Magazin

„Ist ja witzig“. Die Grenze als Biotop für klischeehafte Darstellungen im Film

Was soll sich verändern, fragt der Titelheld in dem Film „Habermann“ (2010) von Juraj Herz, als die Nachricht vom Münchner Abkommen und damit der Abtretung des Sudetengebiets an Deutschland in seinem tschechoslowakischen Dorf eintrifft. Das Dorf wird künftig zu Hitlers Reich gehören, aber Habermann meint seine Frage rhetorisch: Es sei doch egal, ob die Grenze nun hier oder dort verläuft.Mehr ...

Film im Geschichtsunterricht

In den letzten Jahren sind Filme zu einem gängigen Bestandteil des Schulunterrichts geworden, in der sie zur „Bebilderung“ des Unterrichtsstoffes und zur Motivation von Schülerinnen und Schülern eingesetzt werden. Mehr ...

Der Film als Spiegel des tschechischen und deutschen „Zeitalters der Extreme“ (1938–1989)

Das Wort Spiegel verwendet man in zweierlei Bedeutung: In Bezug auf eine bestimmte Epoche kann damit entweder Selbstbestätigung oder kritische Reflexion gemeint sein. Künstlerische Werke vermögen im Hinblick auf die Zeit, in der sie entstanden sind oder von der sie Zeugnis ablegen, beiderlei Funktionen zu erfüllen. Für den Film, den Diktaturen wie Demokratien als Propagandamittel einzusetzen gelernt haben, ist allerdings die selbstbestätigende Rolle vorherrschend.Mehr ...

Die deutsch-tschechische Grenze und das böhmische Grenzland im 20. Jahrhundert

Grenzgebieten haftet meist ein besonderes Image an und häufig überwiegen dabei negative Zuschreibungen: Mit dem Grenzland verbinden sich nicht nur Vorstellungen von Provinzialität – von Zurückgebliebenheit fern vom Zentrum – sondern auch Gefühle von Unsicherheit, Uneindeutigkeit und Bedrohung. Kann über die nahe Grenze doch Fremdes eindringen und Eigenes verschwinden. Und oft ist der Verlauf der Grenze ebenso umstritten wie die ethnische Zugehörigkeit der Menschen, die vor Ort leben.Mehr ...

Magazin des Goethe-Instituts in Tschechien