Olesya Turkina

© Pavlina Jachimova
© Pavlina Jachimova

Ideologie porträtieren. Über Bilder der sowjetischen Weltraum-Hunde

Olesya Turkina

Der Vortrag widmete sich jenen Hunden, die für den Erfolg des frühen sowjetischen Raumprogramms von so entscheidender Bedeutung waren. Auf den rauen Straßen Moskaus aufgewachsen, passten sie perfekt in das Anforderungsprofil: klein, robust und in der Lage, die schmerzhaften Trainings zu überstehen. Außerdem waren sie außergewöhnlich fotogen. Am 3. November 1957 erreichte Laika als erste erdgeborene Kreatur das Weltall und dabei umgehend weltweite Bekanntheit. Ihr Tod, der nur wenige Stunden später erfolgt, macht sie zu einem Symbol patriotischen Märtyrertums in der Sowjetunion. Der Vortrag diskutierte die ideologischen Implikationen der populären Porträts, die von diesen Hunden gemacht wurden.

Olesya Turkina, Kunstkritikerin und Kuratorin, ist Senior Research Fellow am Russischen Museum sowie Leiterin des MA Programms in Curatorial Studies an der Fakultät der Freien Künste und Wissenschaften (Smolny College), St. Petersburg State University. Sie hat an vielen Ausstellungen gearbeitet, u.a. Manifesta 10 (St. Peterburg, 2014), Art Basel Miami Beach (2006) und die 48. Venedig Biennale (1999), und zu vielen Publikationen beigetragen. Aktuelle Bücher: The Life of Remarkable Monroe (mit Viktor Mazin, 2014) und Soviet Space Dogs (Fuel London, 2014). Seit 1999 ist sie Mitglied der Russian Federation of Cosmonautics.
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