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1989 | 2014

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    Argumente für Rodungen im Nationalpark Böhmerwald

    Einen bedeutenden Teil des Böhmerwaldes bilden künstlich angelgete Kiefernwälder, die den Schutz des ursprünglichen Waldes nicht gewährleisten. Der ist dann sowohl für Schädlingsbefall als auch für das unberechenbare Gebirgswetter anfälliger. Das Problem des Borkenkäferbefalls müsse laut der Nationalparksverwaltung deshalb auf dem schnellsten Wege gelöst werdendamit der Böhmerwald, so wie wir ihn heute kennen, erhalten bleibt. Darüber wird behauptet, der Wald im Bereich des Vogelbachs sei weniger wertvoll.

    Argumente gegen das Fällen von Bäumen im Nationalpark Böhmerwald

    Der Borkenkäfer als solcher gehört zweifelsohne zum Ökosystem Wald, und die Natur wird mit dem Insekt selbst fertig. Das belegen auch die Erfahrungen auf der anderen Seite der Grenzeim Nationalpark Bayrischer Wald. Dort lässt man den Borkenkäfer gewähren. Trotzdem ist die Situation mehr oder weniger stabil. Außerdem kommt es auf bayerischer Seite kaumzu Baumbrüchen, weil es fast keine kahlen Flächen gibt. Die Fichtenwälder sind dortvon Tannen und Buchen umgeben, die den Fichten den nötigen Schutz geben. In diese natürlichen Zonen sollte nach Meinung von Wissenschaftlern überhaupt nicht eingegriffen werden.