Die Pilsner Tier-Enzyklopädie

Tier: Warzenschwein-Dermoplastik, die

Name:
Mensch: Milan Ráček
Beziehung:
Wissenschaftliches Thema:

Das Warzenschwein ist die einzige Schweineart, die sich an die Savannenlandschaft der Subsahara anpassen konnte. Der nahezu vegetarisch lebende Allesfresser hat im Gegensatz zu seinen nördlichen Verwandten keine Ganzkörperbehaarung, sondern lediglich eine Mähne auf Hinterkopf und Rücken. Diese stellt sich bei akuten Gefahren ebenso auf wie der Schwanz mit Quaste an der Spitze, was dem Schwein auch den Spitznamen "Radio Afrika" einbrachte.
Heute gehört das Wildtier zu den beliebtesten Trophäen westlicher Jäger, da es bis auf eine einzige Unterart nicht auf der Roten Liste steht und damit keiner Jagdbeschränkung unterliegt. Meist werden die erlegten Tiere noch in Afrika abgebalgt, etwa bei der renommierten Firma Zimmermann in Nairobi. Die Haut wird dem Tier abgezogen und gegerbt, bevor sie nach Europa in hiesige Präparationsateliers überstellt werden. Die Knochen werden in mit Soda angereichertem Wasser ausgekocht, ein Vorgang der Mazeration genannt wird.

Das Warzenschweinweibchen war zum Zeitpunkt seines Todes kein Jungtier mehr. Zunächst musste ihr Körperbau rekonstruiert werden. Dafür wurden die Körpermaße schon vor dem Abziehen der Haut detailreich dokumentiert, ähnlich wie bei der Abnahme der Konfektionsgröße im Atelier eines Maßschneiders. Prinzipiell gibt es drei Methoden des Ausstopfens größerer Säugetiere. Generell werden nur Haut, Schädel und Knochen samt Hufe verwendet. In der ersten und älteren Methode, benannt nach dem amerikanischen Präparator Akeley, wird der Schädel auf ein zentrales Holzbrett gesetzt und das Körpervolumen aus einem dünnen Drahtgeflecht nachgeformt. Darüber wird dann die gegerbte Haut aufgezogen. Bei der neueren Vandemere-Methode wird der Körper aus Ton geformt und dann mit dünnem und leichteren Material ausgegossen. Der Vorteil dieses aufwändigen Verfahrens besteht in der Leichtigkeit der Präparate. Bei diesem Warzenschwein wurde die derzeit gängigste dritte Variante eingesetzt. Der Auftraggeber wählte aus einem Katalog des Weltmarktführers Johnson ein bestimmtes Modell aus Hartschaumstoff aus, das in etwa der Größe des Balgs entsprach. Heute haben nahezu alle Präparate ein solches Inneres - was dazu führt, dass sämtliche Tiere in modernen Sammlungen in den selben Haltungen erstarrt sind. Schließlich bleibt dem Präparator nur noch das Gesicht des Tieres als Ort des individuellen Ausdrucks. Während der gesamte Körper eines Warzenschweins in wenigen Stunden aufgezogen und vernäht ist, dauert es oft einen Arbeitstag, den Kopf mit spezifischem Gesichtsausdruck zu formen. Hier kommt die Arbeit des Präparators des Bildhauers am nächsten. Schon im Vorfeld muss die Wirkung des Tieres überlegt sein. Die Attribute des Warzenschweins bzw. sein imaginierter Charakter sind: genussorientiert, intelligent, zügellos, berechnend, komisch, altklug. Dieser Eindruck wird durch die Wahl der Glasaugenpaare und die richtige Platzierung von kleinen Falten um Augen und Schnauze verstärkt. Zum guten Schluss werden die durch den Gerbungsprozess ausgefallenen Haare noch wie bei einem Perückenmacher aus Rossschwanzhaar nachgearbeitet.
Gerade in dieser intensiven Phase mit dem Gegenüber kommen Gedanken auf, besonders über den eigenen Berufsethos. Denn selbst wenn man nicht für private Auftraggeber arbeitet, die sich ausgestopfte Tiere nur als tote Indizien ihres Jagdglücks aufstellen, entgeht man nicht den Paradoxien vom Wert musealer Sammlungen. Sie tragen zu unserem Wissen über einzelne Tiergattungen bei und helfen so, sie richtig zu schützen. Doch das Argument hört auf zu tragen, wenn dafür fast alle ihrer Art ausgerottet wurden.

Milan Ráček war in seiner Jugendzeit Vizelandesmeister im Boxen. Seine akademischen Ambitionen wurden von den politischen Rahmenbedingungen durchkreuzt. Er gehörte zu jener überkommenen Klasse der Bourgeoisie, die der Kommunismus zu überwinden versprach. Deswegen wurde ihm der Zugang zur Hochschule, und hier besonders zu geisteswissenschaftlichen Studienfächern untersagt. Die einzige Option, um aus der Provinz in die Hauptstadt Prag zu kommen, lag in der Ausbildung zum Museologen und Präparatoren am tschechoslowakischen Nationalmuseum. Nach seiner Emigration nach Österreich im Jahr 1968 übernahm er eine Stelle im Niederösterreichischen Landesmuseum. Hier präparierte und restaurierte er die umfassenden Bestände, nahm jedoch besonders in früheren Jahren auch kleine Nebenjobs für private Auftraggeber an.

    Tier: Siamesische Krokodil, das

    Name:
    Mensch: Susanne Sachsse
    Beziehung: Imitationsobjekt
    Wissenschaftliches Thema:

    Das Zwergkrokodil (Osteolaemus tetraspis) wird innerhalb der Ordnung der Reptilien (Reptilia) in die Familie der Krokodile (Crocodylia) sowie in die Gattung der Stumpfkrokodile (Osteolaemus) eingeordnet. Es ist die kleinste noch existierende Krokodilart.

    Krokodile und Alligatoren sind Kreaturen, die in Menschen ein sehr altes Gefühl auslösen – Urangst. Ihr reptilienartiges Erscheinungsbild vermittelt den Eindruck, dass es nicht davor zurückschreckt, Menschen zu attackieren und zu verschlingen. Krokodile werden zusammen mit anderen Wesen, die für Menschen lebensbedrohlich sind, mit Dunkelheit, Chaos und Tod assoziiert. Dadurch wird unsere Fehlinterpretation vom Menschen als Krone der Schöpfung erschüttert. Dieses Gefühl ist umso gewaltiger, da das Krokodil als Wassergeschöpf in einem uns fremden Element beheimatet ist und mit Tod, Chaos, dem Unerklärlichen und Unterbewussten verbunden wird.

