Leben

Casanova statt Kohle

Foto: © Peggy Lohse
Blick von Schloss Jezeří in die so genannte „Grube der Tschechoslowakischen Armee“ (Lom ČSA), Foto: © Peggy Lohse

Deutschland hat seit Januar 2019 ein festes Datum für den Kohleausstieg: 2038. Tschechien noch nicht, obwohl auch da, zum Beispiel im Nordböhmischen Revier, in 30 Jahren die Reserven aufgebraucht sein dürften. Konzepte einer Weiternutzung der Tagebaulandschaft scheitern an der Uneinigkeit der Akteure. Gleichzeitig schauen einige von ihnen mit wohlwollend-neidischem Blick in die ostdeutsche Lausitz.

„Wir können nicht einfach Vorbilder aus Deutschland überstülpen, wir haben hier andere Voraussetzungen!“ Lukáš Blažej ist 23 Jahre alt, Jura-Student der Prager Karlsuniversität, Mitbegründer des Umweltschutz-Vereins Ústecké šrouby (etwa: Aussiger Schrauben) und in Ústí nad Labem Stadtratsabgeordneter für die Piraten. Bevor in dem hippen Café in Ústí nur der Hauch einer romantischen Vorstellung über das Böhmische Mittelgebirge aufkommt, wirft Blažej harte Fakten über seinen Kreis in den Ring: niedrigste Renten, niedrigste Lebenserwartung und niedrigstes Ausbildungsniveau im Land.

Nordböhmen ist Braunkohle-Region. Und in Tschechien ist die Braunkohle der größte Energielieferant. Ihr Anteil sinkt, aber noch gibt es hier die EU-weit größten Kohlereserven pro Einwohner, sogar mehr als in Polen. Der Anteil der Atomenergie steigt derweil, weil die Regierung Kernkraft als Alternative zur Kohle ansieht. Der Widerstand der Bevölkerung gegenüber Atomenergie ist in Tschechien viel geringer als in Deutschland.

Tomáš Jungwirth von der Prager Organisation für internationale Fragen (Asociace pro mezinárodní otázky – AMO) ist trotzdem zuversichtlich. Das Interesse an Öko-Themen steige, Umweltbewegungen wüchsen und könnten schon Einfluss auf Parteipolitik nehmen. Aktuell formiere sich, so Jungwirth, ein regierungsnaher Klimabeirat mit dem großen Ziel Klimaneutralität. Dessen Empfehlungen wären nicht bindend, könnten aber durch Publikationen und Öffentlichkeitsarbeit den Druck auf die Regierung erhöhen, hofft Jungwirth.

Obwohl es in Tschechien kein Ausstiegsdatum gibt, soll die Kohleförderung, beispielsweise in Nordböhmen, laut Akteuren vor Ort zwischen 2045 und 2050 eingestellt werden. Das wären noch 30 Jahre. Und dann?

Bürgermeisterin von Litvínov Kamila Bláhová (ANO): „Seit 30 Jahren warten wir auf den Umbruch. Jetzt stehen wir noch immer an derselben Stelle. Das frustriert uns wirklich.“ Foto: © Peggy Lohse

Casanova und Kernkraft

„Für mich ist Atomenergie die einzige Alternative!“, sagt Duchcovs Bürgermeister Zbyněk Šimbera (Sozialdemokraten) energisch. Aber eigentlich ist er für die Braunkohle. Denn Šimbera sieht den Bergbau als Segen für seine Stadt: Dank der Kohle ist ein dichtes und belastbares Straßennetz entstanden. Das Unternehmen Severočeské doly (Nordböhmische Gruben) lädt die Kommune regelmäßig zu Planungsgesprächen ein, führt Lärm- und Staubmessungen durch und zahlt dem Ort Entschädigung für Grenzwertüberschreitungen. Auch die Renovierung des Stadtmuseums vor zwei Jahren hat das Bergbauunternehmen finanziert, so steht es an der Hauswand.

