Fotoausstellung: SUBURBIA
Zeitgenössische Fotografie aus Indien
Im Anschluss an die Deutschlandjahre in Indien zeigen die Goethe-Institute in Deutschland zeitgenössische Fotografie aus Indien. Am 8. April wird die Wanderausstellung SUBURBIA am Goethe-Institut in Frankfurt eröffnet.
Suburbia bedeutet Vorstadt. Elf Künstler geben in dieser Ausstellung ihren persönlichen Blick auf indische Vorstädte wieder. In Farb- und Schwarzweißaufnahmen, digital und analog erzählen sie von der Vergänglichkeit, den Gegensätzen und Problemen, Utopien, aber auch der Poesie, die mit dem rasanten Wachstum von Metropolen verbunden sind.
Die Bilder sind eine Auswahl der Erstausgabe von PIX, einer vierteljährlich erscheinenden Fotozeitschrift, die der indische Kurator Rahaab Allana herausgibt und die vom Goethe-Institut Neu Delhi als Hauptsponsor gefördert wird. Jede Ausgabe hat einen thematischen Schwerpunkt, für den Fotografen ihre Arbeiten einreichen können. Ein Gremium entscheidet über die Auswahl. PIX zeigt Fotografie der Gegenwart und einer Generation, die durch digitale Medien beeinflusst wurde.
Rahaab Allana zur Erstausgabe von PIX - Suburbia:
„Wir wissen, dass es über eine Milliarde Handykameras gibt, die jeden Tag genutzt werden. […] Wir wissen auch, dass alle `User´ ihren eigenen Blick haben, dass sie die Welt unterschiedlich aufnehmen und ihre digitalen Ergebnisse mit Millionen Unbekannten in aller Welt teilen, vergleichbar mit einem Gemälde von Hieronymus Bosch: konfliktreich, verwickelt, makellos, wo alle `Lebewesen´ sich umschlingen, um eine Schöpfung epischen Ausmaßes zu gestalten. Ich möchte jedoch Folgendes zu bedenken geben: Die Fotografie hat unser Gespür für Zeit verändert und hat uns in einer selbst gemachten Unordnung zurückgelassen. […]
Bilder: Wie wir die Welt auf das Format eines Bildschirms abgeflacht haben, wie wir die Legitimität eines Bildes infrage stellen, wie wir die Bedeutung von "Wahrheit" verändert haben und glauben, wir könnten auf jedes Subjekt und jeden Inhalt mit Hilfe einer schwach aufgelösten, pixeligen, völlig unbewegten, doch äußerst realen Form der Erkenntnis starren. […]
Themen helfen, Ideen verbreiten sich, Kräfte finden zueinander und der Output ändert sich. Wir verwenden Themen, weil sie die Richtung vorgeben, und das, was uns "antreibt", schnell zusammenfassen. In diesem Sinne präsentieren wir in aller Bescheidenheit Suburbia, mit einigen angenehm überraschenden Ergebnissen, die uns zwingen, wieder neu auf die Stadt, die Menschen, auf flehentlich brodelnde Oberflächen zu blicken. Sie erzählen uns, dass jedes Bild sowie jede Generation eine anhaltende Erinnerung und eine Geschichte zurückbehalten, die darauf warten, enträtselt zu werden.“
Bilder: Wie wir die Welt auf das Format eines Bildschirms abgeflacht haben, wie wir die Legitimität eines Bildes infrage stellen, wie wir die Bedeutung von "Wahrheit" verändert haben und glauben, wir könnten auf jedes Subjekt und jeden Inhalt mit Hilfe einer schwach aufgelösten, pixeligen, völlig unbewegten, doch äußerst realen Form der Erkenntnis starren. […]
Themen helfen, Ideen verbreiten sich, Kräfte finden zueinander und der Output ändert sich. Wir verwenden Themen, weil sie die Richtung vorgeben, und das, was uns "antreibt", schnell zusammenfassen. In diesem Sinne präsentieren wir in aller Bescheidenheit Suburbia, mit einigen angenehm überraschenden Ergebnissen, die uns zwingen, wieder neu auf die Stadt, die Menschen, auf flehentlich brodelnde Oberflächen zu blicken. Sie erzählen uns, dass jedes Bild sowie jede Generation eine anhaltende Erinnerung und eine Geschichte zurückbehalten, die darauf warten, enträtselt zu werden.“
Rahaab Allana beschäftigt sich als Kurator, Texter und Ausstellungsmacher seit Jahren mit Fotografie. Er schloss seinen Master in Kunstgeschichte und Archäologie an der Schule für Orientalische und Afrikanische Studien an der Londoner Universität ab. Seine Arbeiten über Kunst und Fotografie wurden in Journalen und Katalogen, editierten und eigenen Publikationen veröffentlicht. Zurzeit editiert er eine Fotozeitschrift mit dem Titel "Movements" bei Yoda Press in Delhi.
www.pixquarterly.in
Ausstellungskalender:
| Zeitraum | Ort |
|---|---|
| 08. April - 13. Juni 2013 | Goethe-Institut Frankfurt Diesterwegplatz 72 |
| 25. Juni - 05. September 2013 | Goethe-Institut Göttingen Merkelstraße 4 |
| 11. September - 25. Oktober 2013 | Goethe-Institut Hamburg Hühnerposten 1 |
| 08. November - 19. Dezember 2013 | Goethe-Institut Freiburg Wilhelmstraße 17 |
| 23. Januar - 28. März 2014 | Goethe-Institut Schwäbisch Hall Am Spitalbach 8 |
Kontakt:
Goethe-Institute in Deutschland
Angela Kaya
Tel. +49 89 15921-242














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