    Bei näherer Betrachtung wird klar, dass Krokodile keine gewöhnlichen Tiere sind – sie sind voller mütterlicher Fürsorge, haben komplexe Paarungsrituale und anders als bei anderen Reptilien, meinen wir (fälschlicherweise) ihre Gesichtsausdrücke lesen zu können. Durch ihre grimmigen Augen und ihr unendlich großes Grinsen auf ihrem riesigen Mund schaffen sie es uns großen Respekt abzugewinnen. Herodotus schreibt über die ägyptische Stadt Crocodilopolis (heute Fayium-– das griechische Wort für Krokodil kommt von kroke – Geröll und delios – Wurm), dass diese Reptilien von ansässigen Priestern als Gottheit Sobek(repräsentiert durch einen Mann mit Krokodilskopf) verehrt wurden, im Tempel gefüttert und einbalsamiert und außerdem nach ihrem Tod in Särgen begraben wurden.
    Das ägyptische Totenbuch beschreibt die Dämonin Ammut, eine Seelenfresserin mit Krokodilskopf, Löwenkörper und Hirschkuhbeinen eines Nilpferdes. Sie verschlingt Menschen, wenn das Ritual vom Wiegen des Herzens gegenüber der Feder fehlschlägt und diesen nach dem Tod der Eintritt ins Paradies nicht gestattet wird. In Afrika wird von vielen ethnischen Gruppen der Glaube geteilt, dass Krokodile mit den Prinzipien von Gerechtigkeit und Rache in Verbindung stehen. Die Turkana in Kenia glauben beispielsweise, dass Krokodile Menschen nur fressen, wenn er sich durch etwas schuldig gemacht hat.
    Viele europäische Sprachen nutzen das Idiom „Krokodilsträne“, um heuchlerische Gefühlsduselei und falsche Trauer zu beschreiben, die durch das starke Weinen einer Person zum Ausdruck gebracht wird. In mittelalterlichen Tierbüchern wurde dies so gedeutet, dass Krokodile weinen, wenn sie Menschen fressen, so wie Judas weinte, als er Jesus betrug. Edward Topsell schrieb im 17. Jahrhundert, dass Krokodile Menschen mit ihrem menschenartigen Weinen anziehen, nur um sie dann verspeisen zu können.

    Leider konnten wir kein Stumpfkrokodil finden. In der Zweitbesetzung tritt daher das Siamesische Krokodil auf, eine Art, die vom Aussterben bedroht ist und bis zu 3,8m lang wird. Das Siamesische Krokodil des Pilsener Zoos ist im Juni 2015 geboren worden. Es ist die erste Aufzucht seiner Art im Pilsner Zoo. Es quakt oft und laut und genießt das Sonnenbaden sehr. Die Schauspielerin Susanne Sachsse – Bühnenname Judith – probt Krokodilstränen zu weinen. Für sie steht das Krokodil für den Tod und das Unterbewusste.

      Tier: Spornschildkröte, die

      Name:
      Mensch: Jana Kasalová
      Beziehung:
      Wissenschaftliches Thema:

      Schildkröten (Testudinata, Testudines) gehören zu der Gattung der Reptilien, und erschienen zum ersten Mal vor mehr als 220 Millionen Jahren im Karnium (Obertrias). Schildkröten können sehr gut sehen. Sie können Farben sogar besser differenzieren als Menschen, da ihre Augen wie bei allen Reptilien vier verschiedene Farbrezeptoren aufweisen. Sie sind dadurch in der Lage, auch Teile der nahen Infrarot- und Ultraviolett-Strahlung wahrzunehmen. Grautöne hingegen scheinen sie weniger zu differenzieren. Durch Veränderung ihrer Augenstellung sind sie in der Lage räumliche Panoramen zu sehen. Wasserschildkröten riechen durch kauend-pumpende Bewegungen des Unterkiefers und Halses. Die Geruchsrezeptoren befinden sich im Rachenraum. Geschlechtspartner am Geruch erkannt (auch unter Wasser), sogar über größere Distanzen.

      Schildkröten können sehr alt werden. Das Geburtsjahr der Galápagos-Riesenschildkröte (Geochelone nigra) Harriet, die im Australia Zoo lebte und am 23. Juni 2006 verstarb, wird auf 1830 geschätzt, womit sie mindestens 176 Jahre alt geworden ist. Die älteste bekannte Schildkröte starb 2006 mit 256 Jahren im Zoo von Kalkutta.

      In den alten Kosmogonien asiatischer Völker treibt die Erde als runde Fläche auf dem Urmeer. Um nicht zu versinken braucht es einen Träger, der die Erde stützt, häufig eine Schildkröte. Den Ausgangspunkt für viele asiatische Ursprungsmythen bildet die indische Vorstellung des Gottes Vishnu, der auf der Weltenschlange Ananta-Shesha auf dem Grund des Ozeans liegt und die Schöpfung bewacht. Er selbst verwandelt sich in seiner zweiten Inkarnation in die Schildkröte Kurma, die als Basis für die Weltenachse dient. Beim Quirlen des Milchozeans setzen Götter und Dämonen im Kampf gegeneinander auf dem Rücken der Schildkröte einen Quirlstab in Drehung und erschaffen so eine Reihe göttlicher Wesen und kostbarer Gegenstände.

      Keinem Tier in der Welt werden so viele unterschiedliche, positive Eigenschaften zugesprochen und Legenden angedichtet, wie den Schildkröten. Im Allgemeinem bringen die meisten Menschen die Schildkröte mit Langsamkeit und Behaglichkeit in Verbindung.

      Schildkröten sind auch häufige Darsteller in Filmen, in denen sie zumeist als überaus weise und alt dargestellt werden – und langsam. Wie zum Beispiel Morla aus „Die unendliche Geschichte“ (Michael Ende, 1979), welche in den Sümpfen der Traurigkeit lebt und ihres langen Lebens überdrüssig geworden sind. In „Momo“ (1973), kann die Schildkröte Kassiopeia eine halbe Stunde vorraus in die Zukunft schauen und hilft der Protagonistin die Welt von den grauen Männern zu befreien. Ganz anders allerdings werden die vier draufgängerischen Helden der „Teenage Mutant Ninja Turtles“ (Serie seit 1984) dargestellt, die von einer mutierten Ratte in der Kunst des Ninjutsu unterwiesen wurden. Die Ninja Turtles haben eine unersättlichen Appetit auf Pizza und sind nach den vier italienischen Renaissancekünstler Leonardo da Vinci, Michelangelo Buonarotti, Raffael Santi und Donato di Niccolò di Betto Bardi benannt. Unsere Spornschildkröte ist kein anspruchsvolles Tier. Das erwachsene Weibchen kam in der freien Natur zur Welt und hat im Pilsner ZOO ihr Zuhause gefunden hat. Dort hat sie bereits für reichlich Nachwuchs gesorgt, ca. 200 junge Schildkröten. Spornschildkröten leben bis zu 100 Jahre lang, die Männchen werden bis zu einem Meter groß und wiegen 100 Kg. Die Schildkröte liegt gerne in der Sonne, es darf aber nicht allzu heiß werden.

        Tier: Hausschwein, das

        Name: Pinky
        Mensch: Lucie Sujová
        Beziehung:
        Wissenschaftliches Thema:

        Das Hausschwein (Sus scrofa domestica) ist eins der frühesten domestizierten Tiere und stammt vom eurasischen Wildschwein ab. Bereits um 9.000 v. Chr. wurden in China und Ägypten und um 4.000 v. Chr. in Mitteleuropa Wildschweine gezähmt, hauptsächlich um dem Menschen als Nahrungslieferanten zu dienen. Nach Amerika kamen die Schweine erst in der Kolonialzeit.

