Fotoausstellung: Moscheen in Deutschland

In Deutschland werden immer mehr Moscheen eingeweiht, sie sind ein Zeichen religiösen Selbstbewusstseins und gelungener Integration, aber auch gelegentlich ein Anlass für Kontroversen.
Im Kölner Stadtteil Ehrenfeld entsteht bis 2010 eine Moschee, deren Bau vor allem wegen der geplanten Höhe der Minarette in der Stadt umstritten ist. Anwohner befürchteten eine Überfremdung ihres Viertels, die rechte Bürgerbewegung "Pro Köln" machte Front gegen die "Großmoschee". Im August 2008 beschloss der Stadtrat trotz allem den Bau. Zwei Monate später eröffnete in Duisburg die größte Moschee Deutschlands fast ohne Proteste. Die Merkez-Moschee gilt nun europaweit als Vorzeigemodell gelungener religiöser Integration.
Die Moscheen in Duisburg und Köln sind aber nur zwei Beispiele, die diskutiert wurden. Deutschlands mehr als drei Millionen Muslime bilden die größte religiöse Minderheit. Inzwischen gibt es etwa 200 Moscheen und etwa 2600 Gebetshäuser, von denen die meisten bereits in den siebziger Jahren entstanden sind. Rund 120 neue Moscheen werden in Deutschland derzeit gebaut oder sind gerade fertig gestellt worden.
Der Stuttgarter Fotograf Wilfried Dechau reiste im März und April 2008 durch Deutschland und fotografierte Moscheen im Kontext deutscher Stadtbilder: ihre Innenarchitektur, das Freitagsgebet, Imame, Kinder, Männer und Frauen in den Gebetshäusern. Die Fotoreportage entstand in Pforzheim, Penzberg, Mannheim, Wolfsburg, Aachen, Karlsruhe, Hamburg und Stuttgart. Das Goethe-Institut Jakarta zeigte im April 2009 die Ausstellung "Moscheen in Deutschland" und nahm die Bilder zum Anlass für Diskussionsveranstaltungen zum Thema Menschenrechte, Religionsfreiheit und Toleranz. So sprach bspw. Prof. Dr. Monika Wohlrab-Sahr, Direktorin des Instituts für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig, über das Thema Religionsfreiheit und das islamische Leben in Deutschland. Im Anschluss an die Präsentation in Jakarta ging die Ausstellung auf Tournee nach Malaysia, Singapur, Indien, in die Türkei und den Nahen Osten.
Von März 2011 bis August 2012 zeigen die Goethe-Institute in Deutschland mit dieser Ausstellung nicht nur ein Beispiel der auswärtigen Kulturarbeit des Goethe-Instituts; sie präsentieren damit auch ihren internationalen Besuchern Eindrücke der Integration in Deutschland.
Zur Ausstellung erscheint der Katalog "Moscheen. Mosques" mit Textbeiträgen unter anderem von Claus Leggewie, Lamya Kaddor und Christoph Welzbacher beim Wasmuth Verlag.
Kontakt:
Goethe-Institute in Deutschland
Angela Kaya
Tel. +49 89 15921-242
Ausstellungskalender:
| Zeitraum | Ort | Veranstalter |
|---|---|---|
| 11.03. – 05.05.2011 | Göttingen Merkelstrasse 4 |
Goethe-Institut |
| 20.05. – 24.06.2011 | Dresden Königsbrücker Str. 84 |
Goethe-Institut |
| 30.06. – 10.08.2011 | München Sonnenstraße 25 |
Goethe-Institut |
| 15.09. – 28.10.2011 | Düsseldorf Immermannstraße 65 |
Goethe-Institut |
| 11.11. – 16.12.2011 | Hamburg Hühnerposten 1 |
Goethe-Institut |
| 16.01. - 03.03.2012 | Frankfurt Diesterwegplatz 72 |
Goethe-Institut |
| 08.03. - 27.04.2012 | Mannheim Steubenstraße 44 |
Goethe-Institut |
| 12.07. - 30.08.2012 | Freiburg Wilhemstraße 17 |
Goethe-Institut |
Nach der Tournee der Ausstellung an den Goethe-Instituten in Deutschland kehrt die Ausstellung an das Kulturwissenschaftliche Institut in Essen zurück, von wo sie ihren Anfang nahm. Ab September 2012 kann sie dort ausgeliehen werden.
Kontakt:
Kulturwissenschaftliches Institut Essen
Magdalena Schaeffer
Tel. +49 201 7204-152














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