Deutschlehrerpreis 2014/2015

Die Preisträgerinnen 2015

1. Preis: 20.000 CZK
Klára Šmicová, ZŠ s RVTV Na Stínadlech
Projekt: „Gesundes Leben ohne Grenzen“
Foto: Pavlína Jáchimová; © Goethe-Institut

Das diesjährige Gewinnerprojekt verbindet tschechische und deutsche Schüler durch die Arbeit an einem wichtigen aktuellen Thema. Frau Šmicová startete ein Tandemprogramm mit ihrer Klasse in Teplice, Tschechien und der Europaschule am Fließ in Schildow, Deutschland. Die Schüler/-innen nahmen Kontakt zueinander auf und es folgte eine Projektwoche, in welcher die deutsche Klasse zu Besuch nach Teplice kam. Die Schüler/-innen setzten sich mit gesunder Lebensweise, Essstörungen und Bewegungsmangel auseinander. Die Sprachkompetenz der tschechischen Schüler/-innen sollte sich durch gemeinsame Projektaktivitäten mit den deutschen Schülerinnen und Schülern auf natürliche Weise entwickeln. Gleichzeitig bekamen die Kinder einen guten Einblick in den Alltag, die Traditionen und die Kultur der jeweils anderen Klasse. Für ihr Projekt konnte Frau Šmicová auch einige Partner ins Boot holen, z.B. den Bürgerverein Nová Ves und die Hotelfachschule in Teplice. Ein Treffen mit der Weiterführung des Projektes, diesmal in Deutschland, ist bereits geplant. Das Projekt Gesundes Leben ohne Grenzen zeigt beispielhaft, wie man mit viel Engagement und tollen Ideen Schüler/-innen für die deutsche Sprache begeistern kann.

2. Preis: 15.000 CZK
Olga Beulakkerová und Kateřina Kozlerová, Gymnasium Zikmunda Wintra, Rakovník
Projekt: „Deutsch mit allen Sinnen lernen“
Foto: Pavlína Jáchimová; © Goethe-Institut

Mit dem 2. Preis wurden Olga Beulakkerová und Kateřina Kozlerová des Gymnasiums Zikmunda Wintra in Rakovnik ausgezeichnet. Das eingereichte Projekt Deutsch mit allen Sinnen lernen wurde von zwei Klassen zu drei verschiedenen Themenkomplexen realisiert. So wurde ein fiktiver Flohmarkt organisiert, um die Kommunikation und Handlungsfähigkeit in der deutschen Sprache zu stärken. Das Thema Alltag, ich und meine Familie haben sich die Schüler/-innen eigenständig durch Schreiben eines Drehbuches und anhand von Rollenspielen erarbeitet. Dass man Deutsch auch kosten kann, haben die Lernenden in einer Fonduestunde entdeckt. Den beiden Deutschlehrerinnen ist es auf spielerische Weise gelungen, die Schüler zum Sprechen anzuregen und für Deutsch zu motivieren. Den Impuls für ihr Projekt bekamen Sie von der Fortbildungsreihe Deutsch lehren lernen des Goethe Instituts Prag.

3. Preis: 10.000 CZK
Kateřina Kozáková, Grund- und Mittelschule Pod Ralskem, Mimoň
Projekt: „Die kleine Hexe und Krabat im DaF-Unterricht ”
Foto: Pavlína Jáchimová; © Goethe-Institut

Der dritte Platz ging an das Projekt Die kleine Hexe und Krabat im Daf-Unterricht von Deutschlehrerin Kateřina Kozáková. Hierbei beschäftigten sich die Schüler/-innen anhand von unterschiedlichen Arbeitsformen mit den Texten von Otfried Preußler. Es wurden Plakate gestaltet, Texte dramatisiert, Feste gefeiert und sogar Briefe an die Vertreter der Stadt geschrieben. Frau Kozáková erreichte bereits im Vorjahr den 4. Platz und schaffte es auch dieses Jahr, ihren Klassen einen kommunikativen Deutschunterricht anzubieten, der Spaß macht und kreativ-produktive Tätigkeiten bietet. Durch die positiven Erlebnisse konnte zusätzlich das Klassenklima verbessert werden.