        Der rundliche Körper des Hausschweins wird von kurzen Beinen getragen und ist viel dicker als beim Wildschwein. Das Hausschwein hat außerdem Schlappohren, die Schnauze ist kürzer, die Hauer kleiner und es hat ein Ringelschwänzchen. Die Haut ist spärlich mit Borsten bedeckt, darunter liegt eine dicke Speckschicht, die vor Kälte schützt. Das Schwein pflegt die Haut durch Suhlen im Schlamm um sich von Haut-Schmarotzern zu befreien und sich abzukühlen
        Im Judentum und im Islam galt Schweinefleisch schon immer als unrein. Die Einordnung des Schweins als unreines Tier begann bereits in Mesopotamien und dem Alten Ägypten und hat sich in seiner Tragweite ausgedehnt. Im 19. Jahrhundert konnte allein der Kontakt mit schweinischen Produkten zu militärischen Aufständen führen, wie Thomas Macho in seinem Buch Schweine (2015) beschreibt: muslimischen Soldaten der Britischen Armee in Indien 1857 rebellkierten gegen ihre Kolonialherren, da sie vermuteten, dass die neu gelieferte Munition für ihre Enfield Gewehre mit Schweinefett eingerieben worden war. Die blutigen Kämpfe hielten ein Jahr an und forderten viele Opfer.

        Schweine sind uns gleichermaßen fern und nah, vielleicht ist es die Ähnlichkeit zwischen Menschen und Tieren, die sie uns so abstoßend erscheinen lassen. Wie Menschen sind Schweine Allesfresser, sie sind klug, schwimmen und laufen gut, sind außerdauernd in der Liebe, frech und anhänglich. Die Parabel "Animal Farm" (1945) von George Orwell schließt mit der Erkenntnis, dass alle Menschen Schweine sind. "Die Tiere draußen blickten von Schwein zu Mensch und von Mensch zu Schwein, und dann wieder von Schwein zu Mensch; doch es war bereits unmöglich zu sagen, wer was war."

        Pinky ist für Frau Sujová ein Segen und ein Therapeut. Es war in schwierigen Zeiten Dialogpartnerin und Medizin. Frau Sujová hat sie vor neun Jahren in einer Tierhandlung entdeckt, ein kleines einsames Schwein. Erst danach hat sie angefangen sich für Minischweine zu interessieren und wurde aktiv im Klub der Hauschweinbesitzer. Mittlerweile haben Frau Sujová und ihr Mann drei Hauschweine und mussten aus Platzmangel in ein größeres Haus umziehen. Frau Sujová hat gelernt Pinkys Körpersprache und Laute zu interpretieren: Grunzen ist Ausdruck von Freude, Ein Fiepsen bedeutet Ängstlichkeit und Traurigkeit, wenn das Schwein dagegen nervös oder aggressiv ist streckt es den Schwanz aus und spitz die Ohren. Pinky ist sehr emphatisch. Sie weiß immer wenn es Frau Sujová schlecht geht, und versucht sie aufzuheitern. Pinky hat sogar gewusst dass Frau Sujová schwanger ist bevor sie es selbst wusste.

          Tier: Minipferd, das

          Name: Katrijn van der Meier
          Mensch: Zuzana Daušová
          Beziehung: Assistenzpferd und Trainerin
          Wissenschaftliches Thema: Tiere in der Therapie

          Ein Minipferd (Equus przewalskii caballus) ist eine durch Züchtung entstandene Miniaturausgabe des normalen Haus und Reitpferdes. Es steht jedoch seinem großen Ebenbild in Proportion und Charakter in nichts nach. Das Minipferd darf allerdings nicht größer als 86cm werden. Minipferd Fohlen sind nur circa 50 cm groß. Es gibt sie in allen Farben und Typen, besonders erwünscht ist aber der feingliedrige Arabertyp. Sie fressen wie ihre großen Verwandten Heu, Hafer und Gras. Ab und zu naschen sie gerne Karotten oder Äpfel.

          Das Minipferd wird bereits im Gentlemen's Magazine in England im Jahre 1765 erwähnt. Dort wird ein kleiner Hengst beschrieben, der eine Höhe von nur 76cm misst und auch von einer Stute mit nur 71cm berichtet. Beide Minipferde stammten aus Bengalen, einem Staat in Ostindien, und wurden von dort nach England verfrachtet. Minipferde wurden in Europa gehalten und gezüchtet, damit sie in europäischen Königshäusern Kindern zur Unterhaltung dienten. Mit dem Niedergang der europäischen Monarchien starb die Rasse in Europa weitestgehend aus und nur wenige Exemplare konnten zunächst nach Übersee, in die Vereinigten Staaten von Amerika, gerettet werden. In den USA begann daraufhin die professionelle Züchtung von Shetlandponys. Die Pferdezüchter stellten schnell fest, dass sie für ein kleines Shetlandpony oder Miniaturpferd in den meisten Fällen einen wesentlich höheren Preis erzielen konnten, als für ein Großpferd und so entstand ein regelrechter Boom.

          Frau Dauškova, Katrijns Trainerin, hatte zufällig einen Dokumentarfilm über Minipferde und deren Qualitäten als Führtiere für Blinde gesehen. Da Frau Dauškova ohnehin mit Hunden arbeitete, war sie sofort interessiert kontaktierte eine Minipferdefarm in Holland. Dort lebte Minipferd Katrijn bereits seit zwei Jahren. Nun lebt sie schon seit 4 Monaten in Tschechien und wird dort zum Führtier ausgebildet. Ähnlich wie Hunde, lernen Minipferde Befehle zu befolgen und sehbehinderten Menschen zu helfen. Ein Minipferd muss vor allem lernen sich in jeder Art von Umgebung aufhalten zu können. Im Rahmen dieses Trainings, hat Frau Daušková Katrijn auch schon mit in die Kneipe genommen. Sie fährt sowohl mit der U-Bahn als auch Auto. Katrijn ist sehr stur und erfordert viel Zuneigung.

            Tier: Hund, der

            Name:
            Mensch: Zuzana Daušová
            Beziehung: Blindenführhund
            Wissenschaftliches Thema:

            Der Retriever, oder auch Apportierhund (apportare „herbeibringen“) ist ursprünglich als Jagdhund gezüchtet worden. Er ist mit der speziellen Aufgabe bedacht, geschossenes Flugwild zu suchen und zum Hundeführer zubringen. Für diese Tätigkeit ist es unerlässlich, dass der Hund eine gelassene Art hat und selbstständig und ausdauernd ist. . Außerdem sollte er Spaß am Schwimmen haben. Heutzutage hat sich der Retriever wegen genau dieser Eigenschaften als Familienhund durchgesetzt. Häufig wird er aber auch zum Berg- und Lawinenrettungshund oder Begleithund ausgebildet.

            Rechtlich gesehen gelten Blindenhunde als Hilfsmittel. Der Blindenführhund ist in der Lage, intelligent zu agieren. Er sucht auf Anweisung Türen, Treppen, Zebrastreifen, Telefonzellen, Briefkästen, freie Sitzplätze (beispielsweise in Bus oder Bahn) und vieles mehr. Er zeigt das Gefundene an, indem er davor stehen bleibt. Im Fall einer drohenden Gefahr, etwa im Straßenverkehr, muss der Führhund in der Lage sein, einen Befehl ausnahmsweise zu verweigern (sogenannter „intelligenter Ungehorsam“). Diese Fähigkeit ist eine teilautonome Handlung des speziell ausgebildeten Hundes. Er löst selbstständig Probleme, indem er in einer Gefahrensituation Befehle missachtet.

