Mein 1989

Katja Lange-Müller; © Jürgen Bauer Nora Bossong; © Laura J. Gerlach Radka Denemarková; © Milan Malíček Petra Hůlová Sylwia Chutnik; © Anna Grzelewska Svetlana Žuchová Magdalena Tulli Agnė Žagrakalytė Nora Ikstena; © Matthias Knoll
Nicht nur der Mauerfall in Deutschland, sondern auch der politische Umbruch in Polen, wo sich das „Bürgerkomitee Solidarność“ bei den Parlamentswahlen durchsetzt, die Öffnung des Eisernen Vorhangs in Ungarn, die Menschenkette im Baltikum und die Samtene Revolution in der Tschechoslowakei, bewegten die Welt vor zwanzig Jahren. Die historischen Ereignisse um die friedliche Revolution bilden die Folie für das Webprojekt „Mein 1989“ des Goethe-Instituts.

Wer kann die Aufbruchsstimmung, aber auch die Sehnsüchte, Werte, Ängste, Hoffnungen dieser Zeit besser wiedergeben, als Schriftstellerinnen aus Mitteleuropa, die sie miterlebt haben? Neun Autorinnen aus Deutschland, Lettland, Litauen, Polen, der Slowakei und aus Tschechien erinnern sich an „ihr“ 1989 bzw. verarbeiten literarisch, mit welchem „Mythos 1989“ sie groß geworden sind. Entstanden ist ein Mosaik von subjektiven, teils skurrilen, teils stillen Geschichten, die einen weiblichen Blick auf das Jahr des Mauerfalls und die Mitte Europas werfen.