4. Preis: 4-wöchiges Sprachkursstipendium in Deutschland
Hana Hrochová, Bischöfliches Gymnasium Brno
Projekt: „Die Wende – 25 Jahre danach“
Foto: Pavlína Jáchimová; © Goethe-Institut

Den 4. Preis und damit auch ein 4-wöchiges Sprachstipendium in Deutschland vergab die Jury an Hana Hrochová vom Bischöflichen Gymnasium in Brünn. Sie realisierte mit ihrer Klasse das Projekt Die Wende – 25 Jahre danach, in dem sich die Schüler/-innen mit einem geschichtlich und politisch immer noch relevantem Thema auseinandersetzten. Die Klasse bekam einen Einblick in das Leben und den Alltag in der DDR und BRD. Hierzu stellten die Schüler/-innen selbst eine Mauer her, welche sie mit eigenen Zeichnungen und Graffitis verzierten und drehten zusätzlich einen kurzen Film. Auch die Auswirkungen des Mauerfalls auf Tschechien wurden behandelt. Frau Hrochová schafft es, den Spaß, welchen sie an der deutschen Sprache hat, an ihre Schüler/-innen weiterzugeben.

5. Preis: 2-wöchiges Fortbildungsstipendium in Österreich
Ludmila Divišová, Handelsakademie Šumperk
Projekt: „Frühling, Sommer, Herbst und Winter, spielen alle, älter-jünger.“
Foto: Pavlína Jáchimová; © Goethe-Institut

Mit ihrem Projekt Frühling, Sommer, Herbst und Winter… errang Ludmila Divišová den diesjährigen 5. Platz. Es basiert auf regelmäßigen, durch das ganze Schuljahr laufenden Aktivitäten, die Deutsch als Kommunikationsmittel benutzen und sich mit deutschen Spuren in der Gegenwart beschäftigen. Bei den einzelnen Aktivitäten ging es z.B. um Oster- oder Weihnachtsbacken und Bräuche oder um das Kennenlernen von deutschen Industriemarken. Die Schüler haben ihre Kenntnisse zunächst in kommunikativ-orientierten Aktivitäten geübt und danach auch in der Realität benutzt, indem sie z.B. im Café auf Deutsch bestellt haben. Frau Divišová legt den Schwerpunkt ihrer Unterrichtsmethoden auf das Sprechen und praktische Tätigkeiten. Sie bemüht sich ihren Deutschunterricht möglichst spannend, kreativ und locker zu gestalten. Und wie wir gesehen haben, erfolgreich.

Sonderpreis der Berliner Senatskanzlei anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Berlin-Prag
Klára Tĕšiková, Gymnasium Opatov in Prag
Projekt: Film: „Verloren in Berlin“
Foto: Pavlína Jáchimová; © Goethe-Institut

Der Sonderpreis der Berliner Senatskanzlei anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Berlin - Prag wurde an Klára Těšíková aus dem Gymnasium Opatov in Prag verliehen. Sie hat mit ihren Schülern das Projekt Verloren in Berlin durchgeführt. Bei den einzelnen Aktivitäten ging es um aktives Sprachhandeln z.B. um Kommunikation in der Stadt, um eine Collage oder eine Plenardiskussion. Die Schüler haben sogar ein Drehbuch geschrieben und einen kurzen Videofilm über ihren Aufenthalt in Berlin auf Deutsch gedreht. Es gab auch ein Treffen mit den Muttersprachlern. Frau Těšíková dachte sich eine Vielzahl von Aktivitäten aus, die die Kommunikation unterstützen, das Interesse an der deutschen Sprache wecken und als kreative „Inputs“ für die Motivation zum Erlernen der deutschen Sprache dienen. Es wurden fächerübergreifende Themen behandelt. Dabei haben die Schüler gezielt ihre Deutschkenntnisse verbessert und gleichzeitig ihre Allgemeinbildung zu Themen wie Geschichte, Kultur und Gesellschaft erweitert.