            Zuzana Daušová ist eine erfahrene Hundetrainerin am Trainingszentrums Helppes. in Prag, wo sie Assistenz - und Begleithunde ausgebildet. Während des kommunistischen Regimes hatte Frau Daušová keine Möglichkeit eine Stelle als Trainerin zu bekommen, obwohl es bereits Blindenhunde gab. Im Einsatz waren damals ausschließlich Deutsche Schäferhunde. Deshalb bildetet sie in den achtziger Jahren zunächst nur inoffiziell Vierbeiner aus. Erst nach 1989 hatte sie die Gelegenheit offiziell zu arbeiten und gründete dannmehrere Hundeschulen.

              Tier: Tschechische Warmblüter
























              Name: Demon und Gustav
              Mensch: Václav Vydra
              Beziehung: Komplizenschaft
              Wissenschaftliches Thema: Zucht, Pferdefleisch

              Das Pferd ist aus historischer Sicht ein sehr ambivalentes Symbol. Für sesshafte von Landwirtschaft lebende Gemeinschaften, verkörperten diese furchteinflößenden Tiere den Grauen vor den Nomaden, die sie als Erstes zähmten und mit ihnen in vertrauter Nähe lebten. Womöglich liegt hier der Ursprung für die Mythen der Zentauren, die halb Mensch, halb Pferd sind. Ihre Eigenschaften, die ungeheure Kraft, Wildheit und Unzüchtigkeit werden speziell in Europa traditionell als unmenschlich angesehen. Auf der anderen Seite kreiert kein anderes heimisches Tier solch eine Einheit mit einem Menschen. Der Mensch und das Pferd sind buchstäblich synchron in ihren Bewegungen, Emotionen und Wahrnehmungen. Diese Tatsachen sich leicht beim Beobachten von einem Pferd und seiner Reiterin erkennen. So überrascht es nicht, dass sich die Domestikation der Pferde bereits vor 4000 Jahren ereignete. Pferde wurden als Kriegsmaschinen, mechanische Kraft, Material- und Nahrungsquellen eingesetzt. Auf ihrem Rücken wurden Zivilisationen aufgebaut, andere kollabierten unter ihren Hufen. Die spanische Expansion nach Zentral- und Südafrika wurde mithilfe von Pferden ausgetragen, was Panik und Terror bei den Eingeborenen zur Folge hatte. Ihre Vorstellungskraft kreierte eine Einheit aus Mensch und Pferd, die nicht vom griechischen Zentaur zu unterscheiden ist.

              Die Darstellung des Pferdes findet sich ebenfalls in den Ursprüngen des europäischen Vernunft-Instinkt Dualismus wieder. Diese Dualität beeinflusst bis heute die Mensch-Tier-Beziehungen, sowohl im akademischen als auch im alltäglichen Diskurs. Platons Metapher der Seele teilt die Einheit der menschlichen Seele in einen Streitwagenfahrer und die Pferde, von denen er gezogen wird. Die Pferde (die niedrigen, instinktiv, blind geführten Tierteile der Seele) und der Streitwagenfahrer (der die Richtung angibt und die wilden, grausamen Biester zähmt). Pferde wurden ähnlich wie die alten Zentauren zu Symbolen für Animalität – insbesondere für eine unkontrollierbare Sexualität und Kraft. In vielen Sprachen werden Ausdrücke, die normalerweise männliche und weibliche Pferde beschreiben, für sehr sexuell aktive oder attraktive Personen genutzt – dies ist wohl bedingt durch den klar erregten Penis bei Hengsten, der auch in der Größe eindrucksvoll ist. Das Tier wird von einer blinden natürlichen Kraft bewegt, die es nach vorne treibt, während der Mensch allein fähig ist, diese Natur zu bändigen, zu bewältigen und zu führen. Diese Metapher hat das Verständnis von Tieren als minderwertigen Wesen, deren einziger Nutzen es ist dem Menschen zu dienen, stark beeinflusst.

              Die beiden tschechischen Warmblüter Demon und Gustav leben bei Václav Vydra auf einer Farm in der Nähe von Prag. Herr Vydra verfolgt dort einen radikal neuen Ansatz in der Pferdehaltung, der beinhaltet dass die Pferde nicht beschlagen werden müssen, keine Hufe, kein Zaumzeug. Herr Vydra hat einen Futterautomaten auf der Farm eingerichtet, der die Tiere nach der Futtereinnahme veranlasst einen Wellness-Pfad über Sand, Schotter, Wiese und durchs Wasser zu laufen. Im Volksglauben der Frühen Neuzeit sollte das Hufeisen Hexen verjagen, da diese offenbar Angst vor Pferden hatten. Ein ebenso unnützer Glaube, wie die Funktion des Metalls beim Beschlagen eines Pferdes.

                Tier: Amerikanischen Nackthunde, die

                Name: Bennie, Beate, Leo
                Mensch: Meda Mládková und Jiří Pospíšil
                Beziehung: Freundschaft
                Wissenschaftliches Thema:

                Der Hund ist eine transiente Figur am Übergang von nomadischen zu sesshafteren Lebensformen, von Natur zu Kultur, von Urhorde zur zivilisierten Gesellschaft, vom Naturzustand zum Staat. Er markiert genau jenen Punkt, an dem sich die Geister scheiden - jene, die den Menschen als Ebenbild Gottes betrachten und jene, die den Hominiden in mannigfaltiger Verwandtschaft mit nicht-menschlichen Tieren sehen. Denn Menschwerdung ist koevolutionär gedacht immer auch schon Hundwerdung gewesen. So ergaben neueste gentechnische Untersuchungen, dass seit ca. 150.000 von der Gattung Hund gesprochen werden kann, was ziemlich genau jenem Zeitpunkt entspricht, der gemeinhin für das Aufkommen des Homo sapiens genannt wird. Erst als der Hund die prothetische Rolle des wachenden Organs übernahm ( > Organprojektionsthese: Hund als biologische body extension), wurden beim Menschen Kapazitäten frei, die eine weitere Ausdifferenzierung der Kommunikation erlaubte.

                Es wird deutlich, dass die Geschichte der Beziehung von Mensch und Hund bei aller Innigkeit voller Mythen und Irrtümer ist. Doch was ist das Erfolgsgeheimnis dieser Beziehung? Laut Stephen Budiansky, Autor von „Wahrheit über Hunde“ und Züchter, liegt es im antizipierenden Verhalten der Hunde verborgen. Der Mensch stößt den Hund nicht ab, er fühlt ihm gegenüber aber eine ins Unterbewusste verdrängte Verachtung, verbunden mit einem starken Schuldkomplex, den sich der Hund wiederum zu Nutzen macht. Hunde sind manipulativ und parasitär. Im Laufe der Jahrtausende haben sie den Menschen ihre natürliche Abscheu abtrainiert. Dabei half ihnen sicher ihr juveniles Verhalten. Hunde sind, so der tschechische Biologe Stanislav Komárek, im Unterschied zu Wölfen bis zum Tod Junge. Sie nutzen in ihrer Beziehung zum Menschen geschickt dieses Eltern-Kind-Beziehungsmodell. In der Tierwelt eine durchaus einmalige Eigenschaft.