Duchcov ist ein stiller Ort. In den kleinen Gassen der Altstadt wechseln sich renovierte und verfallene Gebäude ab. Die Straßen sind sauber, aber leer. Nur eine Handvoll Kinder spielt am Wasserspeier auf dem Marktplatz. Im großen Saal des Kulturhauses, holzgetäfelt und schattig kühl, stellt Šimbera sich und seine Stadt vor.

In Duchcov sind heute ein Glaswerk, eine Porzellanmanufaktur und das Energieunternehmen ČEZ die größten Arbeitgeber. Etwa 500 bis 600 der insgesamt 9000 Einwohner sind direkt im Kohlebergbau tätig. Weil die Tagebaugrenzen sich seit Jahren immer weiter von seiner Stadt entfernten, müssen die Duchcover Mitarbeiter immer weiter pendeln. Das beklagt Šimbera. 2022 aber wird der Tagebau ohnehin stillgelegt, danach soll ein 38 Hektar großer See entstehen.

Für ein übergreifendes Zukunft-Konzept mit den Gemeinden rund um die anderen fünf großen Gruben in Nordböhmen ist Šimbera wenig empfänglich: „Uns in Duchcov interessieren nur die Gruben hier.“ Was bei den anderen passiere, betreffe seine Stadt nicht. Und für Klimawandel, CO2-Ausstoß und Treibhauseffekt – „Für diese globalen Fragen ist der Staat verantwortlich.“

Tourismus als Quelle neuer Arbeitsplätze sei zwar schon ein wichtiges Thema. Neue Inline-Strecken, einen Skatepark, Tennisplätze, Fußballfelder und ein Athletik-Areal gebe es schon, da sie meist mit EU-Fördermitteln errichtet werden konnten. Aber: „Noch hat die beginnende Rekultivierung den Tourismus vor Ort nicht vorangebracht.“ Šimbera ist im Oktober 2018 wiedergewählt worden, seine Partei erreichte gut ein Drittel der Stimmen. Seine Vision ist: „Wir als Stadt müssen erst die Infrastruktur reparieren. Mehr als 50 Prozent sind schon geschafft. Wenn das fertig ist, dann gibt es etwas zu zeigen.“

Aushängeschild könnte Casanova sein, der hier im Alter lebte und Stadtgeschichten prägte. Aber das Casanova-Schloss wird kaum besucht. Lucie Sťastná ist seit einem Jahr Kastellanin hier. Sie arbeitete zuvor im Böhmischen Paradies, wo die Schlösser und Burgen viel mehr Unterstützung erfahren. „Das hier ist eine Industrie-Region mit einem schlechten Image, kaum attraktiv für Tourismus.“ Ins Duchcover Schloss kommen im Jahr rund 15 000 Besucher, an guten Tagen bis zu 150. Strategische Entscheidungen treffen die zuständige Filiale der tschechischen Denkmalschutzbehörde sowie das Bezirksamt. Als Kastellanin hat Sťastná kaum Einfluss auf die Diskussion. Enge Beziehungen zu benachbarten Schlössern existieren nur in der Öffentlichkeitsarbeit.

Romantik der Kontraste

Das Schloss in Litvínov zum Beispiel hat auch eine Casanova-Geschichte. Und die Stadt mit Kamila Bláhová eine umtriebige Bürgermeisterin. Ihr Problem ist aber: Es gibt keinen Tagebau auf dem Stadtgebiet selbst. Die Folgen betreffen sie trotzdem, aber sie darf bei der Zukunftsplanung nicht mitreden. Dabei kämpft auch Bláhová für eine durchdachte Abkehr von der Kohle – entgegen der Linie ihrer Partei ANO auf nationaler Ebene. „Heute sind nicht mehr sehr viele Menschen wirklich vom Tagebau abhängig“, sagt sie. „In den 1990er Jahren verloren Zehntausende ihren Arbeitsplatz im Kohleabbau.  Damals hat das niemanden interessiert.“


