Testimonials

Oliver Schmitt

Dipl. Kfm. Oliver Schmitt, Managing Partner, Teamconsult CR s.r.o

„Englisch muss sein, Deutsch von großem Vorteil!“ Mit diesem Satz beschreiben deutsche Investoren häufig Ihre Ansprüche an die Fremdsprachenkenntnisse der Bewerberinnen und Bewerber in Tschechien. Was bedeutet dies konkret für die Interessenten? Den Job bekommen Sie unter Umständen auch ohne Deutschkenntnisse. Glücklich in der Position, oder gar weiter aufsteigen in der Hierarchie des Unternehmens, werden sie aber vermutlich ohne Deutsch nicht. Woran liegt das?Mehr ...

Johannes Heidecker, Kaufmännischer Leiter EvoBus Bohemia s.r.o.

Johannes Heidecker Die tschechischen Ingenieure und andere Fachkräfte arbeiten täglich und intensiv mit Ihren Kollegen in Deutschland zusammen. Das geht auf Deutsch viel besser und genauer als in englischer Sprache, welche für beide Seiten eine Fremdsprache ist. Gute Deutschkenntnisse erlauben es, zusammen mit den deutschen Kollegen an Schulungen und Konferenzen teilzunehmen. Viele Kollegen konnten für einige Monate oder auch länger mit Hilfe ihrer Deutschkenntnisse in Deutschland oder Österreich arbeiten. Auch die persönlichen Beziehungen und die Vernetzung funktionieren auf Deutsch besser. Das alles zusammen hat die Deutschsprechenden in ihrer Karriere nach vorne gebracht.

    Jaroslav Rudiš, Schriftsteller

    Ich habe den Vorteil, dass ich deutsch kann. Ich versuche auch auf Deutsch zu schreiben und kann in Deutschland Lesungen geben.

      Adéla Bráchová, Schülerin am Österreichischen Gymnasium Prag

      Adéla BráchováDie Schülerin Adéla Bráchová wurde 1993 geboren und ist schon fünf Jahre im Österreichschen Gymnasium Prag und besucht derzeit die 7.Klasse. Sie verbrachte einige Jahre ihrer Kindheit in Deutschland, ehe ihre Familie wieder nach Prag umgezogen ist. Sie blieb der deutschen Sprache liebend treu, hielt Kontakt zu Freunden in Deutschland aufrecht, las weiter deutschsprachige Bücher und begann eine Schullaufbahn im Österreichischen Gymnasium Prag. "Ich mag diese harte Sprache mit festen Regeln und denke viel über deutsch-tschechische Beziehungen nach", so Adéla Bráchová im O-Ton.

        Dipl.Wi.-Ing. Robert Chvátal, Vorsitzender der Geschäftsführung von T-Mobile Austria

        Robert Chvátal In einem internationalen Unternehmen wie T-Mobile und der Deutschen Telekom ist Englisch heute die Geschäftssprache Nr.1. Gleichzeitig ist Deutsch - nicht nur als Sprache unserer Konzernmutter - sehr wichtig für mich: ich lebe seit drei Jahren hier in Österreich und will die Menschen hier verstehen und mit Ihnen sprechen. Mein - leider noch immer nicht perfektes - Deutsch ist in täglichen Gesprächen mit Kunden, MitarbeiterInnen und Geschäftspartnern sehr wichtig. Bei einem Mobilfunkunternehmen wie T-Mobile steht Kommunikation im Vordergrund. Es geht darum, sich zu verstehen und dafür sind auch Fremdsprachkenntnisse grundlegend. Ob man nun Deutsch mit Wienerischem Einschlag spricht oder mit kernigem Tiroler Unterton, wichtig ist es, im Gespräch zu bleiben. In Mitteleuropa geht das ohne Deutsch schwer, insbesondere nicht in Tschechien, das wirtschaftlich und kulturell so eng mit seinen deutschsprachigen Nachbarn verbunden ist.

          Sängerin Marta Jandová

          Marta JandováDeutsch ist schon zu meiner zweiten Muttersprache geworden. Es hat aber doch eine Weile gedauert, bis ich es so lieb gewonnen habe. Zuerst war es nur eine Sprache, die ich in Deutschland zum Leben brauchte. Dann begann ich aber auch auf Deutsch zu lesen und sah, was für eine schöne und mannigfaltige Sprache es ist, wie sie mit Worten spielen und neue Verbindungen schaffen kann. Deutsch sprechen nicht nur 80 Millionen unserer größten Nachbarn. Ich bin ein großer Fan der deutschen Sprache und verdanke ihr Vieles.

            Ondřej Černý, Direktor des tschechischen Nationaltheaters

            Ondřej ČernýIch mag die deutsche Sprache. Sie ist reich, prägnant und flexibel. Sie gibt dem Denken und dem Leben Ordnung, und das brauchen wir hier in Tschechien sehr. Wir sollten uns der deutschen Sprache mehr zuwenden. Schließlich war sie ein Bestandteil unserer Geschichte.



              Die Landeszeitung hat nachgefragt...

