Die doppelte Grenze – der tschechoslowakische Mehrsprachenfilm

Die erste tschechoslowakische Republik war – vor allem in den Grenzregionen – ein multiethnischer Staat. Um mit dem jungen Medium Film das deutsch- ebenso wie das tschechischsprachige Publikum zu erreichen, wurden viele Filme in zwei Sprachversionen gedreht. Dabei wurden beispielsweise Grenzorte oder Grenzbewohner je nach Zielpublikum mit unterschiedlichen Bedeutungen belegt.

    Der Wilderer vom Egerland

    Unterschiedliche symbolische Belegung von (Grenz-)Orten je nach Sprachversion. Im Mittelpunkt der Handlung: ein ehemaliger Häftling als Wilderer, der brave Forstingenieur Franz und zwei an ihm interessierte Frauen.Mehr ...

    Jana, das Mädchen aus dem Böhmerwald

    Der Film zeigt dasselbe Dorf in der einen Version als typisch tschechisch, in der anderen Version als typisch deutsch, teilweise mit denselben Schauspielern, derselben Kleidung etc.Mehr ...

    Magazin des Goethe-Instituts in Tschechien