Tatsächlich sind in den drei umliegenden Braunkohle-Tagebauen immer noch rund 5000 Menschen beschäftigt. Bis 2050 soll hier noch Kohle gefördert werden. Auf den Ausstieg möchte Bláhová gut vorbereitet sein, am besten mit einem Stadtentwicklungsprogramm. „Ob offiziell oder nicht, wir bewegen uns in Richtung Kohleausstieg. Aber wir drehen uns im Kreis. Wenn klar wäre, bis wann noch gefördert wird und wann nicht mehr, könnten wir alle Kräfte sammeln und uns vorbereiten“, so Bláhová. „Seit 30 Jahren warten wir auf den Umbruch. Jetzt stehen wir noch immer an derselben Stelle. Das frustriert uns wirklich.“

Das große tschechische Kohlekombinat Ústí (PKÚ)  arbeitet zusammen mit Kreis und Gemeinden an einem Konzept zur Tagebaufolgelandschaft, aber involviert sind da nur die Kommunen, in denen sich auch Tagebaue befinden. Nicht die umliegenden. Tomáš Budín vom PKÚ betont: „Wir als Kohlekombinat werden das Gebiet künftig nicht verwalten, aber können jetzt noch die Möglichkeiten der späteren Nutzung beeinflussen.“ Die letzte Grube soll hier etwa 2045 schließen, sagt er. Zwei Seen sind bereits entstanden: Milada, der seit 11 Jahren geflutet wird, und Most. Letzterer befindet sich seit zwei Jahren in Flutung und soll im nächsten Jahr für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Es könnte ein Seennetz entstehen, auch, um das Wasser in der Region zu halten. Die Wassernachfrage steige nämlich, der Grundwasserspiegel aber sinke. Auch erneuerbare Energien sind im Gespräch, darunter Photovoltaik-, Windkraft- sowie Wasserstoffanlagen. Deren Stromerzeugung sei bisher jedoch noch nicht stabil genug, um die Nachfrage der Region zu befriedigen.

Auf Kreisebene gibt es auch Strategien für den Tourismus. Jiří Válka, Abteilungsleiter Tourismus des Bezirksamtes Ústí, sieht die Prioritäten bei Kultur, Denkmälern und Wandertouren. Auch Radstrecken hätten großes Potential. Ein Netz aus 600 Kilometern zwischen Erzgebirge, Elbe und Eger gibt es bereits. Zwischen 2011 und 2018 konnte Válkas Büro ein Plus von 6,5 Prozent mehr Gästen und 7,9 Prozent mehr Übernachtungen verbuchen. Gerade sei auch ein Reiseführer durch die Industrielandschaft in Vorbereitung.  „Unsere Betriebsblindheit verhindert immer wieder den Blick auf das besonders Exotische“, so Válka. Gern würde er die Bergbautradition mehr würdigen. Aber viele Objekte der Förderanlagen seien nicht ganzjährig zugänglich und darum weniger attraktiv.

Als dritter See soll laut Budín die so genannte „Grube der Tschechoslowakischen Armee“ (Lom ČSA) geflutet werden. Die ist bestens vom Schloss Jezeří aus zu sehen und bedrohte einst den 2300-Seelen-Ort Horní Jiřetín. Der könnte nun zum Zentrum eines industrieromantischen Tourismus werden. Denn als stiller Zeuge des Kampfes um die Tagebaugrenzen thront jenes Schloss Jezeří noch immer im Wald hoch über dem Abgrund, der direkt in den Tagebau führt. Ursprünglich sollten Ort und Schloss weggebaggert werden. Aber Bürgermeister Vladimír Buřt kämpfte an vorderster Front für feste Bagger-Limits und das Überleben seiner Gemeinde. „An der Kohlearbeit ist heute nichts Attraktives mehr“, ist Buřt überzeugt. „Die Arbeiterzahlen sinken extrem, und die Löhne sinken auch.“ Die Arbeiter verdienten nur noch 80 Prozent des tschechischen Durchschnittslohnes. Vor 1989 waren in Nordböhmen 72.000 Menschen im Bergbau tätig, heute nur noch einige tausend. „Bei uns im Ort arbeiten heute noch 30 bis 40 Personen im Bergbau – ein vernachlässigbarer Anteil.“ Die schwerste Zeit für Buřt waren die 90er Jahre, als die Bergbauunternehmen privatisiert wurden und auch sein Ort dem Tagebau weichen sollte. Dagegen formierten sich zwei Bürgerinitiativen. 2015 haben sich in Buřts Gemeinde 66 Prozent der Bürger für einen schnellen Kohle-Ausstieg ausgesprochen. Seit 2016 sind die Grenzen festgeschrieben, seine Gemeinde wächst wieder. Heute ist das Thema für sie abgeschlossen.