              1. Warum sollten Tschechen Deutsch lernen?
              2. Was haben Ihnen Ihre Deutschkenntnisse schon beruflich oder privat gebracht?

              Karel Gott, Schlagersänger

              Karel Gott 1. Das Libretto unserer bedeutendsten Nationaloper, Smetanas „Die verkaufte Braut“ ist in deutscher Sprache verfasst. Das sagt eigentlich schon alles über deren Bedeutung.

              2. Meine Deutschkenntnisse waren entscheidend für meine Karriere in Deutschland. Dank meiner Deutschkenntnisse bin ich bei der Plattenfirma „Polydor“ angekommen und hatte ein Repertoire. Denn das Repertoire ist das Kapital eines Sängers.

                Pavel Kafka, Präsident der tschechischen Managerassoziation (ČMA)

                Pavel Kafka 1. Wir sind umgeben von Nachbarn, die deutsch sprechen. Im regionalen, menschlichen Kontext ist die deutsche Sprache deshalb sehr wichtig, auch wenn im globalen Kontext das Englische überwiegt.

                2. Meine Deutschkenntnisse haben mir ermöglicht, dass ich in Deutschland und mit Deutschen arbeiten konnte. Später habe ich 15 Jahre lang Siemens in Tschechien geleitet. Dank meiner Deutschkenntnisse war die Qualität der Kommunikation und die Beziehung zu meinen Kollegen in Deutschland eine ganz andere.

                  Ivan Jukl, Generaldirektor CzechTrade

                  Ivan Jukl 1. Vor allem sollten Tschechen wenigstens europäisch, wenn nicht sogar global, denken. Dann werden sie auch die Motivation haben, Fremdsprachen zu lernen. Und es wird sicher viele geben, die als Fremdsprache Deutsch wählen. Für unsere Klienten sollte allein die Tatsache, dass ein Drittel unserer Exporte nach Deutschland geht, Motivation genug sein. Für Unternehmen im Grenzgebiet ist Deutsch meiner Meinung nach unerlässlich.

                  2. Vor allem helfen mir meine Deutschkenntnisse, mich besser mit deutschen Klienten zu verständigen. Selbst wenn bei Verhandlungen oft Englisch gesprochen wird, gibt mir allein das Wissen, dass ich Deutsch kann, extra Selbstvertrauen. Und das ist im internationalen Handel doppelt so wichtig. Privat lese ich gern deutsche Bücher oder Zeitschriften. Oder auch Texte von „Rammstein“.

                    Ing. Martin Jahn, Vorstand, Volkswagen

                    Martin Jahn 1. Ich halte es für selbstverständlich, dass man in der "Business-Welt" neben Englisch noch 1-2 weitere Fremdsprachen spricht. Deutsch, als Sprache der größten Volkswirtschaft Europas, halte ich hierbei für sehr sinnvoll. Darüber hinaus empfehle ich generell, die Sprache des wichtigen Nachbarlands Deutschland zu sprechen.

                    2. Natürlich kann man in deutschen Unternehmen auch mit Englisch Karriere machen, aber mit Deutsch ist es deutlich einfacher und angenehmer.

                      Milena Oda, Schriftstellerin

                      Milena Oda 1. Wer Deutsch mag, findet dazu einen eigenen Zugang – ohne Zwang – wie ich durch meine Eltern dazu den Zugang gefunden habe. Damals gab es auch einen anderen „Trend“, die Pflichtsprache war Russisch. Ich habe schon als Kind, mit etwa drei Jahren, zu Hause mit meinem Großvater und meiner Mutti Deutsch gelernt. Ich habe mir eher autodidaktisch Deutsch beigebracht. Erst in der Sprachschule, dann habe ich an der Uni Germanistik studiert.

                      2. Die deutsche Sprache ist MEIN Leben geworden! Ich schreibe fast alles auf Deutsch. Es ist zu meiner zweiten Muttersprache geworden. Und jetzt bin ich in Iowa City in den USA als deutschsprachige Autorin mit meinem Roman „Nennen Sie mich Diener“ ausgewählt worden fürs „International Writing Program“. Unterstützt werde ich hier von der deutschen Max Kade Foundation und werde unterstützt. Also verbindet sich das Geistige gerade mit dem Materiellen. Bis jetzt waren es ja eher geistige Vorteile: Die Liebe zur Sprache!

                        Martin Dzingel, Präsident der Landesversammlung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien

                        Martin Dzingel 1. Ich bin mit Deutsch als Muttersprache aufgewachsen. Aber auch so finde ich, die historischen Zusammenhänge zwischen den deutschsprachigen Ländern und Tschechien sind ein guter Grund, Deutsch zu lernen. Wir sollten auch nicht unterschätzen, wie lange doch unsere Grenze zu Deutschland und Österreich ist. Und im kleinen Grenzverkehr hilft Englisch nicht viel weiter.

                        2. In meinem privaten und beruflichen Leben ist die deutsche Sprache völlig unentbehrlich. Ich bin ja studierter Lehrer für Deutsch als Fremdsprache. Und in der Landesversammlung sprechen wir natürlich deutsch.
                          Übernommen aus Landeszeitung. Zeitung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien.