V. Internationales Finale 2011

Mit geschliffenen Argumenten zum Erfolg: Annett Lymar aus Estland gewinnt das V. Internationale Finale von Jugend debattiert international

„Sollen alle Länder Europas gesetzlich festlegen, in absehbarer Zeit aus der Nutzung der Atomenergie auszusteigen?“ Über diese Frage stritten heute in Kiew die besten vier Debattanten aus acht Ländern in deutscher Sprache in ihrer Finaldebatte. Annett Lymar aus Estland hat mit ihren Argumenten die Jury am stärksten überzeugt und den internationalen Sieg errungen. Den zweiten Platz belegte Vytautas Jankauskas aus Litauen.

Insgesamt haben sich 2010/2011 an dem Wettbewerb 2.300 Schülerinnen und Schülern aus Estland, Lettland, Litauen, Polen, Russland, Tschechien, der Ukraine und Ungarn beteiligt. Die Erst- und Zweitplatzierten aus jedem Land qualifizierten sich für das Internationale Finale und trafen vom 17. bis zum 21. Oktober in Kiew zusammen. Im Rahmen dieser Begegnung wurde auch über Themen wie anonyme Bewerbungsverfahren oder gemeinsamer Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern leidenschaftlich debattiert.

Bewertet werden Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft der Teilnehmer. Die abschließende Debatte über einen europaweiten Atomausstieg konnte Annett Lymar aus Estland durch ihre starke Überzeugungskraft für sich entscheiden. „Ich freue mich sehr, aber habe den Sieg gar nicht erwartet. Meine Mitstreiter haben auch alle sehr gut debattiert.“ - mit diesen Worten brachte Annett ihre Freude über den Sieg zum Ausdruck.

Schirmherr des Finales, Boxweltmeister Vitali Klitschko, würdigte das Projekt: „Das Wort ist die stärkste Waffe des Menschen. Ein Wort, das in einer Fremdsprache erklingt, macht es noch stärker. Es öffnet die Tür zur Welt. Ich danke Ihnen für Ihre Bestrebung, die Debattenkunst zu beherrschen, denn gerade die Fähigkeit, einen Dialog zu führen, ist eine Gewähr für eine erfolgreiche Entwicklung jeder Gesellschaft.“ Dr. Hans-Jürgen Heimsoeth, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der Ukraine, eröffnete die Finalveranstaltung. In feierlicher Atmosphäre begrüßten Viktoria Lisnycha vom Ministerium für Kultur und Tourismus der Ukraine, der Vorstand des Goethe-Instituts Dr. Bruno Gross, der Vorstand der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ Günter Saathoff, der Leiter von Jugend debattiert bei der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung Ansgar Kemmann und der Leiter der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen Joachim Lauer die Finalisten.

Links zum Thema

Newsletter für DeutschlehrerInnen

Möchten Sie gerne regelmässig über Neuigkeiten für DeutschlehrerInnen informiert werden? Dann tragen Sie sich in unsere Mailingliste ein!

Nürnberger Empfehlungen zum frühen Fremdsprachenlernen

Empfehlungen für alle, die im Bereich der frühen Fremdsprachenvermittlung tätig sind (Neubearbeitung)