Inspiration aus der Lausitz


Eine Studienreise, organisiert von der Europäischen Akademie Berlin und der Heinrich-Böll-Stiftung Prag, führt Bláhová, Blažej, Jungwirth und andere Lokalpolitiker und Journalisten aus Nordböhmen und Ostdeutschland im Juli 2019 in die Lausitz. Mit großen Augen und ebenso großem Interesse bestaunen die Nachbarn von der Spitze der Abraumförderbrücke des Besucherbergwerks F60 das rekultivierte Seenland. Praktisch seit der Wende wird hier auf den Kohleausstieg hingearbeitet, der nun spätestens 2038 kommen wird.

Die Wiege des Lausitzer Seenlands, der Senftenberger See entstand schon von 1967 bis 1972 aus dem gefluteten Tagebau Niemtsch. Senftenberg hat heute einen modernen Seehafen, eine belebte, kleinteilige Altstadt, die Gartenstadt Marga sowie Ausflügler en masse auf Fahrrädern, Surfbrettern und am Strand. Rund 11 Prozent der Touristen kommen aus Tschechien.

Ein zweites Standbein will sich Senftenberg als Forschungsstandort aufbauen. „Wir als Universität spielen eine besondere Rolle im Prozess des Strukturwandels“, sagt darum stolz Katrin Salchert, Vize-Präsidentin der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU). „Wir sind hier beheimatet in einer zerstörten Landschaft.“ Forschungsprojekte zum Wohnen auf dem Wasser, zu Algen als nachwachsende Kraftstoffquelle sowie digitalen Lösungen für eine sogenannte Smart City sollen darum aktiv die Umgestaltung begleiten, beispielsweise durch das Wasserstoff- und Speicherforschungszentrum. Da die Universität viele Themen 2018 in die Kohlekommission hineingegeben hat, hofft sie nun auch auf nachhaltige Sofortprogramme und Mittel aus dem Strukturwandel-Topf. Immerhin sollen dafür 17 Milliarden Euro in die Lausitz gehen – von insgesamt 40 Milliarden Euro.

Der Imagewechsel zeigt erste Resultate, weiß Clemens Lehmann vom Senftenberger Stadtmarketing: Seit der Wende schrumpfte die Bevölkerungszahl zwar, in den letzten drei Jahren stagnierte sie dank der Zuzüge. Zwischen 2009 und 2018 sank die Arbeitslosigkeit in Senftenberg von 17,8 auf 8,3 Prozent. Dennoch seien noch heute 24 000 Arbeitsplätze in der Region eng mit der Braunkohle verknüpft. Darum gebe es auch hier durchaus Widerstand gegenüber den neuen Technologien: „Die Bevölkerungsstruktur ist sehr konservativ geprägt und stark mit der Kohle verbunden“, sagt Lehmann.  „Wir müssen Akzeptanz schaffen und zeigen: Wir schaffen Arbeitsplätze!“  Die Skepsis rühre oft daher, dass in den 90er Jahren, als massenweise Bergleute entlassen wurden und es noch keine neuen Arbeitsplätze gab, so viele, vor allem junge Leute wegzogen - zum Studium und für lukrative Arbeitsplätze. Wenn die neue Generation nun bliebe oder sogar zurückkäme, dann könne ein Umdenken stattfinden. „Das kollektive Gedächtnis dessen, was vor 30 Jahren passierte, ist elefantös“, bestätigt auch Salchert. „Es gibt große Angst, dass etwas heruntergefahren wird, aber nichts Neues kommt. Die Politik gebe zwar Geld, aber vieles müsse vor Ort und von Innen kommen.“

Aber:  Brandenburg ist ein Absolventenexportland.  Von den etwa 360 Senftenberger BTU-Absolventen pro Jahrgang bleiben 170 in Brandenburg, 80 gehen nach Sachsen, der Rest nach Westdeutschland und ins Ausland. Unternehmen in der Region aber suchen händeringend nach Absolventen. Die Stadt versucht sie mit günstigem und familienfreundlichem Wohnraum, guter Infrastruktur und kurzen Wegen zu locken.

Auf sächsischer Lausitz-Seite, am Geierswalder See, kommt gar ein Drittel der Besucher aus Tschechien. Hier gibt es Raum für Wassersport, einen Motorboot-Hafen, Urlaubshäuser direkt auf dem Wasser und einen Rundweg zum Radeln und Skaten. Der See gehört zur Gemeinde Elsterheide, die erst 1995 künstlich als Verbund von neun Orten entstanden ist. Dietmar Koark ist hier schon seit der Gemeindegründung Bürgermeister und begleitet den gesamten Wandlungsprozess: „In den 90er Jahren dachten wir, bis 2017 oder 2020 wäre alles fertig. Heute ist klar: Die großen Dinge brauchen noch bis 2030. Aber das ist auch eine Aufgabe, die Spaß macht!“ Die Gemeinde investiert 10 bis 20 Prozent ihres Budgets in den Tourismus. Aber: „Wir brauchen auch Menschen, die sich mit ihrem verdienten Geld diesen Tourismus leisten können. Der Wandlungsprozess ist nur funktional, wenn wir die Menschen hier mitnehmen und weitere Gewerbe anlocken. Es muss Spaß machen, hier zu wohnen und zu arbeiten.“ Landrat Michael Harig vom Landkreis Bautzen pflichtet bei: „Der Strukturwandel in der Lausitz braucht Substitutionen für die Arbeitsplätze im Bergbau. In einem mit Industrieprodukten gesättigten Land kommen wir nur mit Innovationen weiter!“

Schwierige Diskussionen wie heute in Tschechien hat es aber auch in der Lausitz immer schon gegeben, erinnert sich Rolf Kuhn, ehemaliger Bauhaus-Direktor in Dessau und seit elf Jahren Geschäftsführer der Internationalen Bauausstellung Fürst-Pückler-Land (IBA), die seit 2000 das Landschaftsbild der ehemaligen Tagebaue in der Lausitz umgestaltet. „Erstens sollte man die Geschichte nicht ausblenden, sondern den Bergbau, die Errungenschaften und Probleme weiterhin ehren und die besten Zeugnisse in die Landschaft einbauen“, so Kuhn. Seine Vorzeigeprojekte sind das Besucherbergwerk F60, die Wasserreinigungstürme und das Kraftwerk Plessa. „Zweitens haben wir neue Architektur mit neuen Funktionen verbunden, die speziell für diese Landschaft geschaffen wurde. Zum Beispiel der Senftenberger Hafen, die Landmarke ‚Rostiger Nagel‘ oder die schwimmenden Häuser.“ Schon die Grube an sich könne zum Erlebnis werden, später dann der See. „Aber niemand sollte genau das nachmachen, was wir gemacht haben. Man muss den eigenen Charakter unterstreichen.“ Ein guter Tipp für die Nachbarn aus Tschechien, die das Lausitzer Seenland noch immer wie ein kleines Wunder beäugen.

Peggy Lohse | jádu

Dieser Text ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International (CC BY-NC-ND 4.0).
September 2019

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