Deutschlehrerpreis - 2015/2016

Die Preisträgerinnen 2016

1. Preis: 20.000 CZK
Lucie Čechová, ZŠ Lingua Universal / Contexta – jazyková škola, Litoměřice
Projekt: „Egal wer und wo du bist, Deutsch ist nie ein Mist“
Foto: Pavlína Jáchimová; © Goethe-Institut

Die diesjährige Gewinnerin des 1. Platzes des Deutschlehrerpreises motivierte ihre Schülerinnen und Schüler für die deutsche Sprache, indem sie sie in die Unterrichtsgestaltung miteinbezog. So entwickelten die Schüler/-innen selbst Lernmaterialien zur Aneignung der deutschen Sprache (z.B. ein Sportwörterbuch), lernten durch die Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben „Deutsch im praktischen Leben“, und bereiteten ihre Besuche verschiedener Bundesländer (z.B. Hamburg) durch Recherchen und Projekte vor. „Wenn wir unsere Schüler motivieren wollen, müssen wir selbst motiviert sein und wirklich gute und interessante Unterrichtsstunden anbieten“, so Lucie Čechová. Das Projekt „Egal wer und wo du bist, Deutsch ist nie ein Mist“ zeigte beispielhaft, wie man mit viel Engagement und tollen Ideen Schülerinnen und Schüler für die deutsche Sprache begeistern kann.

2. Preis: 15.000 CZK
Olga Thamová, Gymnázium J. V. Jirsíka (GJVJ), České Budějovice
Projekt: „Deutschtag am J. V. Jirsik-Gymnasium“
Foto: Pavlína Jáchimová; © Goethe-Institut

Preis Frau Thamová organisierte zum Erinnerung an den Tag der deutschen Wiedervereinigung einen „Deutschtag“ an ihrem Gymnasium, um bei ihren Schülerinnen und Schülern mehr Lust auf und Interesse an Deutsch zu wecken. Die Schüler/-innen bearbeiteten Themen wie Kultur, Musik, Film, Geschichte oder Landeskunde durch verschiedene Spiele oder Quizaufgaben – zum Beispiel zu berühmten deutschen Physikern, Mathematikern und Informatikern. Die Schülervorstellung „Wichtige Momente der deutschen Geschichte“ war im Geschichtsunterricht einstudiert worden. Auch wurden die Schüler/-innen der Partnerschule aus dem bayerischen Cham zum „Deutschtag“ eingeladen, die Kommunikationssprache war den ganzen Tag über Deutsch. Mit diesem „Deutschtag“ war der Beginn einer sinnvollen Tradition gelegt worden, um die Motivation der Schülerinnen und Schüler zu steigern. Frau Thamovás Projekt zeigte, wie amüsant und gleichzeitig auch lehrreich das Lernen einer Fremdsprache sein kann.

3. Preis: 10.000 CZK
Miloslava Hodánková, Gymnázium, Sušice
Projekt: „25 Jahre nach der Wende und dem Mauerfall – Kulturerbe, Naturschönheiten und Gegenwart gemeinsam entdecken“
Foto: Pavlína Jáchimová; © Goethe-Institut

Frau Hodánková gewann mit ihrem Projekt „Nach der Wende und dem Mauerfall- Kulturerbe, Naturschönheiten und Gegenwart gemeinsam entdecken“ den 3. Platz. Das Projekt fand im Rahmen der Schulpartnerschaft zwischen dem Gymnasium Sušice in Tschechien und der Realschule Bad Kötzting in Deutschland statt. Innerhalb des Projekts wurden den Schülerinnen und Schülern Kenntnisse zur Geschichte, Kultur und Natur der jeweiligen Länder vermittelt. Dabei lag der Fokus des Themas auf den Ereignissen des Jahres 1989, ein Jahr, das für Tschechien als auch für Deutschland von großer Bedeutung war. Während eines Besuchs der deutschen Schülerinnen und Schüler in Prag wurde die Geschichte der DDR-Flüchtlinge im Garten der Prager Botschaft sowie die Protestmärsche gegen das kommunistische Regime in den 80er Jahren auf dem Wenzelsplatz thematisiert. Das Ergebnis des Projekts wurde anhand von Fotos, Referaten und Dokumentationen festgehalten und am Tag der offenen Tür vorgestellt.

4. Preis: 4-wöchiges Sprachkursstipendium in Deutschland
Hana Hrochová, Bischöfliches Gymnasium Brno
Projekt: „Kochshow“
Foto: Pavlína Jáchimová; © Goethe-Institut

Den 4. Preis und damit ein 4-wöchiges Sprachkursstipendium in Deutschland vergab die Jury an Hana Hrochová vom Bischöflichen Gymnasium in Brünn. Sie führte mit ihrer Klasse das Projekt „Kochshow“ durch. Im Austausch mit Schülerinnen und Schülern aus Polen wurden Rezepte nachgekocht, Videos gedreht und eigene Rezepte entwickelt. So konnten nicht nur internationale Freundschaften aufgebaut und mit digitalen Medien gearbeitet werden, es wurde auch neuer Wortschatz gelernt und kreativ gearbeitet. Mit vielen praktischen Anwendungen gab Frau Hrochová den Spaß an der deutschen Sprache an ihre Schülerinnen und Schüler weiter.

5. Preis: 2-wöchiges Stipendium für ein Fortbildungsseminar des österreichischen Bundesministeriums für Bildung und Frauen, Programm „Kultur und Sprache“
Martina Malečková, ZŠ und MŠ Prostějov
Projekt: „H@nd in H@nd“
Foto: Pavlína Jáchimová; © Goethe-Institut

Mit ihrem Projekt H@nd in H@nd errang Martina Malečková den diesjährigen 5. Platz. Als Preis erhält sie ein Stipendium für ein Fortbildungsseminar des österreichischen Bundesministeriums für Bildung und Frauen, Programm „Kultur und Sprache“. In ihrem Projekt gründeten die Schülerinnen und Schüler von Frau Malečková in Zusammenarbeit mit polnischen und griechischen Schülerinnen und Schülern eine virtuelle Insel mit eigenen Gesetzen. Dabei wurden für die Insel zuerst ein Logo und eine eigene Hymne entworfen. Themen wie Familie, Berufe und Umwelt beschäftigten die Schülerinnen und Schüler in weiteren Projektphasen. Richtig kreativ waren die Teilnehmenden auch beim Basteln der Insel. Abgeschlossen wurde das Projekt mit einem Skype-Telefonat zwischen allen Projektpartnern.

Preisverleihung 2016