                Bestes Beispiel für diesen evolutionären Trick ist der bekannteste tschechische Hund Dašenka, der dem sonst notorischen Kritiker seiner Zeit Karel Čapek jede Spitze aus der Feder nahm. Noch heute erweicht die ebenso glückliche wie ereignislose Biographie des Vierbeiners ihre jungen wie alten Leser. Dašenka selbst steht am Anfang der tschechischen Faszination für den Vierbeiner. Denn bis heute leben in diesem Land proportional mehr Hunde als in den meisten anderen europäischen Ländern.

                Die Terrier von J. Pospisl und Meda Mládková heißen Bennie, Beate und Leo. Der American Hairless Terrier wird zwar behaart geboren, verliert aber sein Fell mit circa 8 Wochen. Die Haut des Hundes ist gepunktet und mit zunehmendem Alter werden die Punkte größer. Im Winter wird die Haut, wie bei Menschen, heller als im Sommer. Die Terrier haben einen ausgeprägten Jagdinstinkt, sind jedoch auf Grund ihrer nackten Haut und der damit verbundenen Schutzlosigkeit zur Jagd gänzlich ungeeignet.

                  Tier: Steppenadlerin, die

                  Name: Sophie
                  Mensch: Ondřej Pelikán
                  Beziehung: Arbeitskollegen, Freundschaft
                  Wissenschaftliches Thema: Prometheus Mythos neu erzählt aus Sicht des Adlers

                  Nur wenige Ikonografien sind so klar und eindeutig wie die des Adlers. Das Symbol des Adlers erscheint majestätisch, stolz und souverän. Der Adler ist ein Tier mit Weitblick und guter Aussicht, ein Vogel, der eng mit der Sonne und Helligkeit verbunden wird, was zum irrtümlichen Glauben führte, dass er die höchsten Punkte des Himmels erreichen könne. Er wird zwar nicht als besonders intelligent oder listig angesehen, kompensiert dies aber durch sein majestätisches Erscheinen. Etana, der erste irdische König von Mesopotamien, erreichte die Gottheit Ishtar im Himmel auf dem Rücken eines Adlers, den er aus einer Falle rettete. Der hinduistische Vogelgott Garuda diente auch als Reittier des Vishnu. Zeus, der Herrscher über dem Olymp, entführte den jungen Ganymed, um ihn zum Mundschenk der Götter zu machen. Ebenfalls wurde Zeus‘ Wille von einem Adler erfüllt, indem dieser jeden Tag von Prometheus‘ Leber fraß, als dieser angebunden an einen Felsen im Caucasus seine Strafe einbüßte. Die römischen Legionen hatten einen Legionsadler als Feldzeichen, woher eventuell auch der Ursprung des Adlers als Symbol für Macht und Dominanz herrührt. Im Christentum wurde der Adler zum Symbol vom Apostel Johannes. Ebenfalls scheint der Adler als Inspiration für mythische Gestalten wie den Roch und den Greif gedient zu haben. Der Letztere teilt sich einige Eigenschaften mit dem Löwen, der ebenso mit Sonne, Macht und Dominanz verbindet. Adler sind in einigen Ländern in Zentralasien Symbole für Macht und Staatlichkeit. Dort werden diese majestätischen Vögel auch zum Jagen genutzt. Auch für die Ureinwohner Amerikas besteht eine Verbindung zwischen Adler und Sonne. Der Adler dient außerdem auch als Modell für eines der bedeutsamsten mythologischen Wesen Amerikas- den Donnervogel.

                  Die kleine Steppenadlerin Sophie ist drei Jahre alt und lebt bei Herrn Pelikan und Frau Kořínková, zusammen mit dem einjährigen Uhu Evžen. Herr Pelikan hat Sophie gezähmt, ihr das Fliegen beigebracht, sie ermutigt gegen Windböen anzukommen und er sucht sie, wenn sie zu weit geflogen ist und sich verflogen hat. Die beiden arbeiten zusammen an der Vorführkunst für Steppenadler. Herr Pelikan sagt, dass Adlern das Fliegen grundlegend Spaß bereitet und nicht nur der Jagd dient.

                    Tier: Leguanin, die
























                    Name: Lina
                    Mensch: Libor Balák
                    Beziehungsstatus: Wohngemeinschaft, Studienobjekt
                    Wissenschaftliches Thema: Zeitachsen, verlangsamtes Zeitempfindung

                    Leguane leben terrestrisch, d.h. auf dem Erdboden (Dipsosaurus, Cyclura), auf Bäumen (Iguana, Brachylophus) oder auf Felsen (Sauromalus, Ctenosaura, Conolophus, Amblyrhynchus). Sie sind sowohl auf dem amerikanischen Doppelkontinent weit verbreitet, als auch auf den Karibischen Inseln, den Galápagos-Inseln und den Fidschi-Inseln.  
                    Grüne Leguane sind Vegetarier, leben bevorzugt auf hohen Bäumen, von denen sie sich gerne 30  Meter tief ins Wasser stürzen, um dort ihre hervorragende Schwimmkunst auszuüben. Sie nutzen ihren langen Schwanz als Antriebsmotor und können ihren Puls verlangsamen, so dass sie ohne Sauerstoffzufuhr bis zu 40min unter Wasser bleiben können.

                    Zur Paarungszeit färbt sich der männliche Leguan rötlich ein und lockt das Weibchen mit seinem großen Kehlwammen und rhythmischem Kopfnicken. Das angelockte Weibchen wird mit einem Nackenbiss für die Paarung fixiert. Das Weibchen legt 30-45 Eier in einer Erdhöhle ab, die wie ein Inkubator funktioniert. Wenn die kleinen Leguane aus den Eiern schlüpfen, weisen sie ein für Echsen atypisches Verhalten auf: abenteuerlustig wandern sie in Grüppchen in den Urwald, ohne elterlichen Schutz und sich den Gefahren aussetzend, die dort auf sie lauern. Eine leguanische Jugendfolie.  

                    Obwohl Leguane keine direkten Nachfahren der Dinosaurier sind, wurden sie früher als Dinosaurier gecastet und in vielen B-Filmen für diese Rolle besetzt. Daher kommt auch das Interesse von Herrn Balag an dem Leguan Lina: sie dient ihm als Studienobjekt und Muse für seine Malerei der Vorgeschichte.

                    Herr Balák hat Lina als Jungtier auf der Reptilienbörse im Städtchen Grün gekauft. Seit neun Jahren läuft sie frei in Herrn Baláks Wohnung herum. Sie hat kein Terrarium, sondern bewohnt ein zwei Meter langes Häuschen am Fenster mit verschiedenen Laufstegen, einer UV Lampe, einem Fleckchen zum Sonnen und einem Schlafzimmer mit Toilette. Lina ist ein eher verschlossenes Tier und eng an Herrn Balák gebunden, sie geht erst schlafen, wenn er im Haus ist.
                    Sie lässt sich nicht gerne anfassen, nimmt aber vorsichtig Essen aus der Hand und beißt nie. Im Umgang mit anderen Tieren ist sie eher tolerant und pflegt gute Nachbarschaft mit den beiden anderen Haustiere, einer Katze und einer bärtigen Agama. Bei Besuch, menschlich oder tierisch, verhält sie sich territorial, aber nicht aggressiv. Bei Präsentationen und Vorträgen arbeitet sie perfekt mit.

