40 Jahre Goethe-Institut Göttingen


Die ersten Wochen in einem neuen Land vergisst man nicht. Selbst nach etlichen Jahren kommen ehemalige Deutschstudenten zurück ans Goethe-Institut, um sich an ihre Anfangszeit in Deutschland zu erinnern.
So feierte 2013 ein argentinischer Musiker nach zwanzig Jahren in Deutschland sein Bühnenjubiläum mit einem Konzert am Goethe-Institut Göttingen. „20 Jahre sind nichts“ war sein Motto.
Im Rahmen eines internationalen Musikabends als Deutschlerner im gleichen Haus hatte er damals seine musikalische Karriere begonnen.

Vor 40 Jahren, als das Goethe-Institut in Göttingen eröffnet wurde, fand es im Fridtjof-Nansen-Haus einen Ort, der wie gemacht schien für das Goethe-Institut. Die heute denkmalgeschützte Villa der Familie Levin, aktuell im Eigentum der Stadt Göttingen, wurde seit den fünfziger Jahren von der „Gesellschaft für Internationale Studentenfreunde“ als Studentenheim genutzt. Diese Tradition setzte das Goethe-Institut fort, indem es Deutschlerner aus der ganzen Welt nach Göttingen einlud. In das internationale Flair der Universitätsstadt konnte sich das Institut hervorragend integrieren.

Man trifft im Goethe-Institut Menschen aus allen Ecken der Welt, die hier für einen oder mehrere Monate Deutsch lernen. Libysche Ärzte, brasilianische Wissenschaftler, amerikanische Anwälte, kasachische Lehrer, neugierige Thailänder und weltoffene Australier schlüpfen hier in die Rolle des Studenten und schwärmen von der internationalen Atmosphäre im Haus.

Doch das Goethe-Institut ist nicht nur Lernort, es ist eine Begegnungsstätte. Hier wird kultureller Austausch gelebt, Freundschaften entstehen.
Der große Garten wird im Sommer gerne für Feste und Sportturniere genutzt. Es wird gemeinsam gekocht, über Weltanschauungen und kulturelle Unterschiede diskutiert. Einige machen hier ihre ersten interkulturellen Erfahrungen – klar ist, dass man nicht nur über die deutsche Kultur viel lernt, sondern auch – mit etwas Neugierde – die Kulturen seiner Mitstudenten entdecken kann. Dieses interkulturelle Potential, im Herzen Göttingens, nutzen auch die einheimischen Bürger gern bei öffentlichen Veranstaltungen und nehmen an den Tandemabenden oder den internationalen Musikabenden teil.  

Für viele wird das Institut mit seinem Wohnheim ein Zuhause – oftmals ihr erstes Zuhause in Deutschland – das so manch einer nur schweren Herzens, doch dafür mit vielen neuen Wörtern, Erfahrungen und Freundschaften im Gepäck, wieder verlässt und vielleicht Jahre später als Besucher zurückkommt.

Stephan Hoffmann
Institutsleiter
Goethe-Institut Göttingen
24.05.2013

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    40 Jahre Goethe-Institut Göttingen

    Das Goethe-Institut Göttingen feiert seinen 40. Geburtstag.

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