Moving MENA

Theatertreffen Arabischer Frühling, Pavillion Hannover © norman mayers photographyTheatertreffen Arabischer Frühling, Pavillion Hannover © norman mayers photography

Im Zuge des arabischen Frühlings ist in Europa und Deutschland ein neues Interesse an Kultur und Kulturschaffenden aus der arabischen Welt erwacht. Zugleich hat auch die Präsenz in Europa für arabische Kulturakteure deutlich an Relevanz gewonnen und sich zu einer wichtigen Form des kulturellen Austauschs entwickelt.

Das Mobilitätsprogramm Moving MENA des Goethe-Instituts Kairo bietet ägyptischen und tunesischen Kulturakteuren die Möglichkeit, durch Reisestipendien an Festivals und anderen Veranstaltungen teilzunehmen, aber auch zu Recherchen für zukünftige Projekte nach Deutschland zu reisen.

Um was geht es bei „Moving MENA“?

Die Reisestipendien aus Moving MENA richten sich an Kulturschaffende aus Ägypten und Tunesien, es sind aber auch Bewerber aus anderen arabischen Ländern willkommen. Finanziert werden Reisen aus der Region Middle East/North Africa (MENA) nach Deutschland. Die Unterstützung beinhaltet die Übernahme von Flug- und Hotelkosten sowie Flughafentransfers, Tagegelder und Hilfe bei Visaanträgen.

„Moving MENA“ gliedert sich in zwei Programmlinien auf:

Programm 1 richtet sich an kulturelle Organisationen, die Personen aus der Region nach Deutschland einladen wollen. Die einladende Institution sorgt in diesen Fällen für die konzeptionelle Einbindung der Reise in das Programm und für die Betreuung in Deutschland. Die einladende Organisation legt den Zweck der Reise in einem Antrag da.

Mit Programm 2 können Individualreisende auf Antrag zu einer Kulturveranstaltung reisen. In diesen Fällen wird der Zweck und das Ziel der Reise vom Reisenden selbst im Antrag dargelegt.

An wen richtet sich das Programm?

Zielgruppe von Moving MENA sind lokale Kulturproduzenten, die eine eigene Arbeit in Deutschland präsentieren wollen – zum Beispiel Filmemacher mit ihrem Film, Theatergruppen mit ihrer Produktion, bildende Künstler mit ihrer Ausstellung oder Musiker mit Konzerten. Die Reisestipendien sind aber auch für Kulturschaffende gedacht, die sich durch Recherche oder durch Teilnahme an Seminaren, Workshops oder Festivals professionell weiterentwickeln wollen und den Austausch mit Kollegen und Kolleginnen schätzen.

Außerdem können sich Kuratoren, künstlerische Leiter, Produzenten und Projektleiter von Initiativen und Einrichtungen aus der arabischen Welt bewerben, die auf jetzige und potentielle Partner in Deutschland treffen und mit ihnen gemeinsam ihre Initiativen weiterentwickeln wollen – bis hin zur praktischen Umsetzung.

Moving MENA richtet sich an Personen aus den oben genannten Zielgruppen, die ihren Lebens– und Arbeitsmittelpunkt in Ägypten, Tunesien oder anderen Ländern der MENA-Region haben.

Die Reisestipendien stehen ausschließlich für Reisen aus der Region nach Deutschland zur Verfügung!

Welche Verpflichtungen gibt es?

Ausgewählte Personen oder einladende Organisationen unterschreiben einen Vertrag mit dem Goethe-Institut Kairo, der die Verpflichtungen und Zahlungsmodalitäten der beiden Parteien regelt. Stipendiaten verpflichten sich dem Goethe-Institut, einen kurzen Bericht über die Reise sowie, wenn vorhanden, Foto- und Pressematerial zum Projekt zur Verfügung zu stellen. Einige der Texte oder Auszüge davon werden dann für die Presse- und Evaluationsarbeit des Goethe-Instituts verwendet.