                      Tier: Honigbienenschwarm, der

                      Mensch: Jiří Cafourek
                      Beziehung: kollegial, distanziert
                      Wissenschaftliches Thema: Schwarmtheorie, Bienensterben

                      Das englische Wort „bee“ stammt von dem indoeuropäischen bhi, oder „to quiver“, dessen Bedeutung beben oder flattern ist. Das altgriechische Wort „bios“,  Leben, hat den gleichen Ursprung. Das Summen, Hasten, Pulsieren, die Vibrationen des Lebens füllen den leeren Raum in einer ähnlichen Weise, wie Bienen die Hohlräume zwischen den Honigwaben. Bienen sind in vielen Aspekten ursprünglich und altertümlich, sie genießen den Respekt und die Bewunderung von Menschen auf der ganzen Welt. Allgemein gelten Bienen als ein Symbol für Kooperation, Produktivität, soziale Organisation, Altruismus, Wohltätigkeit und Beständigkeit.

                      Im alten Ägypten wurden Bienen mit dem Sonnengott Ra assoziiert (sie werden als seine Tränen betrachtet- das gleiche wurde später auch über Jesus Christus erzählt) und auch ansonsten werden Bienen mit frühen Zivilisationen in Verbindung gebracht. Sie sind nicht nur eine Quelle für Honig, sondern auch für Wachs zur Kosmetikherstellung und hilfreich bei der Metallverarbeitung. Außerdem produzieren sie medizinische Wirkstoffe (königliches Gelee, Bienenharz) und ihre Anwesenheit verspricht eine gute Ernte da sie als Hauptbestäuber agieren.

                      Ähnlich wie andere Gruppen der eusozialen Insekten (z.B. Kolonialtiere, die Königinnen zur Reproduktion besitzen), wurden Bienen zu mächtigen politischen Symbolen, die z.B. Selbstlosigkeit, harte Arbeitsmoral, Kooperation und die Bereitschaft ihr Leben für die Gruppe zu opfern repräsentieren. Die Hopliten aus Ephesus hatten eine Zeichnung der Biene auf ihren Schildern und die Organisation innerhalb der Bienenstöcke wurde zu einem mächtigen symbolischen Kern vieler kollektivistischer und hierarchischer Staatsideologien, von Sparta über die UdSSR bis hin zum gegenwärtigen politischen Aktivismus. Napoleon wählte die Biene nicht zufällig für sein Emblem. Viele mittelalterliche und moderne Denker machten die Organisation des Schwarms und Bienenstocks zu einem Modell des idealen Staates  ̶  der Monarchie. Interessanterweise wurde bis in das 17.Jahrhundert angenommen, dass die Bienenkönigin ein König sei. Das Umdenken ergab sich nur durch die Fortschritte der modernen Wissenschaft und spezielle Mikroskope. Bienen widersprichen dem traditionellen Verständnis, dass nur Menschen Gründe haben, wohingegen Tiere lediglich ihren Instinkten folgen können. Charles Darwin, der von den sozialen und materiellen Produkten der Biene fasziniert war, nutzte sie gern als Beispiel, um den Zusammenhang zwischen logischem Denken und Instinkten zu beweisen.

                        Tier: Fuchs, der

                        Charlotte Gainsbourg
                        Charlotte Gainsbourg
                        Name: Winnie
                        Mensch: Ota Bareš
                        Beziehungsstatus: Arbeitskollege, Angestellter
                        Wissenschaftliches Thema: Domestizierung

                        Der Fuchs gehört der Familie der Hunde (Canidae) an. In Europa am weitesten verbreitet ist der Rotfuchs (Vulpes vulpes), der in Familiengruppen lebt, ein ausgeprägtes Sozialleben zeigt und gar kein Einzelgänger ist, wie bis in die 1960er Jahre noch fälschlich angenommen wurde.

                        Den Fuchs begleitet überhaupt eine widersprüchliche und aufregende Mythologie. In der Bibel ist er ein Symbol für Wildnis, für verwüstete Landschaften, die er als Schädling bewohnt, ein listiger und boshafter Schädling. In der christlichen Ikonografie wird der Fuchs zur Personifikation der Sünde. In den Parodien über höfischen Lebensstil tritt er in einer Doppelrolle als Schurke und Held auf. Und im Mittelalter hat er einen falschen, rachsüchtigen, widerspenstigen, schlauen Charakter und ist ein eingefleischter Einzelgänger. Auch Goethes Version von Reineke Fuchs aus dem Jahr 1793 stellt den Fuchs als listigen Betrüger vor. In China gibt es den Fuchs nicht nur als Symbol für Schlauheit und List, sondern auch für erotische Verführung und Dämonie. Zahlreich sind die Erzählungen, in denen sich Männer mit einer schönen Frau in Fuchsgestalt einlassen und dabei ihr Verderben finden. Die Comic Filme „Robin Hood“ (1973) und Wes Andersons „Der fantastische Mr. Fox“ (2009) zeigen ein anderes Bild vom Fuchs. Hier ist der Protagonist ein schlau und listig, um von den Reichen zu nehmen und die Armen zu unterstützen. Wie schon in Goethe’s Reinecke Fuchs ist auch hier sein bester Freund ein Dachs.

                        Füchse verfügen über verschiedene Laute der Kommunikation. Dazu gehört ein drei- bis fünfsilbiges Bellen (heiserer als Hunde) „wow-wow-wow“ mit Betonung der letzten Silbe, welches vermutlich zur Kommunikation über längere Distanzen verwendet wird. Lars von Trier hört in seinem Film „Antichrist“ genauer hin. Der Fuchs spricht „chow-oss-roans“ und in der Zeitlupe hört man dann prezise, was der Fuchs dem Menschen mitteilt: Cha-Os-Reigns = Chaos reigns!  Der Fuchs aus Antichrist, ein echter Star der Filmfestspiele in Cannes, wird von dem Filmtiertrainer Ota Bareš in die Arena in Pilsen gebracht. Der Fuchs Winnie lebt seit über sieben Jahren zusammen mit vielen anderen Tieren bei Bareš in Prag. Die Dreharbeiten zu Antichrist fanden in Deutschland statt und Winnie hat dort einige Wochen mit seinem Trainer verbracht. Seit dem lebt der Fuchs ohne weitere Filmaufträge in Prag. Er verhält sich sehr scheu.

                          Tier: Boxerhündin, die
























                          Name: Pula
                          Mensch: Petra Soukupová
                          Beziehung: Familienmitglied, Komplizenschaft
                          Wissenschaftliches Thema: Zucht, Manipulation Begleit-, Schutz- und Gebrauchshund der Familie der Molossoiden, doggenartigen Hunden.

