch eins drauf: Für die öffentlich zugänglichen Kartoffeläcker und Bienenweiden wählten sie gezielt die vermülltesten Flächen aus – die üblichen Pinkelecken und Hundeklos. Wie den Flutgraben zum Beispiel, der nachts grün funkelte voll zerschmetterter Bierflaschen. Heute wachsen hier Rhabarber, Kürbis und Kapuzinerkresse. Und der Betriebshof muss nicht mehr die Scherben zusammenkehren; die befürchtete Zerstörungswut blieb aus. Im Gegenteil: Die Andernacher gehen sorgsam, fast ehrfurchtsvoll mit ihren Bohnenranken und Mandelbäumchen um. Führt jemand seinen Hund rund um die Stadtmauer spazieren, wird er auch schon mal daran erinnert, dass andere noch essen wollen, was hier wächst. „Stell den Menschen hochwertiges Grün vor die Tür“, fasst Lutz Kosack seine Erfahrung zusammen, „und sie gehen hochwertig damit um.“

    Jeder darf – überall, wo es geht

    In den ersten beiden Jahren wagten es viele Andernacher nicht, sich aus den öffentlichen Beeten tatsächlich zu bedienen, Kartoffeln oder ganze Kohlköpfe zu ernten. „Ich kam mir anfangs vor wie ein Dieb“, erzählt Heike Mützel, die mit einem Messer durch die Bohnenranken streift. „Ich bin ja nicht so bedürftig wie die Menschen, die zur Tafel gehen. Aber hier darf jeder ernten.“ Das hat sich herumgesprochen. Um zu verhindern, dass vorschnell geerntet wird, werden die Kartoffeln mittlerweile mit Vogelschutznetzen abgedeckt. „Viele haben einfach mal an den Kartoffeln gezogen, um zu sehen, ob sie schon reif sind.“ Deshalb gibt es seit der letzten Saison ein Ampelsystem, das auf den richtigen Erntezeitpunkt hinweist. Auf Schilder und Verbotstafeln wollen Kosack und seine Kollegen aber weiterhin verzichten.

    Sogar die Kornblumen, Malven, Mohn oder Ringelblumen, die auf den Wildblumenwiesen blühen, dürfen gepflückt werden – zur Freude der älteren Bewohner der 30.000-Einwohner-Stadt. Viele von ihnen hatten früher einen eigenen Garten, konnten die Pflege aber nicht mehr bewältigen. Jetzt fragen sie in der Stadtverwaltung an, ob sie nicht ab und zu mal mitgärtnern dürften. Generell herrscht in Lutz Kosacks Büro im Rathaus neuerdings viel Publikumsverkehr: Die einen bringen Samen von einheimischem Kohl aus dem eigenen Garten vorbei, andere fragen, ob sie den Asphalt vor ihrer Haustür bepflanzen dürfen. Das Saatgut für solche Pflanzaktionen stellt die Stadt, um die Pflege kümmern sich die Anwohner. Vor Lokalen in der Fußgängerzone wachsen Küchenkräuter, und selbst am Rathaus rankt wilder Wein empor.

    Internationale Resonanz und regionale Kulturgüter

    Die große Resonanz gibt den Initiatoren aus dem Andernacher Rathaus recht: Mehr als 300 Städte und Gemeinden aus Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz und Österreich haben sich bei Lutz Kosack und seinen Kollegen nach dem öffentlich legitimierten Mundraub erkundigt. Auch in Südafrika und Australien überlegt man nun, das Konzept zu übernehmen. Minden, Kassel, Waldkirch und Kirchberg am Wagram haben es bereits umgesetzt – sind also selbst zu Essbaren Städten geworden. Derweil ist man in Andernach schon einen Schritt weiter: Seit 2013 leben auch Hühner im Schatten der Stadtmauer. Die Eier, die sie legen, dürfen zwar nicht einfach geerntet werden – aber man kann sie im Fair-Regio-Laden erwerben. Und dieses Jahr kommen auch noch Schafe hinzu. Auf deren Speisezettel stehen dann Wildblumenwiesen statt Einheitsgrün.

