Von den potenziell 300 Millionen arabisch sprechenden Menschen werden nur die wenigsten mit Büchern erreicht. Und trotz vielen positiven Entwicklungen – neu gegründeten Verlagen, Übersetzungsförderungsprojekten und gut besuchten Buchmessen – ist der Weg zu einer florierenden Verlagsbranche in der arabischen Welt noch immer weit.
Nach dem Besuch der Frankfurter Buchmesse 2004, dem Jahr des Ehrengastauftritts der arabischen Welt, wurde deshalb von Verlegern der Wunsch nach Austausch mit deutschen Kollegen geäußert.
Die Akademie des deutschen Buchhandels hat daraufhin ein Fortbildungskonzept mit einem dreistufigen Trainingsprogramm entwickelt, das auf die Bedürfnisse der verschiedenen Mitarbeitergruppen eingeht: Führungskräften, erfahrenen Verlagsmitarbeitern sowie Berufsanfängern, da es keine verlagsspezifische Ausbildung in der Region gibt.
Spannend ist das Programm, so sind jedenfalls die Erfahrungen nach den ersten durchgeführten Workshops, nicht nur für die ägyptischen Verlagsmitarbeiter, sondern auch für die deutschen Dozenten, die sich nicht nur mit anderen ökonomischen Verhältnissen konfrontiert sehen, sondern auch mit anderen Formen von Verlagsmanagement und Unternehmenskultur. Dies ist eine Herausforderung für alle Beteiligten, die jedoch als Bereicherung empfunden wird.
Der arabische wie auch der ägyptische Verlegerverband unterstützen das Projekt, ebenso die Frankfurter Buchmesse.