Bewerbungsverfahren

Interessierte Bewerber füllen bitte je nach Programmlinie folgenden Bewerbungsbogen aus:

Download SymbolProgramm 1 (DOC, 71 KB)
Download SymbolProgramm 2 (DOC, 72 KB)

Bewerbungsschluss 2013

28. Februar (vor Mitternacht): für Reisen ab dem 1. März 2013
31. Mai (vor Mitternacht): für Reisen ab dem 1. Juli 2013
31. September (vor Mitternacht): für Reisen ab dem 1. November 2013

Bei Fragen zum Bewerbungsverfahren wenden Sie sich bitte an das Transformationsteam
Mail Symbolmovingmena@cairo.goethe.org

Ein Projekt des Goethe-Instituts im Rahmen der Deutsch-Ägyptischen/Deutsch-Tunesischen Transformationspartnerschaft, gefördert durch das Auswärtige Amt.

    Marcus Lieberenz © Haus der Kulturen der Welt
    Marcus Lieberenz © Haus der Kulturen der Welt

    „Eine großartige Gelegenheit“

    Yara Abdel Aziz war mit Moving MENA bei der Konferenz Former West: Documents, Constellation, Prospects, einer internationalen studentischen Konferenz im Berliner Haus der Kulturen der Welt.
      Die Schattenseiten von Diktaturen © Hela Lamine
      Die Schattenseiten von Diktaturen © Hela Lamine

      Die Schattenseiten von Diktaturen

      Rosige Zukunft – der Titel einer Ausstellung für aktuelle tunesische Kunst. Dargestellt sind hingegen von den Künstlern die Schattenseiten von Diktaturen.
        Ägypten – die Revolution der Bilder; © Jonathan Rashad
        Ägypten – die Revolution der Bilder; © Jonathan Rashad

        Ägypten – die Revolution der Bilder

        Die Großausstellung „Kairo. Offene Stadt“ von Photomuseum und HBK Braunschweig zeigt packende Dokumentarfotos und künstlerische Bilder der Revolution.
          Aus Metro © 2012 Magdy El-Shafee + Verlag bbb Edition Moderne AG
          Aus Metro © 2012 Magdy El-Shafee + Verlag bbb Edition Moderne AG

          Internationaler Comic-Salon Erlangen

          Fünf Comic- und Graphic Novel-Künstler aus Ägypten nahmen auf Einladung des Goethe-Instituts Kairo am Comic-Salon Erlangen teil. Hier ist zu lesen, was sie erlebt haben.
            Theatertreffen Arabischer Frühling, Pavillion Hannover © norman mayers photography
            Theatertreffen Arabischer Frühling, Pavillion Hannover © norman mayers photography

            Theatertreffen Hannover – Arabischer Frühling

            Unterstützt mit Reisestipendien aus Moving MENA reisten 49 Theatermacher aus der arabischen Welt nach Hannover zum Theatertreffen Arabischer Frühling.

              Transformations- partnerschaften

              AnsprechpartnerInnen

              Transformation & Partnerschaft

              Publikation zu den Projekten in Ägypten und Tunesien (PDF, 4 MB)

              Cultural Innovators Network

              Visionen einer Gesellschaft von Morgen – junge Menschen aus der Mittelmeerregion werden aktiv.

              Documentary Campus

              Ein Programm der Goethe-Institute in Nordafrika und Nahost für Dokumentarfilmer.

              100 Stimmen

              Hundert Video-Interviews über den Wandel in der arabischen Welt

              Kulturjournalisten

              Sechs Länder, zwei Monate, ein Blog: Begleiten Sie elf arabische Kulturjournalisten während ihres Trainings in Deutschland. Bewerbungen für Kulturjournalisten bitte online ausfüllen.

              Residenzprogramme des Goethe-Instituts

              Foto: iStockphoto Richard Prudhomme
              „Raum für neue Perspektiven“ – Informationen rund um die Residenzprogramme weltweit