Dänemark 2000–2011

In der Mitte der 00er-Jahre wurden jedes Jahr am 8. März noch zahlreiche Veranstaltungen angeboten, zum Beispiel eine mit der Bezeichnung: „Das feministische Füllhorn 2007“.

Einiges deutete doch darauf hin, dass bei den vielen Champagner-Brunch Angeboten und Café-Treffen politische Forderungen zu kurz kamen und dass der kulturorientierte Fokus drohte, den Frauentag in einen harmlosen Festtag zu verwandeln, während das Wort „Kampf“ ganz aus dem Titel verschwand.

Am 8. März 2008 wurde jedoch eine markante politische Forderung formuliert, als 23 Organisationen und politische Gruppen sich unter dem Motto „Verbot von Sexkauf jetzt!“ sammelten und eine Demonstration mit tausenden von Teilnehmern organisierten. Das Thema führte zu intensiven Diskussionen in den Medien.

Im Jahr 2010 war, wie schon 2009, Prostitution ein Hauptthema bei Demonstrationen und Diskussionen am und um den 8. März herum. Auch „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ spielte im Jubiläumsjahr der Gründung als Motto wieder eine große Rolle.

Ein Blick auf die Aktivitäten des Gleichstellungsministeriums in den 00er-Jahren zeigt eine Konferenz zum Thema „Weibliche Talente und tragfähige Unternehmen“ (in Zusammenarbeit mit Dansk Industrie, 2004), Café-Diskussion zum Thema: „Integration aus einer Geschlechterperspektive“ (2003), Sofagespräch über „Alltag, Motivation und Herausforderungen für Frauen“ (2006) und eine Konferenz über Frauen und lokale Demokratie (2009).

2011: Das Goethe-Institut feiert gemeinsam mit der autonomen Frauengruppe „K.Vinders Fond“ und der deutschen Autorin Mithu Sanyal die dänische Ausgabe des Buchs Vulva: das unsichtbare Geschlecht. Der „Kussomat“, eine Intimfotobox hat Weltpremiere im Goethe-Institut.

KVINFO und die Nationalbibliothek begehen den 8. März wieder im Schwarzen Diamanten, mit Erica Jong (USA) als Hauptgast und dem Thema: Generationen, Elternrolle und Mutterrolle zur Diskussion.

Die Studentinnengruppe „Matroska“ zeigt Ihr Kunstprojekt zum Thema „Körpernorm“ auf Großleinwänden an zentralen Plätzen.