Jana Horakova

© Pavlina Jachimova
© Pavlina Jachimova


Im Zoo mit Patricia Piccinini

Jana Horáková

Die australische Künstlerin Patricia Piccinini schafft ungeheure Kreaturen, die die systematische Taxonomie der Arten (wie wir sie kennen) unterwandern. Sie macht den Betrachter mit hyperrealen Beispielen nicht-existenter und doch möglicher Wesen einer fantastischen Zoologie bekannt, die sich auf einer Skala zwischen den Polen Menschen (wie wir sie kennen) und Tieren (soweit wir sie kennen) bewegen. Die amerikanische Philosophin Donna Haraway – vielleicht die prägendste Stimme der Animal Studies – orientiert sich an Piccinini bei ihrer Suche nach einer Sprache für die hybriden Räume und Arten des komplexen – technologischen, natürlichen und kulturellen – Beziehungsgeflechts in heutigen Gesellschaften und ihren Umwelten.

Die Theaterwissenschaftlerin Jana Horáková ist assoziierte Professorin für Ästhetik und Theorie der interaktiven Medien an der Kunstfakultät der Masaryk-Universität in Brno (Brünn). Sie erforscht ästhetische Praktiken an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technologie, besonders im Hinblick auf Medien-Performances und Robotik-Kunst. Derzeit interessiert sie sich besonders für Medienarchäologie, Software studies und Methoden der Erforschung neuer Medien. Sie ist Redakteurin des open-access Onlinejournals TIM. Vor ihrer akademischen Karriere studierte sie Tanz und war Mitglied des Ballettensembles des Prager Nationaltheaters.
Links zum Thema