Katja Lange-Müller (Deutschland) – Porträt

Katja Lange-Müller, geboren 1951 in Ostberlin, ist eine deutsche Gegenwartsautorin, deren Werk von der Ost-West-Thematik Deutschlands geprägt ist. Die vielfach ausgezeichnete Literatin debütierte 1986 mit Wehleid - wie im Leben (S. Fischer Verlag) und erhielt im selben Jahr den Ingeborg-Bachmann-Preis für Kasper Mauser – Die Feigheit vorm Freund (Kiepenheuer & Witsch, 1988). Lange-Müller fand mit ihrem zweiten Buch große Beachtung in der Literaturszene, wohlwollende Rezensionen häuften sich. Gelobt wurden ihr Sprachwitz und ihre Wortspiele. Elf weitere Bücher hat die Autorin seitdem veröffentlicht. Die Romane Die Letzten (Kiepenheuer & Witsch, 2000) und Böse Schafe (Kiepenheuer & Witsch, 2007) spielen in der Metropole Berlin und erzählen vom Leben vor und nach der Wende.

Ihre Figuren entstammen der sozialen Unterschicht, anhand derer Lange-Müller die Tragik des Lebens entfaltet. Ob es wie in dem sozialrealistischen Roman Böse Schafe um die Liebe und Abhängigkeit zwischen der Blumenverkäuferin Soja und dem drogenabhängigen ehemaligen Häftling Harry geht, der zuletzt einsam an AIDS stirbt, oder ob sie von verschrobenen und skurrilen Charakteren innerhalb des Mikrokosmos von Udo Posbichs Druckerei in Die Letzten erzählt, Lange-Müller wagt sich an ungewöhnliche Protagonisten und berichtet aus einer ganz eigenen Perspektive von der DDR und der Wende. Belohnt wurde sie dafür u. a. schon mit dem Alfred-Döblin-Preis (1995), der Nominierung für die Shortlist des Deutschen Buchpreises (2007), zuletzt mit dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis (2008).

Katja Lange-Müller; Foto: © Jürgen Bauer
Katja Lange-Müller

geboren 1951
lebt in Berlin

letzte Buchveröffentlichung: Böse Schafe (2007)

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