                          Der Kopf des Boxers ist sehr markant, sein Gesicht gemütvoll. Die spitzigen Boxerohren sind Menschenwerk, sie werden den Boxerwelpen abgeschnitten, damit sie gefährlicher und achtsamer wirkten. Durch weitere genetische Manipulationen ist die charakterisierende Schnauze bei vielen Linien fast verschwunden, der Rücken ist abfallend, die Taille sehr schmal. Der Boxerhund ist ein Zuchttier des Menschen des 19. Jahrhunderts. 1904 wurden die Standards der Rasse in München festgelegt und 1924 war der Boxer als Diensthunderasse von der Fédération Cynologique Internationale anerkannt.

                          Das Militär entdeckte früh Loyalität, Wachsamkeit und Xenophobie, die dieser Hunderasse eigen sind und setzte sie während des Ersten und Zweiten Weltkriegs als Melde- und Wachhund, sowie Gepäckträger ein. Viele Soldaten brachten ihre tierischen Kriegskameraden nach dem Krieg mit nach Hause und der deutschen Boxer wurde zu einem beliebten Familienhund. Sein Einsatz im deutschen Polizei- und Militärdienst ist stark zurückgegangen. Der unmittelbare Vorfahre der Boxerhunde ist der heute ausgestorbene Brabanter Bullenbeißer. Bullenbeißer waren Zuchttiere an Fürstenhöfen, weil sie zur Jagd von u. a. Wildschweinen und Bären dienten. Der Bullenbeißer fasst das Beutetier mit seinen starken Zähnen und hielt es fest, bis der Jäger es erlegte. Bullenbeißer waren Statussymbole und wurden oft mit ihren adligen Herren in Familienporträts abgebildet. „Las Meninas“ (1656, Diego de Velázquez) ist das berühmteste Beispiel.

                          Vor acht Jahren hat Frau Soukupová die Boxer-Hündin Pula im Internet kennengelernt. Frau Soukupová liest aus den Gesichtszügen von Pula in welcher Gemütsverfassung die Hündin ist. Sie hat umgekehrt das Gefühl, dass auch Pula ihre Launen versteht. Pula ist sehr freundlich und ausgelassen. Sie liebt Menschen und begrüßt sie immer herzlich. Konflikte mag sie nicht und kommt mit den meisten Tieren, Menschen und Kindern sehr gut aus.


                            Tier: Henne, die

                            Name: Pipka
                            Mensch: Tereza Porubová
                            Beziehung: Familienmitglied
                            Wissenschaftliches Thema: N.N.

                            Hühner sind eben nicht blind! Sie sind mit einer hervorragenden Nahsicht ausgestattet und können kleinste Gegenstände bis zu einer Entfernung von 5 Metern hervorragend erkennen. Dafür hapert es bei der Fernsicht: nur große Gegenstände sind einigermaßen scharf und nur bis zu einer Entfernung von etwa 50 Metern. Zum Ausgleich haben die Hühner Vibrationsorgane auf der gesamten Haut und vor allem an den Beinen mit denen sie kleinste Schwingungen in Boden und Luft wahrnehmen. So bemerkt das Huhn die Annäherung des Feindes aus dem Hinterhalt selbst bei tiefster Dunkelheit.

                            Hühner haben ein kleines Gehirn, aber eine beachtliche Fähigkeit: Sie beherrschen den so genannten "Head Tracking"-Effekt instinktiv. Das ist eine kognitive Leistung, die sich breakdancer mühsam antrainieren müssen: man hält den Kopf Millimeter genau in der gleichen Position, der Kopf bleibt ruhig, wie festgehängt während sich der Körper bewegt. Das Gehirn verfolgt die Bewegungen jedes Körperteils und muss sie mit einer Gegenbewegungen ausgleichen, um die Balance zu halten.

                            In Trübau (Mähren) herrscht der Volksglaube, dass sich der Teufel in eine schwarze Henne verwandle und durch diese Henne könne man reich werden. Das Ei von einer schwarzen Henne muss man 14 Tage unter der Achsel tragen, um es auszubrüten. Legt man das geschlüpfte Küken der Henne unter, wird man täglich einen Thaler haben.

                            Die schon sehr alte philosophische Frage - Was war zuerst da, die Henne oder das Ei ?- scheint ein dreier Expertenteam in England, ein Philosoph, ein Naturwissenschaftler und ein Hühnerzüchter, gelöst zu haben : Das Ei war vor der Henne da. "Das erste lebende Ding, das man unzweifelhaft zur Spezies der Hühner zählen konnte, wäre also das erste Ei". Das schließt aus, dass ein anderes Tier sich irgendwann zum ersten Huhn verwandelt haben könnte.

                            Das Huhn Pipka wollte sich nicht integrieren in seine Hühnergruppe. Pipka wurde ohne Mutter aufgezogen und fühlte sich den Menschen näher als ihren Artgenossen. Gerade noch rechtzeitig entkam sie ihrem Schicksal als Suppenhuhn, indem Frau Porubova Pipka bei sich aufnahm. Pipka lebte sich sofort ein, lernte die Hausregeln, hüpfte in der Wohnung rum und liegt verbotenerweise am liebsten auf dem Sofa rum. Sie liebt auch die anderen Haustiere sehr und kuschelt oft mit den Hunden in ihrem Korb. Sie hat viel Persönlichkeit, ist aber schnell eingeschnappt. Familie Porubová nimmt an, dass sich Pipka für einen Hund oder ein anderes Haustier hält.



                              Tier: Krähe, die
























                              Name: namenlos
                              Mensch: Cord Riechelmann
                              Beziehung: Forschungsgegenstand, Fandom
                              Wissenschaftliches Thema: Parasitäre Symbiosen und Kollaborationen

                              Gleichmal vorweg: Raben sind Krähen und Krähen sind Raben. Raben und Krähen gehören zu der Gattung Corvus in der Familie der Rabenvögel (Corvidae), die aus 123 Arten und 24 Gattungen besteht und zu der Ordnung der Sperlingsvögel gehört. Größere Vögel werden „Raben“ genannt, die kleineren „Krähen“. Systematisch besteht kein Unterschied zwischen den Vogeltieren. Krähenvögel sind fast überall auf der Welt zu finden, die „Urkrähe“ kommt aus den tropischen Regenwäldern. Heutzutage trifft man auf den Vogel an den entlegensten Orten der Welt, selbst im Himalaya auf 7.000 Metern Höhe begleiten sie die Bergsteiger.

                              Krähen sind oft unbeliebt, besonders ihr Ruf „aar-aar“ and „käär“ erregt in vielen Menschen ein Gefühl von Ärger und Genervt seins. Sie gelten als Todesboten, oder auch als jene, die den Leichen die Augen aushacken. Tatsächlich stehen Krähen in einem besonderen Verhältnis zum Tod. Durch ihre hervorragende Beobachtungsgabe haben sie die Fähigkeit entwickelt, Wahrscheinlichkeitsrechnungen anzustellen, wann ein Tier verenden wird.
                              Krähen schließen kluge Allianzen. Sie folgten bereits den Wikingern, um sich an deren Schlachtabfällen satt zu fressen. Und die Wikinger verehrten den Raben als ihren Schlachtvogel. In einem Land wie Island wo die Krähenverehrung der Wikinger weiterlebt, sind sie fast zahm. Immer wieder verbündeten sich die Raben auch mit anderen Tieren, mit jenen die Großwild jagten. Da die Tiere auf dem Land verfolgt und gejagt wurden, sind sie in großer Anzahl in die Städte gezogen, in einen Lebensraum in dem sie sich sicher fühlen.