    „Bei Artensterben denkt man immer an den weißen Hai“, erklärt Lutz Kosack. „Dabei sind gerade unsere einheimischen Nutzpflanzensorten davon betroffen.“ So baut der Geo-Ökologe in den öffentlichen Grünanlagen gezielt alte, regionale Sorten an und fordert die Anwohner auf, sich an der Pflege der öffentlichen Pflanzen zu beteiligen, sich aber auch Saatgut für den eigenen Garten mitzunehmen. Den Andernacher Apfel „Namedia Gold“ zum Beispiel, die Erdbeersorte „Baron von Solemacher“ oder die rheinland-pfälzische Knackmandel: Kulturgüter, die eine Region prägen, sie einzigartig machen – und die man am besten dadurch erhält, dass man sie täglich nutzt. Sprich: isst. Für die Knackmandel braucht man beim Picknick im Park noch nicht mal einen Nussknacker. Sie lässt sich mit der Hand öffnen. Die perfekte Sorte also für eine essbare Stadt.

      Josef Zotter, Gründer und Inhaber der zotter Schokoladen Manufaktur. | © Zotter Schokoladen

      Traum in Zartbitter

      Josef Zotter kreiert extraordinäre biofaire Schokolade und ignoriert die Anforderungen des Marktes. Erstaunlicherweise macht genau das ihn überaus erfolgreich.Mehr ...
      Der Hauptsitz der WIR Bank in Basel. Foto © WIR Bank Genossenschaft

      Großes Geld für kleine Firmen

      Eine kleine Geschichte des Geldes – und wie die Schweizer WIR Bank kleine und mittelständische Unternehmen vor dem Wachstumsdruck schützt.Mehr ...
      Christopher Lewis, Gründer und Inhaber von Samstag Rad. Foto(CC BY-NC-ND 3.0 DE): Michael Schrenk/FUTURZWEI

      Es ist alle Tage Samstag!

      Jedes Fahrrad ein Kunststück: Aus alten Klassikern, die ihr erstes Leben bereits hinter sich haben, baut Christopher Lewis elegante Fahrradunikate. Auf zur Bolidenjagd!Mehr ...
      DORV-Zentrum Barmen. Foto (CC BY-NC-ND 3.0 DE): DORV UG

      Den Laden im DORV lassen

      Der Lehrer Heinz Frey hat das Ladensterben mit neuen Dorfzentren gestoppt – zuerst in seinem Heimatdorf, dann in weiteren Dörfern, Stadtteilen und sogar Bahnhöfen.Mehr ...
      Christoph Fischer, Initiator der Arbeitsgruppe Zivil Courage. Foto (CC BY-NC-ND 3.0 DE): Michael Schrenk/FUTURZWEI

      Alterswilde

      Früher war er konventioneller Landwirt, heute ist Josef Sichler Biobauer. Als Anti-Gentechnik-Aktivist spannte der Bayer zudem eine Großmolkerei gegen gentechnisch verändertes Soja ein.Mehr ...
      Uwe Marth, ehrenamtlicher Imker für Berlin summt!, und Lars-Gunnar Ziel, Geschäftsführer des Berliner Doms. Foto (CC BY-NC-ND 3.0 DE): Michael Schrenk/FUTURZWEI

      Schwärmen für Schwärme

      Bienen sind akut bedroht; in ländlichen Monokulturen finden sie kaum noch Nahrung. Großstadt-Imker des Netzwerks Berlin summt! verschaffen den Bienen eine Heimat in der Stadtnatur, etwa auf dem Berliner Dom.Mehr ...
      Reparaturarbeit im R.U.S.Z - Foto (CC BY-ND 3.0 DE): Schiffer/R.U.S.Z.

      Der die Reparatur restauriert

      Im Wiener Reparatur- und Service-Zentrum werden Erwerbslose ausgebildet und stellen Elektrogeräte wieder her. Gründer Sepp Eisenriegler initiiert unermüdlich Reparatur-Projekte.Mehr ...
      Sina Trinkwalder, Gründerin und Inhaberin von manomama. Foto (CC BY-NC-ND 3.0 DE): Michael Schrenk/FUTURZWEI

      Die Rückkehr der Textilindustrie

      Sina Trinkwalder hat geschafft, was alle Experten für unmöglich erklärt hatten: eine Textilfabrik in Deutschland aufzubauen und dort anständige Löhne zu zahlen.Mehr ...