                              Es sind superschlaue Tiere. In Seattle wurde beobachtet, wie Raben sich rote Ampelphasen zu Nutzen machen. Ganze Rabenschwärme sitzen auf den Ampeln und werfen bei Rot Nüsse auf die Straße. Wenn die Autos wieder anfahren, knacken die Reifen der Autos die harte Schale der Nüsse.

                              Die populärste Rolle im Film spielen die Krähen in Alfred Hitchcock’s „Die Vögel“ (1963). Die Vögel sind es, die den Kampf zwischen Gesellschaft und Natur in diesem Fall gewinnen. In der Schlussszene verschwinden die Menschen aus dem Ort und die Vögel schauen den abfahrenden Autos hinterher. Ein Sieg der Natur von dem viele Ökoaktivisten der 60er und 70er Jahre träumten.

                              Diese Krähe lebt zusammen mit vielen anderen Krähen (und u.a. Schafen, Affen, Papageien, Schweinen, Ochsen) bei dem Prager Trainer Ota Bareš. Sie ist eine sehr erfahrene Filmkrähe und hat bereits in vielen internationalen Filmen gespielt, unter anderem in dem Fantasyfilm “The Brothers Grimm“ (2005) von Terry Gilliam, dem Thriller “The Black Dahlia“ von Brian de Palma (2006) und in der Serie “The Musketeers“ für BBC (läuft seit 2014). Fotografiert wird sie aber mit Cord Riechelmann, aus dessen wunderschönem Buch „Krähen. Ein Portrait “ wir in diesem Text zitieren.


                                Tier: Königspython, die

                                Holger Krisp, Ulm, Germany
                                Holger Krisp, Ulm, Germany























                                Name: Božena
                                Mensch: Martin Vobruba
                                Beziehung: Kollegin, PR-Agentin
                                Wissenschaftliches Thema: N.N.

                                Die Königspython ist eine Schlangenart, die in den tropischen Wäldern West- und Zentralafrikas lebt. Sie ist eine Würgeschlange und dementsprechend ungiftig. Die Königspython ist eine der kleinsten Pythonarten. Sie wird nur circa 2m lang, andere Pythonarten werden bis zu 12m lang. Schlangen wachsen ihr ganzes Leben lang, sie erreichen nie Maximalgröße, wie es ansonsten bei Tier und Mensch üblich ist. Die Python ist ein opportunistischer und vorausschauender Fresser und langt zu, wann immer es eine Gelegenheit gibt, denn in der Wildnis ergattert sie manchmal mehrere Wochen lang keine Beute.

                                Pythons sind sehr beliebte Haustiere, vor allem wegen ihrer schönen Farb- und Mustervariationen. Eine Python in Gefangenschaft vergisst aber nie ihren Instinkt und kann deswegen ein gefährliches Haustier werden. Der Geruchsinn der Schlange ist sehr ausgeprägt und sie wittert Beute durch Partikel die sie mit Ihrer Zunge der Luft entnimmt. Pythons haben mehrere Reihen nach hinten gebogener Zähne, die scharf wie Rasierklingen sind und dazu dienen ihre Beute zu fixieren. Dann windet sie sich um den Körper der Beute und erwürgt sie langsam. Selbst große Tiere sind kein Problem für die Python, sie renkt ihren Unterkiefer aus und verschlingt zum Beispiel eine ganze Ziege.
                                Um festzustellen, ob ihre Beute nicht doch zu groß ist um von ihr verschlungen zu werden, bedient sich die Python eines genial einfachen Tricks: sie legt sich ausgestreckt neben ihre Beute und vermisst sie. Langjährige Pythonbesitzer berichten des Öfteren von dem unheimlichen Moment, wenn sie plötzlich nachts aufwachen und neben ihnen ihr ausgestreckter Liebling liegt mit offensichtlicher Intension.

                                Božena lebt seit 13 Jahren im Pilsner Zoo und ist ein wichtiges Mitglied der dortigen PR-Abteilung. Sie begleitet ihren Kollegen Martin Vobruba bei seinen Reisen durch Pilsen und Umgebung, wo er Schulen und Jugendklubs besucht und über das Leben der Tiere im Zoo erzählt. Božena ist ruhig und legt sich mit niemandem an. Sie mag nicht am Kopf und Hals angefasst zu werden und zeigt ihr Missfallen durch ein schnelles unwirsches Zucken. Wenn sich Božena ihrer Haut entledigt, muss sie in Ruhe gelassen werden. Tut man dies nicht, beginnt sie schon einmal mit der Vermessung.


                                  Tier: Schleiereule, die
























                                  Name: Adela
                                  Mensch: Karel Makoň
                                  Beziehungsstatus: Freundschaft, Kollegen
                                  Wissenschaftliches Thema: Wissen, Nichtwissen

                                  Die Schleiereule (Tyto alba) ist ein sehr verbreiteter Vogel, der auf allen Kontinenten (außer der Antarktis) zu finden ist. Schleiereulen haben eine weiße Maske und keine Federohren. Sie sind wie alle Eulen Nachtjäger und leben in Baumaushöhlungen. Ihre durchschnittliche Größe liegt bei 29-44cm, sie haben eine Flügelspannweite von 235-323mm. Der Flug der Schleiereulen ist geräuschlos, ein leichter Flügelschlag, ein lautloses Gleiten. Schleiereulen jagen nachts und nach Gehör. Die Beute wird dann mit einem schnellen Hacken ins Genick, oder durch Schütteln getötet und gänzlich verschlugen. Unverdauliche Überreste wie Fell und Knochen werden wieder herausgewürgt und das Gewölle vom Weibchen weiterverarbeitet als Nestunterlage für die Brut ihrer Eier.

                                  Die Eule gilt schon seit der Antike als Symbol der Weisheit. In Griechenland wurde sie der Göttin Athena zugeschrieben und war auf allen Münzen, auch Eulen genannt, abgebildet. Die Redensart „Eulen nach Athen tragen“ spielt darauf an, dass es eine völlig überflüssige Tätigkeit ist, die Klugheit auch noch ins ohnehin so gebildete Athen tragen zu wollen. Eulen werden bis heute als mystische Tiere, denen Magie, stille Weisheit aber auch Täuschung zugesprochen wird, empfunden.

                                  Herr Makoň beschreibt sein Verhältnis zu Adela als kollegial. Er hält sie weder als Haustier noch als Nutztier. Jedoch wurde sie in Gefangenschaft ausgebrütet. Sie hat 27 Geschwister, von denen zwei im Pilsner Zoo leben. Adela könnte nicht in die freie Wildnis entlassen werden, weil sie nicht jagen kann, außerdem ist ihre Art in Tschechien nicht autochthon. Herr Makoň spricht viel mit Adela und beschreibt sie als eigensinnig. Aber Adela vertraut ihm, was jüngst an der Tatsache zu sehen war, dass er der Einzige war, der in ihre Foliere durfte als sie „gebrütet“ hat.